Video zum Thema Wahl in Deutschland: Reaktionen der Gewinner & Verlierer
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Union und SPD verlieren

Wahl-Beben: AfD-Watsche für Merkel

Absturz der großen Parteien, spektakulärer Einzug der AfD in den Bundestag: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel wird wohl nur mit FDP und Grünen weiterregieren können. Union und SPD verloren bei der Bundestagswahl am Sonntag laut Hochrechnungen über 14 Prozentpunkte. SPD-Chef Martin Schulz kündigte umgehend den Gang in die Opposition an.

Video zum Thema Massen-Proteste gegen AfD-Wahlerfolg
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Vorläufiges Ergebnis

Die CDU/CSU ist trotz massiver Verluste klar als stärkste Kraft aus der deutschen Bundestagswahl hervorgegangen. Nach dem vorläufigen Ergebnis des Bundeswahlleiters kam sie am Sonntag auf 33,0 Prozent und verlor damit 8,5 Punkte im Vergleich zu 2013. Die SPD fuhr mit 20,5 Prozent (minus 5,2 Punkte) ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl ein.

Die rechtspopulistische AfD wurde mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft. Der FDP gelang mit 10,7 Prozent der Rückkehr in den Bundestag, aus dem sie 2013 geflogen war. Die Linke holte 9,2 Prozent, die Grünen erreichten 8,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 76,2 Prozent (2013: 71,5).

Nur Jamaika-Bündnis möglich

Die Sitzverteilung sieht nach Angaben des Bundeswahlleiters so aus: CDU/CSU: 246 Mandate, SPD: 153, AfD: 94, FDP: 80, Linke: 69, Grüne: 67.

Rechnerisch ist damit außer einer erneuten Großen Koalition nur ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP möglich. Die SPD kündigte allerdings bereits an, sie wolle in die Opposition gehen.

Mit 709 Abgeordneten ist der Bundestag in der neuen Wahlperiode so groß wie nie zuvor. Bisher gehörten dem Parlament 630 Abgeordnete an. Den bislang größten Bundestag gab es 1994 mit 672 Abgeordneten. Ohne Überhang und Ausgleichsmandate hätte der Bundestag eigentlich nur 598 Sitze, je zur Hälfte Direkt- und Listenmandate.

Hochrechnung_2146.png

Die CDU/CSU verbuchte zwar erneut die meisten Stimmen, kam aber auf das schlechteste Ergebnis seit 1949. Die rechtspopulistische AfD wurde mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft, mit ihr sitzt erstmals eine Partei rechts von der Union im Parlament. Die FDP zog nach vier Jahren Abwesenheit mit etwa zehn Prozent wieder in den Bundestag ein. Die Linkspartei und die Grünen kamen jeweils auf rund neun Prozent, für die Grünen ihr bisher zweitbestes Ergebnis.

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Merkel sagte, die Union habe ihre strategischen Ziele erreicht. "Wir sind stärkste Kraft, haben den Auftrag, eine Regierung zu bilden, und gegen uns kann keine Regierung gebildet werden", sagte Merkel vor Anhängern. In der "Berliner Runde" bei ARD und ZDF kündigte Merkel an, auf die Parteien zuzugehen. "Wir leben in stürmischen Zeiten", sagte die Kanzlerin. Deshalb appelliere sie an alle Beteiligten, ihre Verantwortung auch wahrzunehmen. Eine Minderheitsregierung schloss Merkel aus. Auf die Frage, ob eine Regierungsbildung bis Weihnachten möglich sei, sagte sie: "Ich bin generell immer zuversichtlich. Und außerdem: Seit vielen Jahren habe ich das Motto: In der Ruhe liegt die Kraft."

CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich enttäuscht. Auch in Bayern kam die AfD auf mehr als zwölf Prozent, die CSU rutschte unter die 40-Prozent-Marke. Der Ministerpräsident sagte, er werde als Konsequenz die "offene rechte Flanke" schließen, und zwar "mit klarer Kante und klaren politischen Positionen". Bayern wählt im nächsten Jahr einen neuen Landtag. Bei der Bundestagswahl 2013 war die Union noch auf 41,5 Prozent gekommen.

Hochrechnung_2110_Ostdeutschland.png

Schulz kündigte an, die SPD werde eine starke Opposition sein. Dies könne man nicht der AfD alleine überlassen, deren Ergebnis für Deutschland eine Zäsur sei: "Damit ist die Rolle für uns ganz klar, wir sind die Partei der Opposition." Merkel warf er vor, eine "große Verantwortung" für den AfD-Erfolg zu haben. "Ich glaube, dass Frau Merkel einen Wahlkampf geführt hat, der skandalös war." Die Kanzlerin habe durch Politikverweigerung jenes Vakuum entstehen lassen, in das die AfD vorgestoßen sei. Ihr bisher schlechtestes Ergebnis hatte die SPD 2009 mit 23,9 Prozent eingefahren.

Die FDP ist nach Angaben ihres Spitzenkandidaten Christian Lindner bereit für Gespräche über eine Regierungskoalition. "Wir sind nicht zum Regieren verdammt, aber wir sind natürlich bereit, Verantwortung zu übernehmen", sagte Lindner in der "Berliner Runde". "Es geht darum, die Stabilität der Bundesrepublik Deutschland in aufgeregten Zeiten zu sichern." Die Grünen werden nach Aussage ihres Spitzenkandidaten Cem Özdemir in einer möglichen Koalition mit Union und FDP keinen "anti-europäischen Populismus" mitmachen. Er nannte im ZDF zudem den Klimaschutz und eine Politik für eine gerechte Gesellschaft als Voraussetzungen für eine Regierungsbeteiligung der Grünen.

"Wir werden sie jagen"

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland kündigte einen harten Konfrontationskurs gegen die neue Regierung an. "Die Bundesregierung, wie immer sie aussieht, kann sich warm anziehen, wir werden sie jagen", sagte Gauland am Sonntagabend vor Anhängern. "Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen." Parteichef Jörg Meuthen wies in der "Berliner Runde" den Eindruck zurück, es gebe in seiner Partei rechtsradikale Tendenzen. Der Zentralrat der Juden sieht den Wahlerfolg der AfD mit Sorge. "Eine Partei, die rechtsextremes Gedankengut in ihren Reihen duldet und gegen Minderheiten in unserem Land hetzt, ist jetzt nicht nur in fast allen Länderparlamenten, sondern auch im Bundestag vertreten", sagte Präsident Josef Schuster.

