Assad sieht Verschwörung

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Westen kritisiert Massaker in Syrien

Das Massaker in der syrischen Stadt Hama am Vorabend des Fastenmonats Ramadan ist von der internationalen Gemeinschaft auf das Schärfste verurteilt worden. Neben US-Präsident Barack Obama kritisierten sowohl die Vereinten Nationen als auch die EU am Sonntagabend das brutale Vorgehen der syrischen Armee gegen die Widerstandshochburg Hama. Präsident Bashar al-Assad verteidigte das Vorgehen dagegen als Reaktion auf eine Verschwörung, deren Ziel die Zerschlagung Syriens und auch der gesamten Region sei.

Minestens 100 Tote
Mindestens 100 Menschen wurden nach Oppositionsangaben bei der am Sonntagmorgen begonnenen Militäroffensive gegen die viertgrößte Stadt des Landes getötet. Über 100 weitere erlitten Verletzungen, berichteten syrische Aktivisten in Beirut. Landesweit wurden am Sonntag nach Oppositionsangaben rund 140 Menschen getötet.

Assad: "Verschwörungen machen uns nur stärker"
In einem Beitrag für die Armeezeitschrift zum 66. Jahrestag der Gründung der Streitkräfte Syriens am Montag sprach Assad von Verschwörungen. Syrien sei aber durchaus in der Lage, Verschwörungen zu zerschlagen, wurde Assad in der Nacht zum Montag von der Agentur Sana zitiert. "Verschwörungen machen uns nur stärker", hieß es.

Nach Darstellung Assads sei das Ziel der Verschwörung, Syrien zu zerschlagen. Dies wiederum sei Teil eines Komplotts, die gesamte Region zu zerschlagen. Allerdings hätten die Verschwörer übersehen, dass Syrien "einzigartige Eigenschaften" besitze, die das Land "immun gegen Verschwörungen" machten. Daher werde dieser "bösartige Angriff" nicht anders als vorhergegangene Attacken enden.

USA entsetzt über Gewalt in Syrien
US-Präsident Obama reagierte entsetzt auf das Massaker in Hama. Obama teilte in Washington mit, die USA arbeiteten mit anderen Staaten weiter daran, die Führung in Damaskus international zu isolieren. "Die Berichte aus Hama sind schrecklich und sie zeigen den wahren Charakter des syrischen Regimes", sagte der US-Präsident am Sonntag nach Angaben des Weißen Hauses.

UNO droht mit strafrechtlicher Verfolgung
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon drohte dem Regime Assad mit einer strafrechtlichen Verfolgung. "Die syrischen Behörden sind verantwortlich für ihr Handeln und können nach internationalem Recht für alle Gewaltakte gegen ihr Volk zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Ban in New York.

EU ist schockiert
In Brüssel zeigte sich die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton "schockiert" über das Massaker in Hama. "Dieser Angriff und die laufenden Einsätze auch in anderen syrischen Städten sind unmittelbar vor Beginn des heiligen Monats Ramadan noch inakzeptabler als ohnehin", heißt es in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung Ashtons. Die Verantwortlichen für das blutige Vorgehen gegen Oppositionelle in Hama müssten vor Gericht kommen.

Hama war bereits 1982 Schauplatz eines Massakers. Damals starben nach unbestätigten Berichten über 20.000 Menschen, als die Armee - damals regierte Assads Vater Hafis al-Assad - mit brutaler Gewalt gegen aufständische Sunniten in der Stadt vorging.

An diesem Montag beginnt in den meisten arabischen Ländern, so auch in Syrien, der Fastenmonat Ramadan. Syrische Aktivisten hatten für den heiligen Monat tägliche Proteste angekündigt.

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