Sonderthema:
Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: USA planen zahlreiche Entlassungen aus Terror-Lager Guantanamo Bay
 
US-Präsident Barack Obama plant offenbar einen großen Schritt hin zu der von ihm versprochenen Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo. Aus Regierungskreisen in Washington hieß es am Donnerstag, dass "eine bedeutende Zahl" von Entlassungen vorbereitet werde. "Ich denke, es wird in diesem Jahr ein wesentlicher Fortschritt zu sehen sein", sagte ein ranghoher Regierungsvertreter. In dem zu einer US-Militärbasis auf Kuba gehörenden Lager sitzen noch 149 Männer ein, von denen 78 nach derzeitiger Einschätzung der US-Behörden keine Gefahr darstellen und sofort freigelassen werden könnten.
 
 
3:55 Uhr: Deutscher US-Coach: Team USA kann bei der WM nicht gewinnen...
 
Ehrlich vielleicht, aber motivierend? Der deutsche Trainer der US-Nationalmannschaft Jürgen Klinsmann hat die Chancen seines Teams, die "Gruppe des Todes" zu überstehen, als minimal bezeichnet. Gegner sind Deutschland, Portugal und Ghana.
 
Klinsmann_EPA.jpg © EPA
US-Coach Klinsmann: Keine Chance?
 
Und dann sprach der Deutsche gegenüber der "New York Times" gleich Klartext: "Wir können die WM nicht gewinnen, da wir den nötigen Level noch nicht erreicht haben". Der mangelnde Glaube an die eigenen Spieler wird im immer-optimistischen Amerika wohl als Fettnapf empfunden werden.
 
 
3:30 Uhr: Wladimir Putin kommt am 24. Juni nach Wien
 
Inmitten der Ukraine-Krise wird der russische Präsident Wladimir Putin Österreich am 24. Juni einen Kurzbesuch abstatten. Dabei werde er Bundespräsident Heinz Fischer zu Gesprächen treffen, wie die "Presse" unter Berufung auf die Präsidentschaftskanzlei berichtet. Fischer betonte demnach, dass "der Dialog in gegenwärtiger Phase von besonderer Bedeutung" sei. 
 
Putin_Krim.jpg © Reuters
Wladimir Putin kommt
 
Fischer lies aber auch klarstellen, dass der Besuch Putins aber nichts an der Position Österreichs zur Annexion der Krim durch Russland ändern werde. Diese stelle einen eindeutigen Bruch des Völkerrechts dar. Putin wird nach Information der Zeitung nur ein paar Stunden in Wien verbringen, eine Nächtigung ist nicht geplant.
 
 
2:50 Uhr: Wilde Spekulationen: Kandidiert Michelle Obama für den Senat?
 
Der Sender NBC in Chicago spekuliert offen, ob die äußerst populäre First Lady Michelle Obama in die Fußstapfen von Hillary Clinton treten und nach ihrem Abgang aus dem White House ebenfalls eine eigene Polit-Karriere im Senat beginnen könnte. Konkret geht es um den derzeit vom Republikaner Mark Kirk gehaltenen Sitz in Illinois: Mrs. Obama, wird innerhalb der Demokraten-Partei immer heftiger diskutiert, hätte besten Chancen, den Senatssitz zu erobern.
 
 
Michelle hat stets eine Solo-Politkarriere ausgeschlossen, doch zuletzt wurde eine aktivere Rolle im White House beobachtet.
 