Video zum Thema oe24.TV bei den Massen-Protesten gegen AfD
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In einer ARD-Analyse gaben 66 Prozent der Befragten an, die SPD habe sich nicht klar gegen Merkel positioniert, 59 Prozent finden Schulz nicht überzeugend. Merkel allerdings spaltet die Wähler weit mehr als noch vor vier Jahren: 55 Prozent gaben an, unter ihrer Kanzlerschaft seien die Sorgen der Menschen nicht ernst genug genommen worden. 51 Prozent stimmten der Aussage zu, dass zwölf Jahre Merkel ausreichend seien.

Video zum Thema Proteste nach AfD-Erfolg: Interviews
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Kern gratulierte Merkel

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) gratulierte der deutschen Kanzlerin zum Wahlsieg, wertete das Abschneiden von CDU, SPD und AfD aber als Zeichen, "dass man Probleme nicht ignorieren" dürfe, sondern "konkrete Lösungen anbieten" müsse. Kurz unterließ in seiner Stellungnahme eine Gratulation an die Chefin der ÖVP-Schwesterpartei und wertete das Wahlergebnis als "wenig überraschend". "Es gibt in Deutschland bei vielen Unzufriedenheit mit der Position der Regierung in der Flüchtlingspolitik", schrieb Kurz.

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky feierte das Wahlergebnis der AfD. "AfD großer Sieger auf Platz 3! Herzliche Gratulation aus Wien!", schrieb der Europaabgeordnete auf Twitter. Die Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek bezeichnete den Parlamentseinzug der "rechtsradikalen Partei" AfD als "besorgniserregend". Das Ergebnis der deutschen Grünen gebe dagegen Hoffnung. NEOS-Chef Matthias Strolz gratulierte sowohl der deutschen Schwesterpartei FDP als auch Kanzlerin Merkel und äußerte die Hoffnung auf ein Mehr an Freiheit und Verantwortung sowie eine Weiterentwicklung des europäischen Projekts.

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05:54
 

Vorläufiges Ergebnis steht fest: Herbe Verluste für Koalition, AfD Dritter

Die bisherigen Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD haben bei der deutschen Bundestagswahl herbe Verluste eingefahren. Nach der Auszählung aller 299 Wahlkreise stürzten CDU und CSU auf zusammen 33,0 Prozent ab, die Sozialdemokraten auf 20,5 Prozent. Mit 12,6 Prozent wurde die AfD drittstärkste Kraft im neuen Bundestag.

23:25
 

+++NEUESTE HOCHRECHNUNG+++

CDU 32,9% - SPD 20,6% - AfD 13,0% – FDP 10,6% – Linke 9,1% - Grüne 8,9%

23:01
 

AfD-Chefin Petry dürfte Direktmandat holen

Für AfD-Chefin Frauke Petry hat sich bei der Bundestagswahl am Sonntag der Gewinn eines Direktmandats in Sachsen abgezeichnet. In ihrem Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lag Petry nach Auszählung von 33 der 36 Gemeinden bei 37,3 Prozent der Erststimmen, wie aus der Statistik des Landeswahlleiters in Kamenz hervorging.

Ihr CDU-Herausforderer Klaus Brähmig, der den Wahlkreis seit langem im Bundestag vertritt, kam nur auf knapp 29 Prozent. Petry ist zugleich Spitzenkandidatin der AfD in Sachsen und Landesvorsitzende. Derzeit führt sie die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland verpasste in Brandenburg ein Direktmandat. Er unterlag im Wahlkreis Frankfurt/Oder - Oder-Spree dem CDU-Kandidaten.

22:02
 

+++NÄCHSTE HOCHRECHNUNG+++

CDU 32,8 % - SPD 20,7 % - AfD 13,2% – FDP 10,4% – Grüne 9,1% - Linke 9,0%

21:39
 

Kern gratuliert Merkel zu Platz eins

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern hat seine konservativen CDU-Amtskollegin Angela Merkel am Sonntag via Facebook zu Platz eins bei der deutschen Bundestagswahl beglückwünscht. "Gratulation an Angela Merkel zum Wahlsieg in Deutschland!", schrieb Kern auf der Social-Media-Plattform.

Angesichts der Verluste der Unionsparteien CDU/CSU und auch der Sozialdemokraten (SPD) im Vergleich zu 2013 und des Aufschwungs der rechtspopulistischen "Alternative für Deutschland" (AfD), meinte der Kanzler aber: "Die Ergebnisse von CDU, SPD und AfD sprechen eine klare Sprache und machen deutlich, dass man Probleme nicht ignorieren und sich hinter Statistiken und leeren Formeln verstecken darf."

"Wir müssen konkrete Lösungen anbieten und diese Politik glaubhaft vertreten", setzte der Regierungschef fort. "Genau das mache ich seit 16 Monaten, seitdem ich Verantwortung als Bundeskanzler übernommen habe: Wir haben die Sorgen verstanden und gehen konsequent den Weg der Veränderung."

Union und SPD verloren am Sonntag laut Hochrechnung zusammen rund 13 Prozentpunkte, die rechtspopulistische AfD wurde Hochrechnungen zufolge mit rund 13 Prozent auf Anhieb drittstärkste Kraft im neuen Parlament.

21:26
 

+++NÄCHSTE HOCHRECHNUNG+++

CDU 33,0% - SPD 20,7% - AfD 13,0% – FDP 10,6% – Grüne 8,9% - Linke 9,0%

21:10
 

Das ist der Fahrplan für die nächsten Wochen

Die Bundestagswahl in Deutschland ist vorbei - nun stehen Partei- und Fraktionssitzungen, Sondierungen und Koalitionsgespräche an. Ein Überblick über die kommenden Ereignisse:

Montag 25. September

Am Montag kommen in Berlin die Spitzen der Parteien zusammen, um ihr Abschneiden bei der Bundestagswahl zu analysieren und Konsequenzen zu diskutieren. Besonders wird es darauf ankommen, wie sich Union, FDP und Grüne zu einem möglichen Dreierbündnis positionieren.

