Wut-Demos auch in Europa

Al-Kaida ruft zu weltweiten Attacken

 

Wut-Demos auch in Europa

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© Reuters

Weltweit wüten Muslime gegen die Beleidigung ihres Propheten. Die Proteste erreichen Europa, die USA glauben nicht an Beruhigung.
Kairo. Die gewalttätigen Proteste gegen den Mohammed-Schmähfilm gingen am Wochenende nicht nur in muslimischen Ländern ungebrochen weiter. Auch in Europa und anderen Teilen der Welt kam es zu massiven Protesten. Während in Afghanistan die radikal-islamische Al-Kaida Muslime weltweit zu weiteren Angriffen auf Botschaften und Diplomaten der USA aufrief, verurteilen aber erste arabische Zeitungen die Krawalle, die mehreren Menschen das Leben gekostet haben.
Doch US-Präsident Barack Obama bleibt pessimistisch. Er rechnet nicht mit einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten. Das Weiße Haus geht davon aus, dass die gewaltsamen Proteste, bei denen vier US-Diplomaten getötet wurden, zu einer „anhaltenden Krise mit unvorhersehbaren diplomatischen und politischen Konsequenzen“ führen könnten.
Die USA zogen deshalb ihre Diplomaten aus dem Sudan und Tunesien ab. Prophet Mohammed als blutiger Kinderschänder In Kairo, wo die Massendemonstrationen am Dienstag begonnen hatten, stürmten am Wochenende Sicherheitskräfte den Tahrir-Platz nahe der US-Botschaft, um Hunderte Demonstranten auseinanderzutreiben. In der Stadt war in der Nacht auf Samstag ein 35 Jahre alter Mann in der Nähe der stark gesicherten US-Botschaft erschossen worden.
Die Protestierer wollten den amerikanischen Botschafter aus dem Land werfen, um die USA für den Film zu strafen, in dem der Religionsbegründer Mohammed als blutrünstiger Kinderschänder und Volltrottel dargestellt wird.In Tunesien stieg die Zahl der Todesopfer bei den Attacken auf die dortige US-Vertretung auf vier. In Indien wurde ein Muslim während der Proteste erschossen. Auch in Pakistan demonstrierten 5.000 wütende Muslime.

Erste Aufrufe von Muslimen zur Mäßigung

Doch es gibt eben auch erste Aufrufe zur Mäßigung. Aus Saudi-Arabien meldete sich der Vorsitzende des Obersten Rates der Religionsgelehrten und Großmufti zu Wort. Wer seinem Zorn nachgebe, mache sich letztlich nur zum


Sudan nimmt Merkel ins Visier

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Die deutsche Bundeskanzlerin soll „Beleidigung des Islam gutgeheißen“ haben.
Khartum. Sogar der sudanesische Außenminister Ali Ahmed Karti rief zur Plünderung der deutschen Botschaft im Sudan auf. Die Schuld an der Gewalt gab er Kanzlerin Merkel.
- Karikaturen: Zum einen habe Merkel vor zwei Jahren in Berlin den mit dem Tod bedrohten dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard geehrt, dessen Zeichnung des Propheten Mohammed 2006 für Aufruhr in der islamischen Welt gesorgt hatte.
-  Hass-Pastor: Außerdem habe die rechtspopulistische Splitterpartei Pro NRW den US-Hassprediger Terry Jones nach Deutschland eingeladen.

VIDEO - Gewalt eskaliert nach islamkritischen Film:

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