Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Südafrika-Wahlen: ANC-Sieg mit Verlusten 

Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) hat die Wahl in Südafrika mit leichten Verlusten gewonnen. Nach Auszählung aller Wahlbezirke lag der ANC mit Präsident Jacob Zuma an der Spitze bei 62,15 Prozent, wie die Wahlkommission in Pretoria am Samstag in der Früh mitteilte.

 

 

Die Partei des im Dezember gestorbenen Nationalhelden Nelson Mandela blieb damit mehr als drei Prozentpunkte hinter dem Ergebnis von 2009, wird das Land aber auch in den kommenden fünf Jahren regieren. Die oppositionelle Demokratische Allianz (DA) kam den Angaben zufolge auf 22,23 Prozent, ein Plus von fast sechs Prozentpunkten gegenüber 2009. Die neue linksradikale Partei Kämpfer für Wirtschaftsfreiheit (EFF) errang 6,35 Prozent.

 

3:35 Uhr: Trotz Horror-Hinrichtung in Oklahoma: Texas hält an Giftspritze fest

Ungeachtet eines Hinrichtungsmoratoriums im US-Bundesstaat Oklahoma, das nach einer schweren Panne bei der Exekution eines Todeskandidaten erlassen wurde, hält die Justiz in Texas an einer für Dienstag angesetzten Hinrichtung fest. Ein Bundesrichter lehnte einen Antrag auf Aufschub der Exekution von Robert James Campbell am Freitag ab.

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Robert Campbell

Campbells Anwältin hatte argumentiert, seinem Mandanten drohe möglicherweise eine ähnlich "entsetzliche" Tortur wie Clayton Lockett in Oklahoma. Locketts Exekution war am 29. April nach wenigen Minuten abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Medienberichten zufolge wand er sich im Todeskampf vor Schmerzen. Erst 43 Minuten nach Verabreichung der nicht erprobten Giftmischung erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt. Der Vorfall befeuerte erneut die Debatte über die Todesstrafe in den USA. Die Justiz in Oklahoma ordnete die Aussetzung aller Exekutionen für ein halbes Jahr an.

 

3:05 Uhr: BREAKING NEWS: Heißluft-Ballon fängt Feuer, stürzt über Virginia ab

Augenzeugen berichteten über einen feurigen Absturzes eines Heißluftballons über dem Meadow Event Park im US-Staat Virginia um 20 Uhr Ortszeit. Das Unglück ereignete sich am Vorabend des "Mid-Atlantic Ballon Festival". Cole Holocker sah laut dem Sender NBC den brennenden Ballon, der eine dunkle Rauchfahne zurückließ.

Er hielt den Augenblick des Grauens in dramatischen Twitter-Fotos fest. Danach wäre die Hülle kollabiert, es sah aus, als hätte das Feuer den Korb völlig vernichtet. Dann beschleunigte sich der Absturz und der Ballon ging zu Boden. Die Polizei riegelte die Absturzstelle ab, so Anrainer. Zeugen berichteten, dass der Ballon eine Stromleitung gestreift haben soll und dabei Feuer fing.

 

2:20 Uhr: Enthüllt: US-Verkehrsmaschine wäre fast mit Drohne kollidiert

Die US-Luftbehörde FAA gab jetzt eine Beinahe-Katastrophe bekannt, als am 22. März ein Regionaljet der Fluglinie American Airlines nahe des Flughafens in Tallahassee (Florida) beinahe mit einer ferngesteuerten Drohne zusammenstieß. Der Pilot funkte an den Tower, dass das unbemannte Fluggerät dem Jet so nahe kam, dass er bereits an eine Kollision glaubte. Der Vorfall wurde von FAA-Offiziellen Jim Williams bei einer Konferenz in San Francisco bekanntgegeben. Die Maschine wurde nach der Landung inspiziert, jedoch keine Schäden festgestellt. Die größte Gefahr wäre, so der Experte, dass Drohnen in die Triebwerke gesaugt und dadurch der Antrieb lahmgelegt werden könnte. Ähnliches passierte in 2009, als durch Vogelschlag beide Treibwerke bei einem "US Airways"-Flug nach dem Start in New York ausfielen und Wunderpilot Chesley "Sully" Sullenberger den Jet im Hudson erfolgreich notwasserte.