SPD-Chef Martin Schulz will bekanntgeben, wer künftig an der Spitze der Fraktion stehen soll - und damit die Oppositionsführerschaft im neuen Bundestag übernimmt. Im Gespräch ist die bisherige Arbeitsministerin Andrea Nahles. Die Liberalen haben die konstituierende Sitzung ihrer neuen Fraktion angesetzt.

Dienstag 26. September

Union, SPD, Grüne, Linke und AfD wollen am Dienstag jeweils ihre erste Fraktionssitzung abhalten. Bei der CDU/CSU steht gleich die Wahl der Fraktionschefs auf dem Programm. Die SPD plant dies für Mittwoch.

Samstag 30. September

Die Grünen wollen auf einem Länderrat entscheiden, ob sie Sondierungsgespräche über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit Union und FDP führen werden.

Sonntag 15. Oktober

An diesem Sonntag wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Es gibt Vermutungen, dass bis dahin in Sachen Koalitionsverhandlungen nicht viel passiert. Denn die um jede Stimme kämpfenden Politiker in Niedersachsen dürften sich politische Koalitionsflirts in Berlin im Endspurt vor der Wahl verbeten.

Samstag, 21. Oktober

An diesem Tagen planen die Grünen einen Parteitag. Auf dem soll über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entschieden werden, sollten diese in Aussicht stehen. Wenn dies nicht der Fall ist, kommen die Delegierten schon einen Tag früher zusammen: Dann soll ein neuer Vorstand gewählt werden.

Dienstag 24. Oktober

Spätestens an diesem Tag kommt der neue Bundestag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Denn diese muss laut Artikel 39 des Grundgesetzes spätestens 30 Tage nach der Wahl stattfinden.

November/Dezember:

Nach Abschluss von möglichen Koalitionsverhandlungen wollen die Grünen und vermutlich auch die Liberalen ihre Mitglieder über das Ergebnis abstimmen lassen. Erst danach wäre der Weg für die Bildung einer Jamaika-Koalition frei und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) könnte erneut zur Kanzlerin gewählt werden.

20:48
 

Video von der AfD-Gegendemo

20:44
 

Starke Wahlbeteiligung

Die deutschen Wähler kehren an die Stimm-Urnen zurück. Nach den jüngsten Landtagswahlen zeigt auch die Wahl zum Bundestag: Der jahrelange Abwärtstrend bei der Wahlbeteiligung ist offenbar gebrochen. Sie lag am Sonntag bei 75 bis 76,5 Prozent, 2013 hatten nur 71,5 der Wahlberechtigten abgestimmt.

Bis in die 1980er Jahre hinein war eine Beteiligung von mehr als 85 Prozent im Bund und über 75 Prozent in den Ländern noch die Regel. Mit der ersten gesamtdeutschen Wahl 1990 ging die Quote dann deutlich zurück und sank im Bund mit 70,8 Prozent 2009 auf einen historischen Tiefstand. Auch bei den meisten Landtagswahlen war jahrelang ein rückläufiger Trend festzustellen

20:43
 

Wahlerfolg der AfD schockt die deutsche Wirtschaft

Die massiven Stimmverluste der beiden großen Parteien Union und SPD sowie der Wahlerfolg der rechten AfD haben in der deutschen Wirtschaft Unsicherheit und Sorge ausgelöst. "Die AfD im Deutschen Bundestag schadet unserem Land", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer am Sonntag. Längerfristig negative Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland sieht auch das deutsche Handwerk.

Zugleich fürchten viele Wirtschaftsvertreter nun ein Patt bei der Regierungsbildung verbunden mit weniger politische Stabilität. "Wir brauchen in diesen schwierigen Zeiten eine stabile Regierung", mahnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. Nicht nur Mittelstandspräsident Mario Ohoven begrüßte allerdings die Rückkehr der FDP in den Bundestag.

20:29
 

Tausende bei Gegen-Demo zur AfD

Tausende demonstrierten vor der Wahlparty der AfD in Berlin. Die Partei feiert in einem Nachtclub am Alexanderplatz.

Gegendemo3.jpg © Reuters

(c)Reuters

20:13
 

+++NÄCHSTE HOCHRECHNUNG+++

CDU 32,9 % - SPD 20,8 % - AfD 13,1% – FDP 10,5% – Grüne 8,9% - Linke 8,9%

19:45
 

Präsident des Jüdischen Weltkongresses: AfD im Parlament "verabscheuenswürdig"

Der Vorsitzende des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald S. Lauder, hat sich am Sonntag in einer Reaktion auf das Ergebnis der deutschen Bundestagswahl entsetzt über das Abschneiden der Rechtspopulistischen "Alternative für Deutschland" (AfD) gezeigt. Die "schändliche" Partei erinnere an "das Schlimmste" in der Geschichte Deutschlands.

Es sei "verabscheuungswürdig", dass die AfD nun ins deutsche Parlament einziehen könne. Lauder gratulierte in einer Aussendung aber auch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zu Platz eins. Die CDU-Politikerin sei "eine wahre Freundin Israels und des jüdischen Volkes."

Auch Europäische Jüdische Kongress zeigt sich besorgt über das starke Abschneiden der AfD. Man vertraue aber darauf, dass die anderen Parteien im Bundestag sicherstellen würden, dass die Rechtspopulisten nicht in einer künftigen Koalition repräsentiert seien.

Äußerungen von AfD-Politikern zeugten von einem alarmierenden Niveau an Intoleranz, wie es dies in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gegeben habe, erklärt der Verband.

Ronald Lauder Jüdischer Weltkongress © Getty Images

Er warnt: Ronald S. Lauder.(c)Getty Images

19:41
 

Wahlforscher: Union profitierte von Kanzlerin-Bonus

Die Unionsparteien CDU und CSU verdanken ihren mit massiven Verlusten erkauften Sieg bei der deutschen Bundestagswahl laut Forschungsgruppe Wahlen vor allem dem Ansehen von Kanzlerin Angela Merkel.

