Libyen: Gaddafi will angeblich nach Südafrika

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Libyen: Gaddafi will angeblich nach Südafrika

Der von den Rebellen immer stärker bedrängte libysche Machthaber Gaddafi will sich angeblich nach Südafrika absetzen, berichtete die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" am Mittwoch. Muammar al-Gaddafis Büroleiter, Bashir Salih, habe bei seinen jüngsten Gesprächen in Mauretanien, Mali und Tunesien erklärt, sein Chef sei krank und wolle das Land verlassen, um sich medizinisch behandeln zu lassen.

Nach Informationen der Zeitung soll Gaddafi den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma gebeten haben, ihn und seine Familie aufzunehmen. Angeblich soll Gaddafi, um seine sichere Ausreise zu garantieren, auch Kontakt zu französischen und britischen Spitzenbeamten aufgenommen haben.

Die Rebellen sind in den vergangenen Tagen weiter auf die Hochburgen der Gaddafi-Anhänger in Tripolis und Sirte (Surt) vorgerückt. Sie verzeichneten dabei jedoch zum Teil hohe Verluste in den eigenen Reihen. Die Medien der Aufständischen meldeten am Mittwoch, in der Stadt Al-Zawiyah, 50 Kilometer westlich von Tripolis, leisteten Gaddafis Truppen immer noch erbitterten Widerstand.

Laut einem Militärkommando in Benghazi (Bengasi) konnten die Rebellen am Mittwoch außerdem in die Vororte von Al-Heisha, 250 Kilometer vor Tripolis, vordringen. Mit einer Einnahme von Al-Heisha, die nahe zweier wichtiger Verbindungsstraßen zwischen der Hauptstadt und Sirte, Gaddafis Geburtsstadt, liegt, könnten die Aufständischen die geplante Abriegelung der Hauptstadt Tripolis weiter vorantreiben.

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