Träume vom

Herbert Bauernebel-Bericht

Träume vom "Dreamteam"

Es sah die letzten Tage doch ganz danach aus, dass die Republikanerbasis doch noch den letzten Funken an Verstand zusammenkratzt und die Monate der lächerlichen Freak-Show (Cain, Perry, Gingrich, Bachmann) knapp vor der ersten Testabstimmung in Iowa nächsten Dienstag zu einem Ende bringt: Klar, Ron Paul hat durch seine Armee junger Anhänger (vor allem wegen seiner Forderung nach der Legalisierung aller Drogen...) gute Chancen bei dem Caucus in 1774 Abstimmumgsorten für einen Überraschungserfolg. Doch Mitt Romney könnte sich nun doch laut letzten Umfragen rasch in den Primaries als Obama-Rivale durchsetzten.

Auch wenn sich Obamas Popularitatswerte zuletzt leicht erholten, bleibt Romney ein starker Gegner 2012 für den Präsidenten, der vor allem seine Basis durch mangelnden Kampfgeist für seine versprochene "Change"-Agenda enttäuschte. Dazu dürfte laut jüngsten Schätzungen die Arbeitslosigkeit im Wahl-November weiter bei 8,6 % liegen, ein starker Gegenwind für jeden Oval-Office-Wiederwahlkandidaten.

Romney wird sich dazu nach der Anbiederung an die Rechten in den Vorwahlen dann im Duell mit Obama als moderater Präsidentschaftsanwärter mit Wirtschaftserfahrung präsentieren - und seine Vergangenheit als skrupelloser Wall-Street-Gierhals in der meist oberflächlichen Berichterstattung wenige Schlagzeilen kreieren.

Spekulationen gilbt es daher schon seit langen, ob Hillary die Obama-Präsidentschaft retten könnte. Jetzt formulierte dieses Szenario erstmals eine Größe der Demokratenpartei, Ex-Arbeitsminister Robert Reich. Die Idee: Vize Biden, ohnehin ein Fettnapftreter der Sondersorte und herbe Enttäuschung als Nr. 2, könnte ins State Department wechseln und Hillary an Obamas Seite in die Wahlschlacht ziehen. Die Basis wäre wieder motiviert durch das nun noch historischere Ticket und die Zusatzdosis an politischer Clinton-Cleverness, die viele bei Obama vermissen. Seine Siegeschancen würden sich dramatischen erhöhen - und Hillary erhielte als Vize das ideale Sprungbrett für ihre eigene Kandidatur als erste Frau im Oval Office in 2016.

Team Obama wird diesen Talk zuerst natürlich vehement dementieren. Doch sollte das Wasser bis zum Hals stehen, könnte der Traum der Demokraten von einem Dreamteam doch noch in Erfüllung gehen.

Mehr von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel finden Sie hier auf AmerikaReport.com

Autor: Herbert Bauernebel
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