Chavez sagt

Venezuela

© (c) REUTERS/ Miraflores Palace

Chavez sagt "Freund" Gadaffi Unterstützung zu

Der Präsident von Venezuela, Hugo Chavez, hat am Samstag wieder einmal durch unorthodoxe Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht. Während einer Fernsehansprache drückte er spanischsprachigen Medienberichten zufolge seinem "Freund" Muammar al-Gaddafi und der libyschen Regierung seine Unterstützung zu. Er habe mit Gaddafi in den vergangenen Tagen zwar nicht sprechen können, es gebe aber jede Menge Fehlinformationen zu der Situation in dem nordafrikanischen Staat, sagte Chavez.

Chavez fordert friedliche Lösung des "Bürgerkrieges"
Das gelte auch für andere Länder, etwa Äypten, so Chavez, der in der internationalen Gemeinschaft selbst nicht unumstritten ist. Der erklärte Kritiker der USA rief dazu auf, in Libyen eine friedliche Lösung des "Bürgerkrieges" zu finden, Er unterstütze die Regierung in Tripolis, hielt Chavez fest, auch wenn er nicht jede Entscheidung, die seine Verbündeten in aller Welt treffen würden, gutheiße und beklatsche. "Dazu bin ich zu weit weg."

Die USA haben bereits Sanktionen gegen Gaddafi erhängt, im UNO-Sicherheitsrat wurde darüber beraten. Die 27 EU-Mitgliedstaaten hatten sich am Freitag im Grundsatz auf Kontensperrungen und Einreiseverbote für die Familie Gaddafis verständigt. Zudem soll es ein Embargo für Waffen und andere Güter geben, die zur Unterdrückung von Demonstranten eingesetzt werden können. Der formelle Beschluss steht allerdings noch aus.

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