 
2:30 Uhr: 70 Jahre "D-Day": Normandie-Gedenken zwischen Rummel und Gedenken
 
Normandie heißt immer auch Erinnerung an den D-Day, die Landung der Alliierten 1944. Zum Jahrestag kommen viele Veteranen an die Strände im Norden Frankreichs zurück. Umringt sind sie dabei auch vom Trubel feiernder Militärenthusiasten. Der Sand von Omaha-Beach ist von Panzern zerpflügt. Ein Sherman M4A3E8 hat sich gerade seinen Weg durch die Schaulustigen gebahnt. Das historische Kettenfahrzeug kam mit den Alliierten in die Normandie. 70 Jahre nach der Landung der Truppen, die Europa aus westlicher Richtung von Nazi-Deutschland befreien sollten, steht der Panzer auf einem der berühmtesten Abschnitte der Militäraktion. Auch andere Kolosse wie TDM-10 oder Hellcat M18 aus Privatbesitz oder kleinen Museen der Region sind per Tieflader hergeschafft worden. Die Heerschar von Militärenthusiasten in häufig bunt zusammengewürfelten historischen Uniformen ist begeistert. "Fury", so heißt der Sherman, ist vielleicht der Star unter den Panzern. Im Herbst kommt "Fury" im gleichnamigen Film in die Kinos. Unter dem Kommando von US-Schauspieler Brad Pitt kämpft er dann gegen die Deutschen in der letzten Phase des Krieges. Ein paar Kilometer vom berühmten Strand entfernt hat Erinnerung ganz andere, noch etwas wackelige Töne: im kleinen Guilberville probt Volksschullehrerin Laetitia Onfroy mit ihrer Klasse. 18 der 37 Schüler haben einen ganz großen Auftritt vor sich. Bei der US-Feier dürfen sie an diesem Freitag für Präsident Barack Obama die US-Hymne singen. "Klar haben wir Englisch in der Schule", sagt die zehnjährige Celia Le Canu, "aber Englisch gesungen hab ich noch nie."

 

2:10 Uhr: Ein Toter, drei Verletzte nach Schießerei in "Seattle Pacific University" 
 
Ein Toter und drei Verletzte bei einem Amoklauf am Universitätscampus der christlichen "Seattle Pacific University" im US-Staat Washington. Vier Opfer wurden zunächst ins Spital gebracht, ein junger Mann erlag seinen Verletzungen. Ein weiteres Opfer befindet sich im kritischen Zustand, zwei weitere Verletzte seien stabil, so Ärzte.
 
 
Der Täter ist in Polizeigewahrsam. SWAT-Teams durchkämmten das Universitätsgebäude. Laut Lokalmedien wurden in der Eingangshalle ungefähr 30 Patronenhülsen gefunden. Der Täter soll auf zwei Personen zugegangen sein, bedrohte sie mit einem Gewehr. Er befahl ihnen, sich nicht zu bewegen. Dann schoss er einem Opfer ins Auge. 
 
 
0:55 Uhr: Kasachischer Ex-Botschafter Aliyev in Wien verhaftet
 
Der mord-und folterverdächtige kasachische Ex-Botschafter in Österreich, Rakhat Aliyev (heute Shoraz), ist am Donnerstagabend in Wien festgenommen worden. Aliyev habe sich "freiwillig" gestellt weil er "kooperieren" wollte, teilte sein Rechtsvertreter Manfred Ainedter der APA in der Nacht auf Freitag mit. Über eine U-Haft soll in den kommenden Tagen entschieden werden, so Ainedter. Der Fall Aliyev beschäftigt die österreichische Justiz und Politik seit Jahren. 2002 kam der damalige Schwiegersohn des autoritären Präsidenten Nursultan Nasarbajew als Botschafter nach Österreich. Anfang 2007 fiel Aliyev bei Nasarbajew in Ungnade. Die kasachische Justiz verlangt seine Auslieferung wegen der Entführung zweier - später tot aufgefundenen - Bankmanager, die aber von Österreich zwei Mal aufgrund der Menschenrechtslage in der Ex-Sowjetrepublik abgelehnt wurde. Im Juli 2011 leitet die österreichische Ermittlungen gegen Aliyev wegen Mordes ein, doch hat sich der Ex-Botschafter bereits nach Malta abgesetzt.
 
