Zwölf Tote nach Mega-Blizzard

USA

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Zwölf Tote nach Mega-Blizzard

Einer der gewaltigsten Winterstürme der vergangenen Jahrzehnte hat die halben USA unter einer dicken Schnee- und Eisdecke begraben. Vielerorts herrschte Rekord-Kälte. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben. Auch am Donnerstag litten Millionen Amerikaner unter den Folgen des Blizzards, der auf seinen 3.000 Kilometer langem Zug vom Südwesten bis an die Atlantikküste Verkehrschaos und Stromausfälle auslöste. Erneut mussten zahlreiche Flüge gestrichen werden. Schulen und Geschäfte blieben häufig geschlossen.

Temperaturen um -32 Grad
Nachdem der Sturm zuletzt in den Neuengland-Staaten sein Unwesen getrieben hatte, zog er am Donnerstag in den Osten Kanadas weiter. Auch nach seinem Abzug herrschten in großen Teilen der USA Rekord-Minustemperaturen. Selbst im tiefen Süden, von Texas bis Alabama, zeigte das Thermometer bis zu minus 32 Grad Celsius an. Die Region müsse sich weiter auf Schnee, Eisregen und Glätte einstellen, warnten Meteorologen.

Lage in Chicago am schlimmsten
Am härtesten hatte der Monster-Blizzard die Millionenmetropole Chicago getroffen. Hier war in kürzester Zeit mehr als ein halber Meter Schnee gefallen. Zeitweise peitschten eiskalte Winde mit einem Tempo von knapp 80 Stundenkilometern durch die Straßen. Autofahrer steckten bis zu 15 Stunden im Stau. Die Schulen in der Stadt, die am Mittwoch erstmals seit zwölf Jahren wegen eines Unwetters geschlossen wurden, blieben auch am Donnerstag zu.

Mindestens zwölf Tote
Nach amerikanischen Medienberichten kamen in dem Schneechaos mindestens zwölf Menschen ums Leben. Allein in Chicago starben am Mittwoch sieben Menschen bei Verkehrsunfällen oder durch Herzinfarkte beim Schneeschaufeln, wie die "Chicago Tribune" berichtete. In der Stadt Milwaukee (Wisconsin) zählten die Behörden drei Blizzard-Opfer. Wegen der frühzeitigen, massiven Warnungen vor dem Sturm sei die Totenzahl aber geringer als bei vergleichbaren Schneekatastrophen.

Oklahoma: Tageszeitung seit 106 Jahren erstmals nicht ausgeliefert
Insgesamt beeinträchtigte das Unwetter das öffentliche Leben in 30 Staaten, hieß es. In Oklahoma konnte erstmals seit 106 Jahren eine bedeutende Tageszeitung nicht ausgeliefert werden. Tausende Geschäfte blieben geschlossen. Vor allem im Nordosten des Landes brachen zahlreiche Hausdächer unter den Schnee- und Eismassen zusammen. In Connecticut krachte ein Geschäftsgebäude ein. US-Präsident Barack Obama ließ sich von der Heimat- und der Katastrophenschutzbehörde über die Lage unterrichten.

Mehr als 12.000 Flüge gestrichen
Angespannt blieb die Verkehrslage. Auch am Donnerstag mussten landesweit wieder mehr als Tausend Flüge gestrichen werden, nachdem in den vergangenen Tagen mehr als 12.000 ausgefallen waren, wie es beim Onlinedienst flightaware.com hieß. Es dauert Experten zufolge noch Tage, bis im Luftverkehr wieder Normalität einkehrt. Am Boden entspannte sich Situation dagegen etwas. Nach tagelangem Stillstand rollten wieder Züge aus den Bahnhöfen.

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