Sonderthema:
Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Report: Steigende Meeresspiegel bedrohen AKWs an der US-Ostküste
 
Die US-Behörde zur Regulierung der Atomindustrie arbeitet noch an einer nach dem Fukushima-Super-Gau in Auftrag gegebenen Studie über die Sicherheit von US-Atomanlagen im Falle von Stürmen. Doch schon jetzt schlagen US-Medien Alarm: Der Meeresspiegel steige rascher als die Erbauer der Atommeiler, allesamt errichtet in den Siebzigern und Achtzigern, jemals vorhersehen hätten können.
 
 
Die Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA berechnete als "Worst Case"-Szenario einen Anstieg von über zwei Metern bis zum Ende des Jahrhunderts. Das Portal Huffington Post erstellte nun Szenarien, die AKWs an der US-Ostküste wie Salem and Hope Creek, Turkey Point, St. Lucie oder Brunswick bei Küstenstürmen flutgefährdet zeigen.
 
 
3:40 Uhr: Chaotische Lage in Thailand: Regierung trotz Kriegsrecht im Amt
 
Die thailändische Regierung ist nach Angaben des amtierenden Justizministers auch nach der Verhängung des Ausnahmezustandes durch das Militär im Amt. Es sei gut, dass die Armee sich um die Sicherheit des Landes kümmere, sagte Minister Chaikasem Nitisiri am Dienstag in Bangkok der Nachrichtenagentur Reuters.
 
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Soldat beobachtet Straße in Bangkok
 
"Dennoch hat die Regierung noch immer die gesamte Macht, das Land zu führen." Nach monatelangen Protesten Zehntausender Regierungsgegner hat das Militär den Ausnahmezustand verhängt und zugleich erklärt, es handle sich nicht um einen Putsch. Die Verhängung des Kriegsrechtes diene der Sicherheit und Ordnung im Land, sie habe nichts mit der Regierung zu tun, erklärte die Armee.
 
 
2:40 Uhr: Scharfe Reaktionen aus China gegen US-Klagen wegen Hacker-Attacken zur Wirtschaftsspionage
 
China hat scharf auf die Vorwürfe der USA wegen Industriespionage reagiert. Nach den Anklagen gegen fünf mutmaßliche Hacker der Volksbefreiungsarmee in den USA setzte Peking seine Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu Cybersicherheit aus, wie das chinesische Außenministerium am Dienstag mitteilte. Chinas Regierung und Militär seien "niemals" an Cyberdiebstahl von Handelsgeheimnissen beteiligt gewesen. Die Beschuldigungen basierten auf "absichtlich erfundenen Fakten" und "gefährden das Vertrauen und die Kooperation zwischen China und den USA", sagte Außenamtssprecher Qin Gang. Er rief die USA auf, "ihre Fehler sofort zu korrigieren und die Anklage zurückzunehmen". Der Sprecher drehte auch den Spieß um und beschuldigte die USA unter Hinweis auf die jüngsten Enthüllungen über US-Spionageaktivitäten des "weitreichenden und organisierten Cyberdiebstahls".
 
Eric Holder © EPA
US-Justizminister Eric Holder
 
Er beklagte amerikanische Abhöraktionen und Überwachung ausländischer Führer und Unternehmen. China sei "ein Opfer" der Schnüffeleien der USA. Zuvor hatte in Washington der amerikanische Justizminister Eric Holder die Klage demonstrativ vorgetragen. Die Verdächtigen seien in Computer amerikanischer Unternehmen eingedrungen und hätten Geschäftsgeheimnisse gestohlen.
 
 
2:05 Uhr: Lindsay Lohan hat ausnahmsweise Grund zum Lachen: Starlet gewinnt 150.000 Dollar Schadenersatz
 
Der Skandal-Aktrice wurden im Streit mit der Modefirma D.N.A.M. Apparel Industries jetzt 150.000 Dollar Schadenersatz zugesprochen, Geld, dass die zuletzt nicht besonders erfolgreiche Schauspielerin bitter benötigt. Lohans eigener Mode-Label 6126 hatte die Firma verklagt, da sie Lizenzen für den internationalen Vertrieb von Lohans Kleidermarke schuldig blieb.
 
Lindsay Lohan zeigt bei Spendengala ihre Brüste © Getty Images
Lindsay Lohan

Der Vergleich befreit Lohan auch aus einer anderen Zwickmühle: Sie hatte in dem Verfahren behauptet, wegen einer Fehlgeburt Akten zu spät übermittelt zu haben. Laut Gerüchten soll Lohan die Story erfunden haben, ein erwiesener Meineid hätte ihr eine neuerliche Haftstrafe bringen können. Mit der Beendigung des Verfahrens können sie die D.N.A.M.-Anwälte diesbezüglich nun nicht mehr ins Kreuzverhör nehmen, so der Promi-Dienst TMZ.
 
