Was geschieht mit dem Wikileaks-Gründer?

Muss sich verstecken

Was geschieht mit dem Wikileaks-Gründer?

Julian Assange ist nicht überall sehr beliebt. Der Wikileaks-Gründer ist derzeit abgetaucht. Seinen Aufenthaltsort kennt niemand, vermutet wird er in Großbritannien.

Dass der Australier sich versteckt, dafür gibt es gute Gründe: Assange hat sich um eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in Schweden bemüht. Nach der Veröffentlichung Tausender Unterlagen zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan stellte ein Gericht dort jedoch einen Haftbefehl gegen den 39-Jährigen wegen Vorwürfen sexueller Belästigung und Vergewaltigung aus.

Opfer eines Komplotts?
Assange selbst spricht von einer Schmutzkampagne im Zusammenhang mit seiner Arbeit. Assange weist die Vorwürfe zurück; er sieht sich als Opfer eines Komplotts und ist abgetaucht. Als seinen "ärgsten Feind" bezeichnete Assange in einem Interview die US-Armee und die Banken, die die größten Ressourcen investiert hätten, um Wikileaks Steine in den Weg zu legen.

Auch in seiner Heimat könnten ihm juristische Probleme drohen. Das australische Justizministerium ermittelt, ob Assange gegen Gesetze verstoßen hat.

Heftige Kritik an Wikileaks
Seine Plattform, die sich selbst als "ersten Geheimdienst des Volkes" bezeichnet, wird immer wieder heftig kritisiert. US-Regierung und die NATO werfen ihr vor, Soldaten und Zivilisten in Lebensgefahr zu bringen und die nationale Sicherheit zu gefährden - so auch jetzt wieder im Fall der Depeschen von US-Diplomaten.

Kritiker werfen Wikileaks auch vor, Transparenz zu fordern, selbst aber wenig von sich preiszugeben. Die Betreiber rechtfertigen das mit dem Schutz ihrer Informanten.

Ecuador bietet Asyl
Die ecuadorianische Regierung will Assange bei Bedarf nun ein neues Zuhause anbieten. Der stellvertretende Außenminister Kintto Lucas erklärte, Assange könne "ohne jede Art von Schwierigkeiten und ohne jegliche Bedingungen" in dem lateinamerikanischen Staat leben. Er solle sich dort ungehindert äußern können.

Derzeit bereitet Assange gerade den nächsten brisanten Coup vor: Es soll sich um Enthüllungen zu einer großen US-Bank handeln.

 

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