Wirbel nach Tod von 17-Jährigem bei Verfolgungsjagd

Slowakei

Wirbel nach Tod von 17-Jährigem bei Verfolgungsjagd

Der Tod eines 17-Jährigen bei einer Verfolgungsjagd nahe der slowakischen Stadt Zarnovica am Sonntag geht auf den Schuss eines Polizisten zurück. Das bestätigte Polizeipräsident Tibor Gaspar am Montag in Bratislava. Das Opfer war auf dem Rücksitz eines Autos gesessen, das vor einer Polizeistreife davonfuhr.

Die Polizisten wollten das Auto nach Gaspars Angaben wegen rücksichtsloser Fahrweise aufhalten. Der 19 Jahre alte Lenker - schon länger ohne Führerschein - sei aber losgefahren und habe auf der Flucht andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Nach einigen Warnschüssen habe ein Polizist auch direkt auf das Auto geschossen, um es zum Stehen zu bringen. Der Lenker sei weitergefahren, obwohl er wusste, dass sein Beifahrer getroffen worden war. Erst ein Unfall habe die Flucht gestoppt.

Der Polizeischütze habe durch die getönten Autoscheiben nicht erkennen können, dass weitere Menschen im Auto gewesen seien, erklärte Gaspar. Ob seine Vorgehensweise angemessen war, soll durch interne Ermittlungen geklärt werden.
 

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