 
1:05 Uhr: Armee verhängt Kriegsrecht in Thailand
 
Nach sieben Monaten Unruhen und Massendemonstrationen in Thailand hat die Armee am Dienstag das Kriegsrecht verhängt. Die Maßnahme sei nötig gewesen, um "Frieden und Ordnung aufrecht zu erhalten", hieß es in dem Befehl, den Armeechef Prayuth Chan-ocha unterzeichnete. Gruppen "mit bösen Absichten" hätten Kriegswaffen gegen das Volk eingesetzt. Ob es sich um einen Militärputsch handelte, war unklar. Der amtierende Regierungschef Niwatthamrong Boonsongpaisan zeigte sich zunächst nicht. Prayuth hat einen Putsch monatelang abgelehnt. Vergangene Woche drohte er allerdings mit hartem Durchgreifen, nachdem bei einem Protestlager von Demonstranten erneut Menschen ums Leben kamen.
 
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Anti-Regierungsproteste
 
Bei den Protesten waren mehrfach Granaten abgefeuert worden. Mehr als 25 Menschen kamen seit November um. Soldaten marschierten bei Fernsehsendern und in Zeitungsredaktionen auf, wie die Medien berichteten. "Wir wollen Demokratie, kein Kriegsrecht!" twitterte der bekannte Kommentator der Zeitung "Nation", Pravit Rojanaphruk. Regierungsanhänger haben für den Fall der Entmachtung der 2011 mit großer Mehrheit gewählten Regierung Massenproteste angekündigt. In Thailand versuchen Regierungsgegner seit November, die Regierung zu stürzen. Sie werfen ihr Korruption, Machthunger und Ausbeutung des Staates vor. Sie torpedierten einen Wahlgang im Februar, weil sie einen ungewählte Rat verlangten, der vor Neuwahlen Reformen durchführen soll.
 
 
0:50 Uhr: Credite Suisse zahlt US-Regierung 2,5 Milliarden Dollar Strafe wegen Beihilfe zur Steuerflucht betuchter US-Klienten  
 
Die Großbank Credit Suisse hat mit den amerikanischen Behörden einen Weg zur Beilegung des Steuerstreits gefunden. Die Schweizer Großbank bekennt sich dazu schuldig, US-amerikanischen Bürgern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben. Zudem bezahlt sie eine Strafe in Höhe von insgesamt 2,6 Mrd. Dollar (1,9 Milliarden Euro), wie aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervorgeht.
 
 
0:40 Uhr: Polizeichef, der Obama mit dem N-Wort beschimpfte, nun zurückgetreten
 
Robert Copeland (82), Polizeichef der Kleinstadt Wolfeboro (US-Saat New Hampshire), hatte bei einem Gespräch in einem Restaurant den ersten Afroamerikaner im Oval Office, Barack Obama, mit dem N-Wort bezeichnet. Eine Bürgerin hörte die Beleidigung und machte sie publik. Der Rassist in der obersten, dreiköpfigen Polizei-Komission der Stadt gab den Gebrauch des rassistischen N-Wortes zu - doch wollte sich dafür nicht entschuldigen.
 
 
Der Fall machte rasch nationale Schlagzeilen: Obamas republikanischer Wahlkampfgegner in 2012, Mitt Romney, besitzt nahe des idyllischen Ortes ein Sommerhaus am Lake Winnipesaukee. Romney forderte Copeland ebenfalls zum sofortigen Rücktritt auf. Am Montag gab der Polizeichef dem Druck nach und trat zurück. Wolfeboro hat 6300 Einwohner, nur 20 davon sind Afroamerikaner...
 
 
0:20 Uhr: Rassismus-Skandal: Basketball-Liga NBA setzt Anhörung im Fall Sterling auf 3. Juni an

Die Basketball-Profiliga NBA treibt den Ausschluss des umstrittenen Club-Besitzers Donald Sterling mit einer Anklage weiter voran. Der lebenslang suspendierte Eigentümer der Los Angeles Clippers soll wegen seiner rassistischen Aussagen am 3. Juni vor dem Ausschuss der Vereins-Besitzer angehört werden. Das teilte die NBA am Montag mit. Sterling hat bis Dienstag kommender Woche Zeit, zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen. "Diese Aktionen bereiten den Boden für die Auflösung (der Eigentümerschaft) unter mehreren Bestimmungen der NBA-Satzung", schrieb die Liga.
 
Donald Sterling © AFP
Donald Sterling
 
Die Anhörung soll zwei Tage vor dem Start der NBA-Finals stattfinden. Sollten sich drei Viertel der Besitzer für eine Aufrechterhaltung der Anschuldigungen aussprechen, wäre Sterling gezwungen, seinen Club zu verkaufen. Sterling war Ende April mit einer lebenslangen Sperre und einer Geldstrafe in Höhe von 2,5 Millionen Dollar belegt worden. Der Clippers-Boss war auf zwei veröffentlichten Aufzeichnungen zu hören, wie er im Gespräch mit seiner Freundin diskriminierende Bemerkungen gegenüber Afro-Amerikanern machte.
 