 

1:30 Uhr: "Pussy Riot"-Sängerinnen besuchen inhaftierte US-Demonstrantin, die nach Polizeiübergriff wegen Tätlichkeit verurteilt wurde

Nadya Tolokonnikova und Masha Alyokhina von der russischen Punkband "Pussy Riots" besuchten im notorischen New Yorker "Rikers Island"-Gefängnis die US-Studentin Cecily McMillan (25) in einer Solidaritätsaktion gegen exzessive Staatsgewalt. McMillan wurde bei einer Demonstration der Protestbewegung "Occupy Wall Street" am 17. März 2012 verhaftet: Die Studentin war von Polizisten zuerst verprügelt worden, dann griff ihr einer der Beamten von hinten auf ihre Brust. In einer Reflexbewegung rammte sie ihm den Ellbogen ins Gesicht. Der Polizist wurde am Auge verletzt.

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Demonstrantin McMillan: Verurteilt

In dem Prozess wurde am Montag jedoch McMillan wegen Tätlichkeit verurteilt. Der Fall sorgte für vehemente Kritik von Rechtsexperten und neuen Occupy-Kundgebungen. Die Festsetzung des Strafausmaßes ist für den 19. Mai angesetzt, der jungen Frau drohen mehrere Jahre Haft. Die beiden Russinnen, die wegen ihrer Protestaktionen jahrelang in Haft saßen und von Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor den Olympischen Spielen in Sotschi freigelassen wurden, wollten McMillan Mut zusprechen. 17.000 Menschen unterschrieben bereits eine Online-Petition (change.org) an New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo aus Protest gegen das Urteil. Sogar den Geschworenen tut ihr eigener Schuldspruch leid: Neun der 12 Geschworenen schrieben einen Brief an Richter Ronald Zweibel und appellierten, Milde walten zu lassen.

 

0:45 Uhr: Chris Brown: Richter verhängt vier weiter Monate Haft

R&B-Sänger Chris Brown (24) muss nach Medienberichten für mehr als vier Monate hinter Gitter. Laut dem Promi-Portal "TMZ.com" erhielt Brown vor Gericht in Los Angeles wegen Verletzung seiner Bewährungsauflagen 131 Tage Haft. Die Auflagen stammen aus dem Jahr 2009. Nach einer Prügelattacke gegen seine frühere Freundin, die Sängerin Rihanna, fasste Brown eine mehrjährige Bewährungsstrafe aus. Doch TMZ berichtet weiters, dass Brown trotz der Verurteilung bereits am Wochenende freikommen könnte: Die Behörden verkürzen wegen überfüllten Haftanstalten stets die Haftstrafen. 

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Chris Brown

Ein handgreiflicher Streit im vorigen Oktober mit einem Mann vor einem Washingtoner Hotel bringt ihn nun ins Gefängnis. Brown habe vor Gericht seine Schuld in dem Vorfall eingeräumt, hieß es. Als Strafe für die Verletzung seiner Bewährungsauflagen verhängte der Richter 365 Tage Haft. Die Strafe wurde aber auf 131 Tage reduziert, weil Brown seit November bereits mehrere Monate in einer Reha-Klinik und in Untersuchungshaft verbracht hat.

 

0:25 Uhr: Mord in der Villa von Tennis-Star praktisch geklärt: Familienvater erschoss Frau und Kinder, legte Feuer

Die Leichen von Darrin Campbell, seiner Frau Kimberly und den Kindern Colin (19) und Megan (16) wurden in einer Millionen-Villa in Tampa (Florida), die Tennis-Profi James Blake an die Familie vermietete, nach einem Hausbrand tot gefunden. Der rätselhafte Feuertod fesselte die USA. Jetzt klärte die Kripo den mysteriösen Fall auf: Der Manager hatte seine Familie der Reihe nach mit Kopfschüssen aus einer 0,40-Kaliber-Pistole regelrecht exekutiert. Dann steckte er die Villa mit Feuerwerkskörpern und Benzinkanistern in Brand.