Die CDU-Chefin habe in einem ökonomisch starken Deutschland und global fragilen Umfeld Stabilität und Führungsstärke vermittelt, schrieben die Wahlforscher in einer ersten Analyse am Sonntagabend. 73 Prozent der Deutschen hätten ihr als Kanzlerin gute Arbeit bescheinigt.

Merkel punktete demnach im direkten Vergleich mit ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz: 57 Prozent wollten nach Erkenntnissen der Forschungsgruppe Merkel weiter als Kanzlerin sehen - nur jeder Dritte Schulz. Sie gelte als sympathischer und glaubwürdiger, die Wähler trauten ihr zudem mehr Sachverstand zu.

19:36
 

NEOS gratulieren FDP: "Kurs für Perspektivenwechsel"

Erfreut hat sich NEOS-Vorsitzender und Spitzenkandidat Matthias Strolz über den großen Erfolg der liberalen FDP bei der deutschen Bundestagswahl. "Den Wiedereinzug so souverän und mit über 10 Prozent der Stimmen zu schaffen, ist ein starkes liberales Signal, das auch über die Grenzen Deutschlands hinaus gehört wird", gratulierte Strolz am Sonntag in einer Aussendung.

Christian Lindners Kurs für einen Perspektivenwechsel und ein Mehr an Freiheit und Verantwortung seien belohnt worden. "Es ist ermutigend zu sehen, dass die FDP mit einem klaren Bekenntnis zum gemeinsamen Europa und einem lösungsorientierten Fokus auf Zukunftsthemen wie Bildung, Entlastung, Entbürokratisierung und Digitalisierung zu einem starken Player in der Mitte des politischen Spektrums aufgestiegen ist", so Strolz.

Strolz betonte zugleich die Parallelen zu den Nationalratswahlen in Österreich: "Gerade auch NEOS treten ein für Freiheit, Eigenverantwortung, Respekt und die Chance, aus eigener Kraft etwas zu schaffen. Eine Stimme für NEOS ist eine Stimme für den Aufbruch des alten Systems, hin zu einem enkelfitten, weltoffenen und unternehmerischen Österreich.

19:32
 

FPÖ-Kickl ortet "Willen zur Veränderung"

Die deutsche Bundestagswahl zeige den Wunsch und Willen nach Veränderung in Europa. "Die Umverteilung des hart erarbeiteten Steuergeldes an irgendwelche Pleitestaaten und auch der unfassbare Migrantenstrom nach Europa im Jahr 2015" zeige, dass sich die Europäer nach einer Änderung der bisherigen Politik sehnen. So reagierte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl am Sonntag auf das Ergebnis.

Dies sei vor allem der CDU ins Stammbuch geschrieben, schrieb Kickl in einer Aussendung und sprach vom Schaden den Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel durch die "Refugees-Welcome-Politik" angerichtet habe. Es sei einfach zu wenig, wenn man von Seiten der CDU sage, dass sich das Jahr 2015 nicht mehr wiederholen dürfe. Dies sei auch der Grund, warum die Große Koalition in Deutschland abgewählt worden sei. "Ein Wunsch, den auch sehr viele Österreicher in sich tragen", meinte Kickl.

Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang auch der künstlich "von linken Medien" gehypte Spitzenkandidat der SPD, Martin Schulz, der schlussendlich am Wahlabend vor den Trümmern der SPD und damit seines eigenen Versagens stehe. Die SPD habe auch bis jetzt nichts dazugelernt. Sogar bei seiner "reiflich vorformulierten Rede in Erwartung seiner Wahlniederlage" habe Schulz zur Innenpolitik nichts beizutragen, außer "seine zur Schau gestellte Ablehnung der AfD". Martin Schulz habe das historisch schlechteste Ergebnis der SPD aller Zeiten zu verantworten. "Gut möglich, dass die SPÖ des Christian Kern am 15. Oktober ein ähnliches Schicksal erleiden werde", stellte Kickl fest.

Die großen Wahlverlierer des Abends seien jedoch auch die Umfrageinstitute, die bis zuletzt mit ihren Prognosen neben den realen Ergebnissen gelegen seien – insbesondere "was die CDU und die AfD" betreffe. "Dies nur zur Warnung an die österreichischen Kollegen, die ja seit Wochen auffallend ähnliche Ergebnisse prognostizieren. Das böse Erwachen werde dann wohl am Wahlabend kommen", so Kickl abschließend.

19:30
 

+++NÄCHSTE HOCHRECHNUNG+++

CDU 33,2 % - SPD 20,8 % - AfD 13,1% – FDP 10,4% – Grüne 9,2% - Linke 8,7%

19:23
 

So reagiert Österreichs Politik auf das Deutschland-Wahl-Ergebnis

Nach der deutschen Bundestagswahl hat es am Sonntagabend auch in Österreich erste Reaktionen gegeben. Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europaparlament und FPÖ-Generalsekretär, feierte die rechtspopulistische "Alternative für Deutschland" auf Twitter: "AfD großer Sieger auf Platz 3! Herzliche Gratulation aus Wien!"

Gegensätzlich bewertete die Grüne Spitzenkandidatin bei der Nationalratswahl, Ulrike Lunacek, das Abschneiden der "rechtsradikalen Partei", wie sie in einer Aussendung formulierte. "Der Einzug der AfD in den Bundestag ist für uns Grüne besorgniserregend. Nun werden in Deutschland wieder Rechtsextreme und Rechtspopulisten im deutschen Parlament vertreten sein", kommentiert Lunacek.

"Wir Grünen warnen seit Jahren vor diesen Tendenzen. Zusammenhalt, Solidarität, Respekt und Gerechtigkeit sind die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Ängste schüren ist keine Politik", stellte die Grünen-Politikerin fest.

"Das Ergebnis der Grünen gibt uns hingegen Hoffnung. Sie konnten entgegen aller Umfragen zulegen. Viele Menschen stehen für Zusammenhalt in der Gesellschaft und wählen daher Grün. Wir gratulieren unseren Deutschen KollegInnen herzlich zu diesem sehr guten Ergebnis."