 
0:20 Uhr: Hillary-Buch "Entscheidungen" enthüllt: Jagd nach Osama Bin Laden, Irakkriegs-Abstimmung und scheue Blicke wie bei Teenager-Date mit Obama
 
Die Katze ist aus dem Sack: Der US-Sender CBS erwarb fünf Tage vor dem Verkaufsstart ein Exemplar von Hillary Clintons mit Spannung erwarteten Memoiren "Entscheidungen". Der Inhalt wird für Gesprächsstoff sorgen in den nächsten Tagen. Sie beschreibt etwa ihre Ansichten bei früheren Bestrebungen zur Freilassung des Taliban-Gefangenen Bowe Bergdahl. "Ich war immer der Ansicht, dass Verhandlungen mit den Taliban für die Amerikaner schwer zu verdauen sein würden nach so vielen Jahren Krieg...". Sie beschreibt die Minuten im Situation Room beim Sturm von "Seal Team Six" auf das Bin-Laden-Versteck: "Als sich die SEALs dem Versteck in Abbottabad näherten, dachte ich an die Familien, die vor einem Jahrzehnt ihre Angehörigen verloren haben bei der 9/11-Attacke. All die Jahre mussten sie auf Gerechtigkeit warten, jetzt könnte der Moment für sie gekommen sein". Und weiter: "Wir sahen die Video-Feeds, als die SEALs improvisierten und durch den Komplex stürmten, entgegen den Medienberichten konnten wir aber nicht sehen, was drinnen vorging". Das Warten wäre nervenzerfetzend gewesen, so Hillary: "Ich sah den Präsidenten an, er war ruhig. Kaum gab es einen Moment, wo ich stolzer war an seiner Seite zu sein als an diesem Tag".
 
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Hillary argumentiert, dass die Ausweitung der NATO in Osteuropa jetzt ein Bollwerk gegen Russlands Aggression darstelle und Putin abschrecke. Syrien bezeichnete die Ex-Außenministerin als "übles Problem", für das es keine brauchbaren Lösungen zu geben schien. Sie schreibt in dem Buch, dass sie sich anfangs für die Bewaffnung der Rebellen eingesetzt hätte, doch von Obama überstimmt worden war. Clinton holt in dem 900-Seiten-Wälzer aber auch weiter aus und geht nochmals auf ihre Motive bei der Ja-Stimme als Senatorin 2002 zur Autorisierung von Bushs Irak-Krieg ein: "Ich wünschte, ich hätte mit Nein gestimmt, jeder Brief von Eltern, die Söhne und Töchter verloren dort, machte meinen Fehler schmerzhafter". Sie dachte, im "gutem Glauben" gehandelt und die "bestmögliche Entscheidung" getroffen zu haben. Sie bereute es bitter. Köstlich beschreibt sie die Szene, als sie Obama nach dem bitteren Vorwahl-Krimi vor den Partei-Conventions in Denver 2008 wiedersah: "Wie starrten einander an so unsicher wie zwei Teenager bei einem komischen ersten Date, nahmen ein paar Schluck Chardonnay..." Mit Reisen in 112 Staaten als einstige US-Chefdiplomaton gibt Hillary sogar Tips beim Jetlag: "Ich trank reichlich Kaffee und drückte mir die Fingernägel in die Handflächen, um wach zu bleiben..."
 
 
23:50 Uhr: Fast wie im Film Rambo: Polizei jagt nach Cop-Killer in Kanada-Kleinstadt
 
Es ist wie ein tödliches Katz- und Maus-Spiel: Seit dem Mord an drei Polizisten im Ort Moncton (Kanada-Provinz New Brunswick) durch den schwer bewaffneten Amokschützen Justin Bourque (24) läuft eine dramatische Großfahndung. Bourque ist bewaffnet mit zwei Sturmgewehren, Messern und sogar einem Bogen. Er trägt einen militärischen Kampfanzug. Wie Rambo im Film hat er ein Stirnband um den Kopf gebunden. Bourque hatte Mittwochabend in einem Hinterhalt drei Polizisten der berittenen kanadischen Polizei erschossen, zwei weitere Beamte schwer verletzt. SWAT-Teams jagen den Killer seither, dreimal wurde Bourque gesehen, jedes Mal entkam er.
 
