Warschau zittert vor großer Flutwelle

Angespannte Stadt

Warschau zittert vor großer Flutwelle

Die Stadt sei gut vorbereitet, versicherte Stadtpräsidentin Hanna Gronkiewicz-Waltz. 200.000 Sandsäcke stünden zur Verfügung. Zusätzliche Feuerwehr- und Militärkräfte könnten eingesetzt werden, sagte eine Stadtsprecherin. Den höchsten Stand von geschätzten 7,80 Metern sollte der Fluss am Freitag erreichen - ein Rekordstand der Nachkriegszeit.

100.000 Menschen bedroht
Als am stärksten gefährdet gelten Gebiete am rechten Stadtufer, darunter der Zoologische Garten. Laut Stadtbehörden können die Deiche einem Weichsel-Pegel von bis zu 8 Metern standhalten. Falls sie brächen, wären bis zu 100.000 Menschen bedroht, sagte der Chef des Verwaltungsbezirks Mazowsze, Jacek Kozlowski.

Lage in Südpolen schon etwas entspannter
Im Süden Polens entspannte sich die Lage im Tagesverlauf. Im südlichen Teil des Einzugsgebiets der Weichsel und der Oder gingen die Wasserstände zurück, die Flutwelle bewegte sich flussabwärts nach Norden. Die Menschen in den betroffenen Gebieten litten aber weiter unter den Folgen der Flut. Große Gebiete bei Sandomierz und Tarnobrzeg standen unter Wasser. Dutzende Häuser waren einsturzgefährdet.

In der Umgebung von Oppeln in Schlesien hatten am Vormittag 20.000 Menschen keinen Strom. Mehr als 30 Schulen und Kindergärten sowie ein Gericht blieben geschlossen. Polens Regierungschef Donald Tusk sagte, die durch das Hochwasser verursachten Schäden könnten sich auf mehr als 2 Mrd. Euro summieren.

Hochwasser bewegt sich auf Deutschland zu
Nach den schweren Überschwemmungen in Polen nähert sich das Oder-Hochwasser Deutschland. Im Südosten Polens, wo das Hochwasser von Oder, Weichsel und anderen Flüssen sechs Menschen getötet hatte, beruhigte sich die Lage, im Norden wuchs die Flutgefahr.

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