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Mörder: Campbell beim Kauf der Feuerwerkskörper (Phantom Fireworks)

Der Killer starb ebenfalls in dem Inferno. Auf einer Überwachungskamera ist er Tage vor der Wahnsinnstat zu sehen, wie er in einem Feuerwerksgeschäft einkauft.  Völlig fraglich ist jedoch das Motiv: Keiner der Verwandten hatte vorher etwas von möglichen Geld- oder Ehe-Problemen mitbekommen.  

 

23:50 Uhr:: "Das finstere Tal" gewinnt in acht Kategorien beim "Deutschen Filmpreis"

Freitag wurde im Berliner Tempodrom der Deutsche Filmpreis verliehen. Die renommierte Auszeichnung ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeld der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Der Film "Das Finstere Tal" von Andreas Prochaska und Kameramann Thomas Kiennast, der im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF kofinanziert wurde, war in insgesamt neun Kategorien nominiert und durfte sich über insgesamt acht Lolas freuen.

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Kameramann Thomas Kiennast

Ebenfalls nominiert für den "Deutschen Filmpreis" in der Sparte "Programmfüllende Dokumentarfilme" war Erwin Wagenhofers Kino-Dokumentarfilm "Alphabet". 

 

23:40 Uhr: Skandal: Todesdrohungen gegen Freundin eines Opfers von MH370

Die Freundin eines Passagiers auf Todesflug MH370, von dem seit 8. März jede Spur fehlt, galt als eine der vehementesten Kritikerinnen der Suchaktion nach dem Jumbo durch die malaysischen Behörden. Sarah Bajc, dessen Freund, der Texaner Philip Wood (†50) in der Unglücksmaschine war, gab zahlreiche Interviews im US-TV, wo sie sich kritisch äußerte.

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Sarah Bajc und Philip Wood

Nach zwei Wochen erhielt sie telefonisch die erste Todesdrohung. "Ich komme und ich werde doch töten", sagte ein Mann am andern Ende. Die Amerikanerin, die in Peking lebt und nach Kuala Lumpur übersiedeln wollte mit ihrem Freund, erhielt auch pornographische SMS-Botschaften und sonstige eigenartige Nachrichten. Zweimal wurde in ihrem Apartment eingebrochen, sagte sie zum Sender NBC. "Das ist wie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte", sagte die trauernde und empörte Frau. Wer hinter den Drohungen steht, ist bisher ein Rätsel. Sollte sie mundtot gemacht werden?

 

23:30 Uhr: Konfliktparteien im Südsudan vereinbaren Waffenstillstand

Nach monatelangen Kämpfen im Südsudan haben Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar am Freitag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts unterzeichnet. Beide Seiten einigten sich auf eine Einstellung der Kampfhandlungen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Ein seit langem schwelender Machtkampf zwischen Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Machar war im vergangenen Dezember eskaliert, seit Beginn der Kämpfe wurden tausende Menschen getötet.

 

23:05 Uhr: Hat Barack Obama Tief überwunden? US-Präsident laut Umfragen wieder im Aufwind

Fast wurde der besonders im Vorjahr glücklose US-Präsident schon als “lahme Ente” abgeschrieben, US-Medien verfassten bereits erste Nachrufe auf seine Präsidentschaft. Jetzt zeigt eine Gallup-Umfrage einen plötzlichen Schub bei der Zustimmung zu seiner Amtsführung: 48 Prozent der Amerikaner sind nun mit Obama zufrieden, vor wenigen Wochen waren es laut einer ABC/Washington-Post-Umfrage nur 41 Prozent.
 
Barack Obama © AFP
Obama: Aufwind
 
Der jüngste, späte Erfolg seiner Gesundheitsreform “Obamacare” (acht Millionen Anmeldungen) könnte für das Mini-Comeback verantwortlich sein. Es kommt jedenfalls im rechten Moment: Obamas Demokraten liegen in den Umfragen für die Midterm-Wahlen im November zurück, es droht der Verlust der Mehrheit im Senat.
 
Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.
Autor: Herbert Bauernebel
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