Gefechte begleiten Abstimmung

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Ukraine droht zu zerreißen

Die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine haben sich von den internationalen Warnungen nicht abhalten lassen: Das Referendum über eine Abspaltung der Region vom Rest des Landes wurde am Sonntag beinhart durchgezogen – mehr noch: Die Befragung stoße auf „überwältigendes Interesse“, hieß es unmittelbar nach Abstimmungsbeginn vonseiten der Separatisten-Propaganda.

Durchführung der Wahl völlig undemokratisch
Unprofessionell. Das Referendum war nicht zuletzt deswegen international umstritten, weil es den Grundsätzen jeder demokratischen Wahl widersprach:

  • Wie viele Ukrainer abstimmen durften, war nicht klar. In der Region leben etwa sechs Millionen Menschen. Es gab aber keine offiziellen Wahlverzeichnisse.
  • Als Wahllokale dienten abenteuerliche Örtlichkeiten, wie Zeitungskioske oder sogar Würstelstände.
  • Die Abstimmungszettel trugen keine amtliche Kennzeichnung – einer mehrfachen Stimmabgabe waren damit Tür und Tor geöffnet.

Militäreinsatz – mit US-Blackwater-Söldnern?
Weiterhin Kämpfe. Gleichzeitig ging der Militäreinsatz ukrainischer Truppen gegen die Russland-Getreuen weiter. Aber auch hier herrschte offenbar Chaos: Aus mehreren Städten wurden Gefechte gemeldet. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht – ebenso wie für die am Sonntag verbreitete Meldung, etwa 400 Söldner der berüchtigten Ex-US-Sicherheitsfirma Blackwater seien in der Ostukraine an der Seite der Regierungstruppen im Einsatz. Die aus dem Irak-Krieg bekannten Ex-Elitesoldaten gelten als skrupellos.

Russlands starker Mann als Lügner:

Putin hat im Ukraine-Konflikt keine Skrupel.
Moskau. Die russische Luftwaffe hat mehrmals absichtlich den Luftraum der Ukraine verletzt. Das würden vom US-Geheimdienst NSA abgefangene Einsatzbefehle belegen, berichtet die Bild am Sonntag. Putin stehe damit als Lügner da – prompt hat das Blatt dem russischen Präsidenten eine lange Pinocchio-Nase aufgesetzt. Mit seinem Vorgehen habe Putin „einen militärischen Konflikt mit dem instabilen Nachbarstaat provoziert“. Die NSA habe die Funksprüche entschlüsselt und dann an den deutschen Bundesnachrichtendienst BND weitergegeben.

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