"Angela Merkel hat mit Besonnenheit und Standhaftigkeit das Kanzlerinnenamt - trotz Verlusten - verteidigt", erklärte Lunacek weiter. Die Abwehr der rechtsradikalen Tendenzen gelang jedoch nicht. "Es ist traurig zu sehen, dass mit Angst, Hass und Neid die WählerInnen hinters Licht geführt werden. Damit gefährden rechtspopulistische Parteien den gesellschaftlichen Zusammenhalt", so Lunacek in ihrer Aussendung.

NEOS-Chef Matthias Strolz freute sich mit der wieder im Bundestag vertretenen FDP. Auf Twitter schrieb er: "Wow. Congrats an @fdp & dich @c_lindner zum großartigen Wiedereinzug. Zweistellig, Hut ab! Alles Gute für die nä Wochen & sehen uns in AUT."

19:18
 

CSU-Chef Horst Seehofer kündigt Härte in Flüchtlingspolitik an

Die CSU will nach der Bundestagswahl mit einem harten Kurs in der Flüchtlingsfrage der AfD den Wind aus den Segeln nehmen. "Wir hatten eine Flanke auf der rechten Seite, eine offene Flanke", sagte Parteichef Horst Seehofer am Sonntag in München. Diese Flanke gelte es nun zu schließen, "mit klarer Kante und klaren politischen Positionen".

Die CDU-Schwesterpartei war nach einer Hochrechnung des Bayerischen Rundfunks (BR) auf 38,7 (2013: 49,3) Prozent eingebrochen und hat damit ihr zweitschlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl eingefahren. "Wir müssen eine Politik für die Konservativ-Liberalen in Deutschland formulieren, die die Leute verstehen", sagte Seehofer dem Bayerischen Rundfunk.

Die CSU werde bei Verhandlungen in Berlin "keine falschen Kompromisse eingehen". Grundlage sei der "Bayernplan", in dem die Partei ihre abweichenden Positionen zur CDU formuliert hatte - darunter eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland. "Mit etwas anderem kann kein Parteivorsitzender aus Berlin zurückkommen", sagte Seehofer. Der 68-Jährige versuchte, eine Personaldebatte in der Partei angesichts des schlechten Ergebnisses zu ersticken. Es gehe jetzt um die Sache.

19:10
 

Le Pen gratuliert AfD zu "historischem Ergebnis"

Die Chefin von Frankreichs rechtspopulistischer Front National, Marine Le Pen, hat der AfD zu ihrem Abschneiden bei der deutschen Bundestagswahl gratuliert. "Ein Bravo für unsere Verbündeten von der AfD für dieses historische Ergebnis", schrieb Le Pen am Sonntag auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. "Das ist ein neues Symbol für das Erwachen der europäischen Völker."

19:04
 

AfD zweitstärkste Partei im Osten Deutschlands

Die rechtspopulistische AfD ist im Osten Deutschlands bei der Bundestagswahl am Sonntag laut einer Hochrechnung zweistärkste Partei. Hier mehr dazu: Hier hat die AfD die Wahl sogar gewonnen

18:59
 

+++ NÄCHSTE HOCHRECHNUNG +++

CDU 33,1%, SPD 20,4%, AfD 13,2%, FPD 10,4%, Grüne 9,3%, Linke 8,9%

18:52
 

+++ Merkel sieht Wahlziele erreicht +++

18:47
 

+++ Schulz will SPD-Chef bleiben +++

Hier mehr dazu: Martin Schulz will SPD-Chef bleiben

18:47
 

+++ NÄCHSTE HOCHRECHNUNG +++

Deutschland-Wahl: CDU 32,9%, SPD 20,2%, AfD 13,3%, FPD 10,5%, Grüne 9,3%, Linke 9,0%

18:44
 

CDU-Anhänger feiern "Mutti" Merkel

CDU Muttiviert © APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

18:36
 

Demonstration gegen AfD-Wahlparty in Berlin

Parallel zum Erfolg der AfD bei der deutschen Bundestagswahl haben sich am Sonntagabend in der Hauptstadt Berlin Demonstranten vor der Wahlparty der Rechtspopulisten versammelt.

Etwa 100 Menschen zogen am Sonntagabend zum Alexanderplatz, wo die AfD-Anhänger sich in einem Club in einem Hochhaus versammelt hatten. Sie pfiffen und riefen Anti-AfD-Parolen. Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten.

18:35
 

Historisches Debakel für CSU in Bayern

Die CSU hat bei der Bundestagswahl in Bayern nach einer ersten Prognose so schwach abgeschnitten wie seit 1949 nicht mehr. Auf die Schwesterpartei der CDU, die mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann als Spitzenkandidat angetreten war, entfielen nach einer Prognose des Bayerischen Rundfunks (BR) vom Sonntag nur noch 38,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die CSU lag damit noch unter den 42,5 Prozent von 2009, ihrem bisher zweitschlechtesten Ergebnis. Vor vier Jahren war die Christlich-Soziale Union (CSU) noch auf 49,3 Prozent gekommen.

18:32
 

FDP macht nicht zwangsläufig den "Ausputzer"

Nach den schweren Verlusten bei der deutschen Bundestagswahl steht der deutschen Kanzlerin Angela Merkel eine schwierige Koalitionsbildung ins Haus. Nach der Oppositionsansage der Sozialdemokraten zieren sich nämlich auch die Liberalen. Die FDP mache nicht zwangsläufig den "Ausputzer", sagte FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki am Sonntagabend in der ARD.

Kubicki kritisierte die Entscheidung der SPD, in die Opposition zu gehen. Seine Partei stehe deshalb aber nicht automatisch für eine Koalition zur Verfügung. Auch FDP-Generalsekretärin Nicola Beer ließ eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei offen. "Wir werden jetzt erst einmal abwarten", sagt sie im ZDF. Wenn die Kanzlerin bei der FDP anrufe und zu einer Regierungsbeteiligung einlade, werde man darüber sprechen. "Gedanken muss sich jetzt die Kanzlerin machen", sagte Beer.

