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Weltweite Ausschreitungen bei 1.Mai Demos

Tote und Festnahmen

Weltweite Ausschreitungen bei 1.Mai Demos

Ein Toter und mehr als 200 Festnahmen in Istanbul, Ausschreitungen in Paris, ein Polizei-Großaufgebot in Berlin-Kreuzberg: Rund um den Globus sind Menschen zum 1. Mai auf die Straßen gezogen.

In Moskau versammelten sich 100.000 Russen friedlich zum Tag der Arbeit, in Kuba demonstrierten mehrere hunderttausend Menschen für die linken Regierungen in Lateinamerika.

Istanbul
Im Zentrum Istanbuls setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten ein, die trotz eines Verbots versuchten, zum abgeriegelten Taksim-Platz vorzudringen. Ein 57-jähriger Passant wurde von einem Wasserwerfer überfahren und tödlich verletzt, als er am Rande der Auseinandersetzungen eine Straße überqueren wollte.

207 Demonstranten wurden nach Behördenangaben festgenommen, weil sie zum Taksim-Platz marschieren wollten. Fast 25.000 Polizisten waren im Einsatz.

 In der Hauptstadt Ankara nahm die Polizei am Sonntag vier mutmaßliche Anhänger der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) fest, die Anschläge auf die Feiern zum 1. Mai geplant haben sollen. Mehrere Kundgebungen wurden deswegen abgesagt.

Paris
In Paris war es aus Wut über eine geplante Arbeitsmarktreform der sozialistischen Regierung schon in den vergangenen Tagen mehrfach zu teils gewaltsamen Protesten gekommen. Am Sonntag gingen landesweit 84.000 Menschen auf die Straßen, in Paris waren es nach Angaben der Präfektur 17.000.

Gegen mehrere Vermummte, die auf Sicherheitskräfte losgehen wollten, ging die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern vor. "Jeder hasst die Polizei", rief die Gruppe gewaltbereiter Demonstranten. "Zieht das Arbeitsgesetz zurück", skandierte der größte Demonstrationszug, der am Pariser Bastille-Platz gestartet war.

Havanna
Auch auf dem Revolutionsplatz in Havanna war eine gewaltige Menschenmenge zusammengeströmt. "Wir verurteilen die Manöver, mit der linke und progressive Regierungen vertrieben werden sollen", rief die Generalsekretärin des Gewerkschaftsverbandes, Ulises Guilarte.

Wien
In Wien wurde Kanzler Werner Faymann (SPÖ) ausgebuht, als er vor 80.000 Menschen seine Asylpolitik verteidigte. In Madrid verlangten tausende Menschen ein Ende der Sparpolitik und einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA über ein Freihandelsabkommen.

Berlin
Im Anschluss an die so genannte "Revolutionäre 1.-Mai-Demo" ist es im Berliner Stadtteil Kreuzberg zu gewaltsamen Übergriffen gekommen. Demonstranten hätten Steine und Flaschen auf Polizisten geschleudert, teilte ein Polizeisprecher am Abend mit. Die Beamten hätten daraufhin zwei Verdächtige festgenommen.




 

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