Verfügt Obamas Team über Bombe gegen Rivalen Romney?

"October Surprise"

© AP Photos

Verfügt Obamas Team über Bombe gegen Rivalen Romney?

Die Wahlschlacht 2012 ist schon jetzt die derbste und teuerste aller Zeiten: Vize Biden warnte Schwarze, Romney wolle sie "wieder in Ketten legen", Romney pöbelte Obama an, er soll sich mit seiner "Kampagne des Hasses und der Verleumdung" zurück nach Chicago verziehen. Romneys neuer "Running Mate", Paul Ryan, scherzte, China würde Obama wie eine Fußmatte behandeln. Nette Kampagne.

Bisher über $500 Mio. steckten beide Teams in TV-Werbungen in dieser tristen Schlammschlacht. Dabei dürfte das erst das Vorgeplänkel sein: Immer lauter wird das Getuschel über potentielle "Bomben", devastierende Enthüllungen gegen Mitt Romney, auf denen Team Obama sitze. Man warte nur auf den Moment, wo die Veröffentlichung dem Obama-Rivalen "größtmöglichen Schaden" zufügen könne, so "Time"-Politkolumnist Mark Halperin.

Derartige Überraschungsangriffe heißen im US-Wahljargon "October Surprise", da sie meist in den letzten Wochen vor dem Wahltermin (stets der erste Dienstag im November) als Überraschung auftauchen, die selbst siegessichere Kampagnen noch zum Entgleisen bringen können. 1992 wurde etwa Verteidigungsminister Caspar Weinberger in der Iran-Contra-Affäre angeklagt, ein blaues Auge für den kandidierenden Vize George Bush, der prompt gegen Bill Clinton verlor. Bush Jr. warf 2000 die Enthüllung zurück, dass er während des Studiums wegen Alk am Steuer verhaftet worden war (er schaffte es mit Hilfe des Supreme Courts dennoch ins Oval Office...). 2004 verhalf eine völlig überraschend aufgetauchte Video-Drohung an die Amerikaner durch Superterroristen Osama Bin Laden Bush zur Wiederwahl gegen den favorisierten John Kerry.

Doch was könnten Obamas Schnüffler in Händen halten gegen Romney? Spekuliert wird, dass es sich am ehesten um schädliche Information bezüglich Romneys Steuergebarung handeln könnte. Beharrlich verweigerte der Multi-Millionär die Veröffentlichung weiterer Steuererklärungen (nur eine gab es bisher frei). Der Schaden ist für Romney gewaltig und das Thema überschattet seinen Wahlkampf seit Monaten. Er muss wohl einen guten Grund für die Geheimniskrämerei geben. Es kursiert die Vermutung, dass Romney seine Trickserei zur Erreichung der Mini-Steuerrate von 13 % übertrieben und gegen Steuergesetze verstoßen haben könnte. Nicht sonderlich moralisch ist das "Steuertrinkgeld" des $250 Mio. schweren Kandidaten ohnehin. Das könnte er überleben, nicht jedoch, wenn es auch "illegal" war.

Mehr von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel finden Sie hier auf AmerikaReport.com

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