18:26
 

Erste Hochrechnungen bestätigen Prognosen

Die Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Bundestagswahl vom Sonntag nach ersten Hochrechnungen der deutschen Fernsehsender mit deutlichen Stimmenverluste gewonnen. Die rechtspopulistische AfD ist mit einem zweistelligen Ergebnis erstmals im Parlament vertreten.

Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF (18.00 Uhr) kam die CDU/CSU auf 32,7 bis 33,3 Prozent (2013: 41,5). Die SPD von Kanzlerkandidat Martin Schulz landete mit 20,2 bis 20,8 Prozent (2013: 25,7) abgeschlagen auf Platz zwei.

Die AfD erreichte 13,2 bis 13,4 Prozent (2013: 4,7), die FDP (Liberale) kehrt nach vier Jahren Abwesenheit mit 10,1 bis 10,5 Prozent (2013: 4,8) ins nationale Parlament zurück. Die Partei Die Linke erreichte 8,9 Prozent (2013: 8,6), die Grünen 9,2 bis 9,4 Prozent (2013: 8,4). Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent (2013: 70,8 Prozent)

18:25
 

Unions-Fraktionschef: "Wahlziele erreicht"

Unions-Fraktionschef Volker Kauder sagte, dass seine Partei die "Wahlziele erreicht" habe. Gegen die Union könne keine Regierung gebildet werden: "Wir haben einen Regierungsauftrag." Angela Merkel bleibe Kanzlerin.

18:15
 

+++ ERSTE HOCHRECHNUNG +++

Erste offizielle Hochrechnung: CDU 32,7%, SPD 20,2%, AfD 13,4%, FDP 10,5% Grüne 9,4%, Linke 8,9%.

18:06
 

+++ SPD will in die Opposition gehen +++

Nach dem Wahldebakel hat sich die SPD-Spitze dafür ausgesprochen, in die Opposition zu gehen, berichtet FOCUS Online. Hier mehr dazu: SPD will in Opposition gehen

18:05
 

Gaulands erste Aussage

Wer auch immer an der Spitze stehen wird, "wir werden sie jagen", so AfD-Spitzenkandidat Gauland. Hier mehr dazu: Gauland: AfD will "Merkel jagen"

18:00
 

+++ ERSTE PROGNOSE +++

CDU 32,5%, SPD 20,0%, AfD 13,5%, FPD 10,5%, Linke 9,0% Grüne 9,5%

17:51
 

Extrem hohe Wahlbeteiligung in München

Bei der deutschen Bundestagswahl hat sich am Sonntag eine hohe Beteiligung in Ballungszentren abgezeichnet. In München gaben bis 17.10 Uhr einschließlich Briefwählern 89,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Vor vier Jahren waren es 20 Minuten später lediglich 70,60 Prozent gewesen. Die bayerische Landeshauptstadt gilt als Hochburg linksgerichteter Parteien.

Auch in der Hauptstadt Berlin lag die Wahlbeteiligung höher als im Jahr 2013. Bis 16.00 Uhr hatten 60,3 Prozent ihre Stimme abgegeben, um 1,9 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. Beobachter sahen darin ein mögliches Anzeichen für einen Mobilisierungseffekt gegen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD), die Umfragen zufolge bei ihrem zweiten Antreten locker den Einzug in den Bundestag schaffen und sogar drittstärkste Kraft hinter Union und SPD werden könnte.

17:40
 

CDU-Wahlparty wird von bewaffneten Polizisten abgesichert

Die Wahlparty der CDU soll in der Zentrale im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin stattfinden. Vor dem Gebäude wurden bewaffnete Polizisten positioniert.

17:20
 

Spannung steigt

Nicht mehr lange, dann gibt es die ersten Hochrechnungen. Wieviel Prozent wird die AfD erreichen? Auf wieviele Stimmen kommen Merkel und Schulz? Bald sollten diese Fragen geklärt sein.

17:00
 

Nur noch eine Stunde

Um 18.00 Uhr ist es so weit: Die Wahllokale schließen, die erste Hochrechnung sollte bald darauf veröffentlicht werden.

16:48
 

Frauke Petry schimpft gegen andere Parteien

Während die Wahl in Deutschland noch im Gange ist, hetzt AfD-Vorsitzende Frauke Petry gegen die Grünen und die SPD.

16:40
 

Letzte Umfragen sehen Union vorne

In den letzten Umfragen vor der Wahl lag die Union von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich vor der SPD von Herausforderer Martin Schulz. Erstmals ins Parlament einziehen dürfte die AfD.

16:18
 

Sobotka im deutschen Fernsehen

Der österreichische Innenminister Wolfgang Sobotka wird am Sonntagabend bei Maybrit Illner zum Thema "Deutschland nach der Wahl - neue Rolle in der Welt?" live mitdiskutieren. Mehr dazu hier: Sobotka bei Maybrit Illner zu Gast

16:08
 

Erste Trends sind da

Wahltrend2.png Umfrage vom 21. September

Hier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen: Erste Wahl-Trends sind da

16:00
 

Wahl läuft noch zwei Stunden

Um 18 Uhr schließen alle Wahllokale in Deutschland. Zwei Stunden haben die Bürger noch Zeit, ihre Stimme abzugeben.

15:53
 

So viele Wahlbeobachter wie noch nie

Die OSZE schickt dieses Jahr so viele Wahlbeobachter wie noch nie, die die Regeln der Wahlkampffinanzierung beobachten. Außerdem wird geprüft, ob die AfD vom Staat benachteiligt wird. Die große Menge an Wahlbeobachtern soll jedoch auch ein Signal für andere Länder sein, mehr Wahlbeobachter zuzulassen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

15:41
 

Wahlbeteiligung etwas niedriger als 2013

Während es am Vormittag nach einer höheren Wahlbeteiligung als bei der vorherigen Wahl aussah, haben bis 14.00 Uhr mit 41,1 Prozent leicht weniger Menschen ihre Stimme abgegeben als 2013. Bei der letzten Bundestagswahl hatte die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 41,4 Prozent gelegen.