 
0:05 Uhr: College-Schwänzerin löste Bombenalarm aus - um Studienabbruch zu vertuschen
 
Danielle Shea aus Quincy (US-Staat Massachusetts) hatte ihr Studium bereits vor fast einem Jahr hingeschmissen, das Studiengeld ihrer Eltern bezog sie jedoch weiter. Sie verschwieg ihnen auch ihr Fernbleiben vom Campus. Bei der Graduierungsfeier an der "Quinnipiac University" wäre freilich alles aufgeflogen.
 
 
Die 22-Jährige warnte daher die Universitätsleitung telefonisch vor einer Bombe, so die "New York Post": Sie hoffte, dass die Schlussfeier abgesagt werden würde. Stattdessen wurde sie rasch ausgeforscht, es klickten die Handschellen.   
 
 
23:45 Uhr: 25 Jahre Haft für Absender eines Gift-Briefes an Obama
 
Weil er einen Giftbrief an US-Präsident Barack Obama schickte, ist ein 41-jähriger US-Bürger am Montag zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Bundesrichter in Mississippi verhängte zusätzlich fünf Jahre Sicherheitsüberwachung gegen Kampfsportlehrer James Everett Dutschke. Der Mann hatte sich im Jänner schuldig bekannt, Briefe mit dem Gift Rizin an Obama sowie an einen Senator und einen Richter verschickt zu haben. 
 
 
Den Justizunterlagen zufolge besorgte sich der Mann per Internet das hochgefährliche Gift, Latexhandschuhe sowie eine Schutzmaske und bastelte dann zu Hause die Giftbriefe, die er im April vergangenen Jahres abschickte. Die Sendungen wurden abgefangen, bevor sie ihre Adressaten erreichten, der Absender wurde noch im selben Monat festgenommen. Die Vorgänge kurz nach den Anschlägen auf den Boston-Marathon führten in den USA zu heftigen Reaktionen. Im vergangenen Dezember gestand auch eine US-Schauspielerin, mit Rizin verseuchte Briefe an Obama und den damaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg verschickt zu haben. Die Frau war im Juni festgenommen worden.
 
 
23:30 Uhr: Hochzeit des Jahres: Medien-Horden verfolgen Kim Kardashian und Kanye West durch Paris
 
Es ist die Promi-Hochzeit des Jahres - und der Medienauflauf rund um das Starpaar "Kimye" eskaliert stündlich. Montag folgte eine wachsende Medienmeute Kardashian und West bei einer Einkaufstour durch Paris: Sie stoppten bei den Läden Balenciaga und Colette in der Rue Saint-Honoré, dann gab es Lunch und mehr Shopping am Nachmittag bei Yves Saint Laurent, Versace und Celine. Währenddessen wurden mehr Mitglieder des Kardashian-Clans bei der Ankunft im Pariser Hotel gesichtet.
 
Kim Kardashian in Paris: Hochzeits-Countdown © Photo Press Service, www.photopress.at
Starpaar "Kimye"
 
Die Feierlichkeiten sind verteilt auf Frankreich und Italien, laut dem seriösen Unterhaltungsmagazin "People" will das Paar am 24. Mai (Samstag) in der Festung "Forte di Belvedere" in Florenz heiraten. Dort sammelten sich bereits Fans. Angeblich könnte der Festreigen mit einem Dinner in Paris beginnen, bevor die 200-köpfige Festgesellschaft nach Florenz geflogen wird, so "People".
 
 
23:15 Uhr: Miss Teen USA wurde Opfer von internationalem Hacker-Ring
 
Internationalen Fahndern gelang ein Schlag gegen Hacker rund um die Welt, die mit der Schad-Software "BlackShades" ahnungslose Computer-Benutzer ausspionierten. Die Cybergauner konnten ihre Opfer via Webcam sehen, sogar jeden Tastenklick verfolgen. Übers Wochenende wurden in 16 Staaten 359 Wohnungen durchsucht und 90 Verdächtige festgenommen: Unter den Opfern ist auch Miss Teen USA, Cassidy Wolf. Die hatte im März 2013 eine ominöse Email erhalten: Angefügt waren Nacktaufnahmen von ihr - über ihren Laptop geschossen während sie im Schlafzimmer mit dem Computer im Internet surfte.
 
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Cassidy Wolf
 
Sie wurde fortan erpresst: Der Hacker drohte, die Fotos publik zu machen. Er verlangte Nacktbilder mit besserer Auflösung und eine fünf-minütige "Sex-Show" via Skype. Der Albtraum dauerte drei Monate, bis der Voyeur gefasst wurde. Ein ehemaliger Klassenkamerad, Jared Abrahams, hatte sie ebenfalls mit der Schnüffel-Software BlackShades, erhältlich um nur 40 Dollar, ausspioniert. 
 
Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.
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