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Verschüttete Kumpel haben Alkoholproblem

Einige der 33 eingeschlossenen Bergleute in Chile leiden an Alkohol-Entzugsproblemen. Wie der chilenische Gesundheitsminister Jaime Manalich der spanischen Zeitung "El Pais" berichtete, hatten mehrere Kumpel in der Vergangenheit zur Bekämpfung der Angst unter Tage regelmäßig Alkohol getrunken. "Einige von ihnen hatten sogar große Mengen zu sich genommen", sagte der Minister. "Zuweilen ist es nicht gut, wenn man eine Sucht auf einen Schlag mit einer Radikalkur unterbindet."

"Gläschen Wein"
Die Bergleute hatten bei ihrer ersten Telefonverbindung mit Staatspräsident Sebastian Pinera um ein "Gläschen Wein" gebeten, weil sie die den 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Chiles feiern wollten. Bisher bleiben die Verantwortlichen der Bergungsoperation jedoch dabei, dass die Eingeschlossenen weder Tabak noch Alkohol bekommen.

Wie die Madrider Zeitung berichtete, sind unter den Bergleuten auch einige Alkoholiker und Drogenabhängige. Bisher habe der plötzliche Entzug jedoch keine Auswirkungen auf das Zusammenleben der 33 Bergleute in 700 Metern Tiefe.

Die Kumpel hatten auch erstmals mit ihren Angehörigen sprechen können. Die Behörden ließen dafür am Sonntag (Ortszeit) ein Kabel durch eine der Versorgungsröhren zu den in 700 Metern Tiefe ausharrenden Männern herab. Die Angehörigen campieren über der Mine San Jose in der Atacama-Wüste in einem Zeltlager, das sie "Esperanza" (Hoffnung) getauft haben.

An eigener Rettung mitarbeiten
Der Chefingenieur der Rettungsarbeiten, Andres Sougarret, erklärte, während der Bohrung eines Rettungsschachts müssten die Männer in der Tiefe das hinabfallende Geröll zur Seite räumen. Sie müssten dazu in Schichten rund um die Uhr arbeiten und 3.000 bis 4.000 Tonnen Steine abtransportieren.

Das staatliche Bergbauunternehmen Codelco wollte am Montagnachmittag mit den Bohrungen beginnen. Der Schacht soll breit genug werden, um die Männer einzeln an die Oberfläche zu holen. Sougarret sagte, einfache Ausrüstungsgegenstände seien in der Tiefe vorhanden. Der neue Schacht werde wahrscheinlich mehrere hundert Meter vom Wohnbereich der Verschütteten enden, so dass genug Platz sei, um das hinabfallende Geröll zu beseitigen.

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