15:37
 

Sigmar Gabriel: "Es sieht nicht gut aus"

Schulz-Vorgänger und SPD-Politiker Sigmar Gabriel sagte bei seiner Stimmabgabe, dass es für seine Partei nicht gut aussehe. Er hatte gegen 12.40 mit seiner Frau in einem Wahllokal in Goslar gewählt.

Sigmar Gabriel Wahl © APA/AFP/dpa/SWEN PFORTNER

15:20
 

Karte zeigt, wie das Ausland wählen würde

15:00
 

Sondersendung zur Wahl

oe24.TV berichtet LIVE zur Bundestagswahl 2017 in Deutschland. Hier geht's zum Livestream.

14:33
 

Jetzt wählt Merkel!

Um 14.30 Uhr ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Ehemann Joachim Sauer im Wahllokal eingetroffen. Hier mehr dazu: Merkel wählte – und hüllte sich in Schweigen

14:03
 

Alles wartet auf Merkel

In jenem Berliner Wahllokal, in dem Merkel in Kürze wählen soll, haben sich unzählige Journalisten versammelt.

14:00
 

Vorraussichtlich sechs statt vier Fraktionen im Bundestag

Wahlberechtigt sind rund 61,5 Millionen Deutsche. Sie können unter 42 Parteien und 4.828 Bewerbern auswählen. Nach den Umfragen dürfte auch diesmal die christdemokratische Union (CDU/CSU) erneut stärkste Kraft werden - mit Abstand, gefolgt von den Sozialdemokraten (SPD). Die beiden Formationen hatten in den vergangenen vier Jahren eine Große Koalition gebildet. Im neuen Parlament dürften wohl durch den Wiedereinzug der liberalen FDP und den erstmaligen Einzug der rechtspopulistischen AfD (Alternative für Deutschland) voraussichtlich sechs statt bisher vier Fraktionen vertreten sein.

13:44
 

Uneinheitliches Bild bei Wahlbeteiligung

Bei der Bundestagswahl in Deutschland hat sich nach ersten regionalen und lokalen Stichproben kein einheitlicher Trend ergeben, was die Beteiligung betrifft.

In München gaben nach Angaben der Stadt bis kurz vor 12.00 Uhr 57,1 Prozent der Wahlberechtigten - inklusive einer deutlich erhöhten Zahl von Briefwahlstimmen - ihr Votum ab. Das sind mehr als zehn Punkte als 2013. Im norddeutschen Flächenland Niedersachsen dagegen lag die Wahlbeteiligung um 12.30 Uhr mit 32,08 Prozent um etwa einen Punkt hinter den Zahlen von 2013 zurück. Deutlich unter dem Wert von vor vier Jahren blieb auch Thüringen mit einem Minus von mehr als sechs Prozentpunkten bis zum Mittag sowie Schleswig-Holstein.

13:17
 

+++ Russen-Angriff auf deutsche Wahl +++

Wie "Bild.de" berichtet, pushen russische Accounts auf Twitter die Kampagne der AfD. "Die fortwährende Verbreitung von rechtsextremen Nachrichten legt nahe, dass der Bot-Manager entweder ein AfD-Unterstützer ist, oder dass die AfD das russische Bot-Netzwerk dafür bezahlt, ihre Nachrichten zu verbreiten", so die Open Source-Denkfabrik "DFRLab" laut der Zeitung.

Hier mehr dazu: Russische Bots werben auf Twitter für AfD

13:12
 

Außenminister Gabriel hat gewählt

Auch der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat seine Stimme abgegeben. Er wählte in Goslar (Niedersachsen) mit seiner Ehefrau Anke.

Sigmar Gabriel Wahl © APA/AFP/dpa/SWEN PFORTNER

12:59
 

Martin Schulz mit Video-Botschaft

"Ich war wählen. Jetzt seid Ihr dran", postete der SPD-Kanzlerkandidat auf Facebook.

12:48
 

Juden warnen vor AfD

"Eine Partei, die Kandidaten und Abgeordnete mit antisemitischen, völkischen und rassistischen Ansichten in ihren Reihen hat, ist für anständige Menschen nicht wählbar", so das Schreiben.

12:37
 

Steinmeier dankt den Wahlhelfern

Der deutsche Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, dankte am Sonntag den ungefähr 650.000 Wahlhelfern. Darüber hinaus zeigte er sich über die rege Wahlbeteiligung erfreut.

Steinmeier Wahl © APA/dpa/Bernd von Jutrczenka

12:22
 

So sollte der ausgefüllte Wahlzettel eher nicht aussehen...

12:18
 

AfD-Vorsitzende Petry hat gewählt

Frauke Petry, Bundesvorsitzende der AfD, hat ihre Stimme in Leipzig abgegeben.

Frauke Petry Wahl © APA/Sebastian Willnow

11:54
 

30% haben in Dresden gewählt

Auch in Dresden scheint die Wahlbeteiligung hoch zu sein, bereits jeder Dritte der 429.500 Wahlberechtigten hat am Vormittag seine Stimme abgegeben.

11:31
 

In Bayern haben schon 40% gewählt

Die Wahlbeteiligung in Bayern dürfte höher sein als bei den Wahlen zuvor. Bereits am Vormittag haben 40,2 Prozent gewählt.

11:17
 

Größter Bundestag aller Zeiten zu erwarten

Wahlberechtigt sind rund 61,5 Millionen Deutsche. Sie können unter landesweit 42 Parteien und 4.828 Bewerbern auswählen. Gewählt wird in 299 Wahlkreisen. Den Umfragen nach dürften künftig sechs statt zuletzt vier Fraktionen im Bundestag vertreten sein. Die Zahl der Abgeordneten könnte laut Schätzungen des Politologen Joachim Behnke von 630 auf bis zu etwa 700 steigen und wäre damit so groß wie nie zuvor (bisheriger Rekord: 672 Abgeordnete nach der Wahl 1994). "Keine andere Demokratie der Welt hätte dann so viele Sitze im Parlament", sagte Behnke der Deutschen Presse-Agentur.

11:09
 

Mats Hummels mit Wahlaufruf

In einem Video erklärte der Fußball-Star, warum es wichtig ist, zur Wahl zu gehen.

