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Wieder Alk-Aufregung um Zeman

Tschechien

Wieder Alk-Aufregung um Zeman

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Nach den Sex-Party-Gerüchten um seine hübsche Tochter steht er jetzt wieder selber im Mittelpunkt des Interesses, denn ein Unfall, bei dem sich Zeman das rechte Knie verletzt hat, sorgt für neue Spekulationen über angeblichen Alkoholkonsum. Der Gesundheitsminister und Chef des Ärzteteams von Zeman, Martin Holcat, sowie Zemans Ehefrau bestreiten die Gerüchte über das 69-jährige Staatsoberhaupt, das seit mehr als einer Woche auf einen Rollstuhl bzw. Krücken angewiesen ist.

Schmerzhafter Bluterguss
Die neuen Spekulationen über Zeman, der sonst keinen Hehl aus seiner Neigung zu Alkohol und Zigaretten macht, machten Ende Oktober die Runde, als Zeman mit verletztem Knie in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Ein schmerzhafter Bluterguss wurde diagnostiziert, operiert werden musste das Knie aber nicht.

Video zum Thema Präsident Milos Zeman: Betrunken oder krank?

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Sofort tauchten Gerüchte auf, dass dahinter "wieder eine Grippe" stecken könnte. Dies ist eine Anspielung auf die Affäre vom Frühjahr, als Zeman bei der feierlichen Eröffnung einer Ausstellung der tschechischen Krönungsinsignien auf der Prager Burg laut Medienberichten durch einen "schwankenden Gang" und dem dringenden Bedarf, sich an die Wand zu lehnen, auffiel. Mit "Grippe" war damals das Unwohlsein Zemans bei dem Anlass offiziell begründet worden. Zeman selbst sprach von "39,2 Grad Fieber".

Im Dunkeln gestolpert
Die jetzige Knieverletzung Zemans wurde offiziell damit begründet, dass der Präsident in der Nacht im Dunkeln in seiner Residenz über einen Teppich gestolpert sei. Sein Hunde habe den Teppich in Unordnung gebracht. Da Zeman sein Arbeitsprogramm für die nächsten Wochen absagte und seit mehreren Tagen nicht in der Öffentlichkeit erschienen ist, gingen die Spekulationen noch weiter: Zeman könnte einen Schlaganfall erlitten oder sich das Gesicht verletzt haben, hieß es.

So wandte sich Holcat gegen die "wiederholten, die Ehre verletzenden und lügnerischen Medienberichte". "Ich muss mich als Arzt gegen unwahre Behauptungen entschieden wehren, wonach es in Folge von Alkoholkonsum zu dem Unfall gekommen sei oder dass es sich um einen Schlaganfall mit nachfolgender Bewusstlosigkeit und Gesichtsverletzung gehandelt habe. Nichts davon entspricht der Wahrheit", betonte der Minister.

"Lästerung"

Ähnlich reagierte Zemans Ehefrau Ivana. Dass man über einen Menschen im Rollstuhl scherzt, sei "Lästerung", beschwerte sie sich in einem Interview mit der Tageszeitung "Mlada fronta Dnes". Sie sprach auch von "Verlust des Respekts vor der Autorität des Präsidenten".

Der Sprecher des früheren Staatspräsidenten Vaclav Havel (1993-2003), Ladislav Spacek, kommentierte das Geschehen um Zeman mit den Worten, eine Knieverletzung könne jedem passieren. Allerdings sei es ein Unterschied gewesen, wenn der frühere Präsident Vaclav Klaus (2003-13) mit Krücken in der Öffentlichkeit erschienen sei. Man habe gewusst, dass dies auf Sport zurückzuführen war, weil der Sport zu Klaus' Image gehörte. Im Falle Zemans denke man gleich an Alkohol. "Milos Zeman erntet leider das, was er selbst gesät hat", meinte Spacek.

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