Zusage: Rotes Kreuz darf nach Syrien

Genf

Zusage: Rotes Kreuz darf nach Syrien

Drei Monate nach Beginn der Proteste in Syrien hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Zugang zu den Unruheregionen erhalten. Die syrische Regierung habe "umfassenden Zugang" gestattet, erklärte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger am Dienstag in Genf. Kellenberger hatte sich am Sonntag mit dem syrischen Ministerpräsidenten Abdel Safar und Außenminister Walid Muallem getroffen. Dabei sei es "ausschließlich um humanitäre Fragen" gegangen, hieß es in der Erklärung. Neben dem IKRK sei auch dem syrischen Roten Halbmond Zugang zu dem Unruhegebiet zugesichert worden.

IKRK will "aus der Nähe" beobachten
Vertreter des IKRK würden "aus der Nähe" beobachten, ob die Zusagen eingehalten würden, erklärte Kellenberger. Die syrische Führung habe sich zudem offen gezeigt, über Gefangenen-Besuche von IKRK-Vertretern zu sprechen. Das sei "ein erster Schritt nach vorne", erklärte Kellenberger.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind die Städte und Dörfer in der Unruheregion an der türkischen Grenze inzwischen fast menschenleer. Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissariats der UNO hätten bei einem von der Regierung  organisierten Besuch in der grenznahen Stadt Jisr al-Shougur so gut wie niemanden mehr angetroffen. "Niemand arbeitete auf den Feldern, Jisr al-Shougur war fast ausgestorben, die meisten Geschäfte waren geschlossen", sagt Sprecher Adrian Edwards. Das deute auf erhebliche Flüchtlingsbewegungen hin. Eine Einschätzung der Situation sei jedoch "äußerst schwierig". An dem organisierten Besuch hatten insgesamt rund 150 Diplomaten, Vertreter von humanitären Organisationen und Medienvertreter teilgenommen.
 

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