10:49
 

Grünen-Politiker wirbt mit "Sex" für Wahl

Volker Beck (Grüne) hat auf Facebook einen Aufruf zur Wahl gestartet. Auf dem Bild ist groß der Begriff "Sex" zu lesen, um die Aufmerksamkeit der Leser zu erregen. "Da ich nun deine Aufmerksamkeit habe: Am 24. September ist Bundestagswahl. Bitte geh wählen, denn das ist wie Zähneputzen. Macht man's nicht, wird's braun", so der Text darunter.

Das Bild wurde zuvor von der Streetart- und Aktionskünstlerin "Barbara" veröffentlicht.

10:40
 

SPD-Kandidat Schulz hat schon gewählt

Kanzlkerkandidat Martin Schulz hat in Nordrhein-Westfahlen abgestimmt. "Das ist die entscheidende Stimme", sagte er laut "Bild.de", als er den Umschlag in die Urne warf. Auch Ehefrau Inge war mit dabei.

Schulz Ehefrau Wahl © Reuters

10:18
 

Deutsche Wähler haben zwei Stimmen

Für die Bundestagswahl in Deutschland gilt ein personalisiertes Verhältniswahlrecht. Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme entscheidet er, welcher Kandidat seiner Ansicht nach seinen Wahlkreis im Parlament vertreten soll, mit der Zweitstimme trägt er zur Festlegung der prozentualen Verteilung der Sitze im Parlament fest.

Die Zweitstimme ist also wichtiger, denn sie entscheidet über die Machtverhältnisse in Deutschland.

10:03
 

"Wenn du AfD wählst, wählst zu Neonazis"

Comic-Star Ralph Ruthe sorgte auf Facebook für Wirbel, als er eine deutliche Stellungnahme gegen die AfD postete. "Nicht jeder AfD-Wähler ist ein Nazi, aber wenn du AfD wählst, wählst du Neonazis", so die Quintessenz des Postings.

09:58
 

Trump wünschte Deutschland erfoilgreichen Urnengang

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland eine erfolgreiche Bundestagswahl am Sonntag gewünscht. Das habe Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in einem Telefonat gesagt, wie das Weiße Haus mitteilte. Trump habe zudem die unerschütterliche Bindung zwischen den USA und Deutschland unterstrichen.

09:39
 

Grünen-Spitzenkandidat Özdemir hat gewählt

Der Spitzenkandidat der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, gab schon am Sonntagmorgen seine Stimme in einem Wahllokal in Berlin ab.

Özdemir Wahllokal © APA/dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberger

09:34
 

Der Bundeswahlleiter erinnerte auf Twitter die Wähler daran, den Personalausweis und die Wahlbenachrichtigung mitzunehmen. Sollte man die Benachrichtigung jedoch zu Hause vergessen haben, ist dies kein Problem, solange man im Wählerverzeichnis eingetragen ist und den Personalausweis bzw. Reisepass bei sich hat, berichtet "Bild.de".

09:24
 

Merkel wählt am Nachmittag

Wie "Bild.de" berichtet, will Kanzlerin Merkel gegen 14.30 Uhr in Berlin wählen gehen. Kanzlerkandidat Schulz wird gegen 10 Uhr in seiner nordrhein-westfälischen Heimatstadt Würselen seine Stimme abgeben.

09:04
 

"Es geht bei dieser Wahl um viel"

Es sei vielleicht noch nie so spürbar wie jetzt gewesen, dass es bei der Bundestagswahl "auch um die Zukunft der Demokratie und die Zukunft Europas" gehe, schrieb Steinmeier. "Es geht bei dieser Wahl um viel. Wenn Sie wählen, geht es um das, was Ihnen wichtig ist."

08:57
 

Wahl Berlin © APA/dpa/Maurizio Gambarini Ein Berliner gibt seine Stimmen zur Bundestagswahl 2017 ab.

08:52
 

Technische Probleme

In Berlin-Friedrichshain kam es am Sonntagmorgen zu technischen Problemen, berichtet "Bild". Die ersten Wähler wurden wieder nach Hause geschickt, da die Wählerlisten ausgetauscht werden müssen.

08:48
 

Steinmeier ruft Bürger zu reger Beteiligung auf

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl am Sonntag aufgerufen. "Wahlrecht ist Bürgerrecht", schrieb das Staatsoberhaupt in einem Wahlaufruf in der Zeitung "Bild am Sonntag". "Für mich ist es in einer Demokratie vornehmste Bürgerpflicht. Gehen Sie zur Wahl!"

Frank-Walter Steinmeier © APA/AFP/MICHAL CIZEK

08:30
 

Erste Prognosen gegen 18.00 Uhr

Erste Prognosen wurden mit Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet. Das vorläufige Endergebnis dürfte nach Mitternacht vorliegen. Der neue Bundestag konstituiert sich spätestens 30 Tage nach der Wahl. Er wählt auch den neuen Bundeskanzler - allerdings erst nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen den Parteien.

08:24
 

Fortsetzung der großen Koalition eher unwahrscheinlich

Merkel regiert Deutschland seit Ende 2005. Eine Fortsetzung der bisherigen großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gilt als eher unwahrscheinlich. Je nach Wahlausgang ist auch eine Koalition der CDU/CSU mit Liberalen und Grünen denkbar.

08:18
 

Merkel trotz Verlusten klar vorne

In den Umfragen der vergangenen Wochen lagen die Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei deutlichen Verlusten im Vergleich zu 2013 klar vorne. Die Sozialdemokraten mit Kanzlerkandidat Martin Schulz fanden sich weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Im neuen Parlament dürften insgesamt sechs Fraktionen vertreten sein, unter ihnen auch zum ersten Mal die rechtspopulistische AfD.

08:09
 

Bundestagswahl hat begonnen

In Deutschland hat am Sonntag die mit Spannung erwartete Bundestagswahl begonnen. Rund 61,5 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Zusammensetzung des Parlaments und damit auch über die nächste Regierung von Europas größter Volkswirtschaft zu entscheiden.

08:02
 

Herzlich Willkommen zum Live-Ticker

Hier informieren wir Sie heute zu allen aktuellen Entwicklungen der deutschen Bundestagswahl.

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