Zwei Agenten in England gestrandet

Ohne Geld oder Pass

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Zwei Agenten in England gestrandet

Zwei der im Rahmen des amerikanisch-russischen Agentenaustauschs in der vergangenen Woche in Wien freigekommenen Russen sind nun in einem Hotel in Großbritannien. Sie wurden am Freitag zusammen mit zwei weiteren mutmaßlichen Spionen gegen die zehn in den USA festgenommenen Agenten ausgetauscht.

Gefängniskleidung
Igor Sutjagin, ein Waffenexperte, hält sich nach Angaben seines Bruders, Dmitri Sutjagin, in einer Kleinstadt in der Nähe von London auf. Sein Bruder habe nach seiner Ankunft in Großbritannien seine Frau angerufen. Er trage immer noch seine Gefängniskleidung, wisse den Namen der Kleinstadt nicht und habe weder ein Visum noch Geld, sagte sein Bruder in Obninsk in Russland.

Zusammen mit einem ehemaligen Oberst des russischen Militärgeheimdienstes, Sergej Skripal, wohnt Sutjagin nun in einem Hotel. Die beiden anderen Russen flogen weiter in die USA.

Rückkehr nach Russland?
Der gestrandete Spionageverdächtige ist sich nach Angaben seines Bruders noch nicht sicher, ob er nach Russland zurückkehren soll. Sutjagin und die drei weiteren Russen wurden zwar vom russischen Präsidenten Dmitri Medwedew begnadigt, doch wolle Sutjagin sich erst über die Lage informieren und abwarten.

Sutjagin wurde 1999 verhaftet und 2004 wegen der Weitergabe von Informationen über Atom-U-Boote an ein britisches Unternehmen verurteilt, das eine Tarnfirma des US-Geheimdienstes CIA sein soll. Im Gefängnis von Archangelsk im Nordwesten Russlands wurde ihm am vergangenen Montag mitgeteilt, dass er bei dem Agentenaustausch dabei sein werde.

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