Zunehmende Zahl von Migranten in Friaul

Flüchtlinge

Zunehmende Zahl von Migranten in Friaul

Wegen der blockierten Balkanroute wächst die Zahl der Flüchtlinge in Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien. Das in einer ehemaligen Kaserne eingerichtete Flüchtlingslager in Udine beherbergt derzeit 440 Personen und ist damit überfüllt. Alle 60 Betten in einer Caritas-Unterkunft in der Stadt sind bereits belegt, wie die Tageszeitung "Il Messaggero Veneto" berichtete.

Verschlechterte Lage
"Die Lage hat sich zuletzt verschlechtert. Dutzende Flüchtlinge aus Österreich erreichen zurzeit unsere Stadt", kommentierte der Bürgermeister von Udine, Flavio Honsell. Bei den Flüchtlingen, die in Friaul eintreffen, handelt es sich laut den Behörden mehrheitlich um Menschen aus Pakistan und Afghanistan, die angeblich von Deutschland abgeschoben wurden.

Auch in Görz unweit der slowenischen Grenze wurden mehr Flüchtlinge registriert. "Täglich treffen Flüchtlinge ein, in den letzten Tagen hat ihre Zahl zugenommen. Sie werden zurzeit in einer Einrichtung von 'Ärzte ohne Grenzen' versorgt, die bis zu 100 Personen beherbergen kann. Sollte die Zahl der Flüchtlinge ansteigen, müssen wir jedoch weitere Lösungen finden", berichtete der Vize-Polizeichef von Görz, Antonino Gulletta.

Zeltlager
"Friaul-Julisch Venetien ist zu einem Zeltlager geworden. Die Gefahr, dass die von Österreich zurückgewiesenen Migranten auf unsere Region zusteuern, ist zur Gewissheit geworden. Das bezeugen die vielen Menschen, die von der Polizei am Bahnhof von Tarvis aufgehalten werden. Dutzende Menschen schlafen unweit des Bahnhofes von Udine", klagte die Politikerin der Lega Nord im friaulischen Regionalparlament, Barbara Zilli.

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