Vergewaltiger schoss Selfies mit Opfern

Deutschland

Vergewaltiger schoss Selfies mit Opfern

Pascal D. (22) stand Freitag vor dem Landgericht Stade in Niedersachsen. Laut seinem Verteidiger will der als "unauffällig" beschriebene Tischlergeselle ein umfassendes Geständnis ablegen: "Er steht zu seinen Taten und ist entschlossen, das Verfahren aus Rücksicht auf die Opfer so kurz wie möglich zu halten", wird Anwalt Heiko Granzin auf bild.de zitiert.

Der 22-Jährige war im März nach einer Phantombild-Fahndung von der Polizei geschnappt worden. Die Beamten fanden auf seinem Handy 94 Bilder von zwei brutalen Vergewaltigungen. Am 2. Februar kam der Mann von einer Party, als ihm ein 14-jähriges Mädchen auf dem Weg zum Gottesdienst über den Weg lief. Der 22-Jährige verging sich in einem abgelegenen  Garagenkomplex stundenlang an seinem Opfer und schoss dabei 37 Fotos. Am 23. Februar schlug der mann erneut zu: Diesmal überfiel er eine 20-Jährige auf dem Weg zum Bahnhof. Er vergewaltigte die Frau mehrmals im Pausenhof einer Volksschule - erneut machte er Fotos der Tat, 57 an der Zahl.

Nun soll ein psychiatrischer Gutachter klären, ob der Tischlergeselle voll schuldfähig ist, laut bild.de will das Gericht auch eine Sicherungsverwahrung prüfen. Der Gutachter geht allerdings nur von einem geringen Rückfallrisiko aus, da Pascal D. keine Vorstrafen wegen Sexualdelikten hat. Der Prozess wurde auf den 12. September vertagt.

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