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Zehn Tote bei neuem Cholera-Ausbruch

Haiti

Zehn Tote bei neuem Cholera-Ausbruch

Bei einem erneuten Ausbruch der Cholera in Haiti sind in den vergangenen Tagen mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1.000 Personen seien in Carrefour südlich der Hauptstadt Port-au-Prince in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums der Karibikinsel, Gabriel Timothee, am Mittwoch. Angaben örtlicher Behördenvertreter in mehreren Medien, wonach bereits rund 50 Menschen gestorben seien, wollte das Gesundheitsministerium nicht bestätigen.

Hygiene und Regensaison als Ursache
Das Wiederauftreten der Cholera hänge mit der Regensaison zusammen, sagte Timothee. Die Menschen hätten aber auch die Hygiene-Regeln vernachlässigt. Um die Situation unter Kontrolle zu bringen, sollten in der betroffenen Region unter anderem neue Krankenstationen zur Behandlung der Cholera eröffnet werden.

Im Oktober war eine Cholera-Epidemie in Haiti ausgebrochen, die sich wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen nach dem schweren Erdbeben vom Jänner 2010 schnell ausbreitete. Mehr als 5.300 Menschen starben, rund 310.000 Menschen steckten sich an. Einer im März in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie zufolge könnten sich dieses Jahr bis zu 800.000 Menschen mit der Cholera infizieren und 11.000 von ihnen daran sterben.

Die Krankheit ist hochansteckend. Sie verbreitet sich vor allem über Wasser und Nahrung und verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen. Ohne Behandlung kann die Cholera innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen.

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