Wirbel um Fake-Spendenkampagne für krankes Mädchen

150.000 Euro ergaunert

Wirbel um Fake-Spendenkampagne für krankes Mädchen

Eine großangelegte Spendenkampagne für ein schwer krankes Mädchen erhitzt in Spanien die Gemüter - denn der Vater soll die Krankengeschichte der Tochter zum Teil erfunden haben. Die elfjährige Nadia soll nach seinen Worten an einer seltenen und lebensbedrohlichen Stoffwechselkrankheit leiden und mit einer kostspieligen Behandlung in den USA gerettet werden können.

Im Rahmen der Kampagne "#UnaGranHistoriaDeAmor" (eine große Liebesgeschichte) hatten daraufhin auch Prominente zu Geldspenden für das Mädchen aufgerufen. Innerhalb weniger Tage wurden 150.000 Euro gesammelt.

Behandlung nur ausgedacht

Die Zeitung "El Pais" berichtete aber am Wochenende, dass der Vater sich die angeblich nötige Behandlung in Houston nur ausgedacht habe. Daraufhin leitete ein Richter am Montag Ermittlungen ein. Diese sollen klären, ob das Kind tatsächlich an der Krankheit leidet und was mit dem gespendeten Geld geschehen ist.

Laut "El Pais" weiß in der US-Klinik niemand etwas von dem Fall. Stattdessen soll die Familie Schulden gehabt haben, die sie mit der Krankengeschichte zu lösen gehofft haben soll. Auf Anweisung des Richters wurden die Konten des Mannes zunächst eingefroren. Dieser erklärte auf Facebook, er werde das Geld umgehend zurückgeben und kündigte für Mittwoch eine Pressekonferenz an. Dem TV-Sender Antena 3 sagte er: "Der größte Teil der Geschichte ist wahr, auch wenn Teile übertrieben wurden - einfach aus Angst, meine Tochter zu verlieren."

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