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Wirbelsturm auf Sardinien: 18 Tote

Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern auf Sardinien ist weiter gestiegen. 18 Menschen kamen ums Leben, sechs werden vermisst, berichtete der Präsident der Region Sardinien Ugo Cappellacci. 20.000 Menschen sind von der Schlechtwetterfront "Cleopatra" betroffen, die sintflutartige Regenfälle gebracht hat und Flüsse über die Ufer treten ließ.

Etwa 3.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und die Nacht in Schulen, Turnhallen und Hotels verbringen. Straßen wurden unpassierbar, Brücken stürzten ein. 800 Personen wurden allein in der Provinz Oristano evakuiert. Rettungskräfte waren die ganze Nacht im Einsatz.

Diashow Wirbelsturm fegt über Sardinien

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Die Höhe der Schäden ist noch unklar. Zivilschutzchef Franco Gabrielli koordinierte die Hilfsaktion. Zu den Opfern zählt eine vierköpfige Familie aus Brasilien, die sich in ihrer Wohnung in der Ortschaft Arzachena befand, als sie vom Wasser weggerissen wurden. Ein Kind, das als vermisst gemeldet worden war, wurde tot aufgefunden.

Auf einer Bundesstraße stürzte eine Brücke ein und riss drei Menschen in den Tod. Viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Teilweise fiel der Strom aus. Der Straßen- und Schienenverkehr wurde behindert. Schiffe und Flugzeuge hatten Verspätung. Viele Schulen blieben am Dienstag geschlossen. Rettungskräfte waren die ganze Nacht im Einsatz. Der Zivilschutz ist besorgt, denn laut Wetterprognosen ist mit weiteren heftigen Regenfällen aus Sardinien zu rechnen.

Notstandskomitee
„In wenigen Stunden ist in der Gegend so viel Regen wie in einem Halbjahr gefallen“, berichtete Letta. Ein Notstandskomitee wurde eingesetzt, um den evakuierten Familien Unterstützung zu sichern und die Schäden zu bewerten. Ministerpräsident Enrico Letta, der wegen der Unwetterkatastrophe eine Ministerratsitzung einberief, sprach von einer "nationalen Tragödie".

20 Millionen Euro machte die Regierung für Hilfsmaßnahmen locker. „Die Zahl der Todesopfer und der Evakuierten ist erschütternd“, meinte Letta. Staatspräsident Giorgio Napolitano erklärte sich mit der betroffenen Bevölkerung auf Sardinien solidarisch.

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