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Killer Bourque
 
In der 70.000-Einwohner-Stadt wurde eine Ausgangssperre verhängt, gepanzerte Polizeifahrzeuge rollen durch die Straßen. Die Szenen erinnern an den Vorort Watertown bei der Jagd nach Boston-Bomber Dschochar Tsarnajew im April 2013.  
 
 
23:20 Uhr: Venezolanischer Oppositionsführer Lopez wird der Prozess gemacht
 
Der seit fast vier Monaten inhaftierte venezolanische Oppositionsführer Leopoldo Lopez muss sich wegen angeblicher Anstachelung zur Gewalt vor Gericht verantworten. Ihm wird seine Rolle im Zusammenhang mit einer regierungskritischen Demonstration im Februar zur Last gelegt, wie die Anklagebehörde am Donnerstag bekannt gab. Die mit Lopez sympathisierende Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado teilte mit, auch sie sei zu einer Anhörung am Montag vorgeladen worden, bei der es um ein angebliches Mordkomplott gegen Präsident Nicolas Maduro gehen solle.
 
 
Der studierte Volkswirt Lopez war am 18. Februar festgenommen worden, zwei Wochen nach Beginn der Volksproteste gegen Maduros Regierung. Die inzwischen abgeflauten Demonstrationen richteten sich gegen die grassierende Kriminalität und Korruption, aber auch gegen häufige Versorgungsengpässe in Venezuela. Bei den Protesten in Caracas, San Cristobal und anderen Städten des Landes gab es immer wieder Zusammenstöße mit Sicherheitskräften, bei denen mindestens 42 Menschen getötet wurden.
 
 
23:10 Uhr: Zwei Festnahmen nach Einbruch bei Popstar Miley Cyrus
 
Die Polizei in Los Angeles verhaftete zwei Verdächtige, die in der Villa von Sängerin Miley Cyrus ihren Maserati-Sportwagen sowie Schmuck und sonstige Wertgegenstände gestohlen haben sollen. Laut LAPD handelt es ein Mann und eine Frau, beide zwischen 20 und 30 Jahre alt.
 
Miley Cyrus © FilmMagic.com/Getty
Miley Cyrus: Einbrecher in ihrer Villa gefasst
 
Das Paar ging auf einer Straße in North Hollywood, als sie Beamte von Fahndungsfotos her erkannten, berichtet TMZ. Mileys Maserati war vor wenigen Tagen in einem Vorort auf der Straße geparkt gefunden worden. 
 
 
23:05 Uhr: US-Soldat Bowe Bergdahl soll nach Flucht "eingeraucht" in Dorf nach Taliban gesucht haben
 
Einwohner des afghanischen Dorfes nahe der Militärbasis, von der Sergeant Bowe Bergdahl (28) Ende Juni 2009 verschwand, berichteten jetzt CNN, dass der US-Soldat verwirrt war und unter dem Einfluss von Drogen zu stehen schien. Er suchte nach jemanden, der Englisch spreche. Bergdahl hätte auch angedeutet, dass er zu den Taliban wolle. Taliban-Kommandanten behaupten, er hätte nach seiner Ergreifung seine Landsleute verdammt, so der Sender NBC.
 
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POW Bowe Bergdahl: Suche nach Taliban?
 
US-Präsident Barack Obama, der wegen der Freilassung von fünf Top-Taliban für Bergdahl politisch schwer unter Druck geriet, verteidigte jetzt vehement den Deal. Er hätte sich für nichts zu entschuldigen. Dass er den Kongress - wie gesetzlich vorgeschrieben - nicht vorab über die Freilassung der Taliban aus dem Terror-Gefängnis In Guantanmo Bay unterrichtete, erklärte Obama mit Drohungen der Extremisten: Die hätten angekündigt, Bergdahl zu töten, sollten Details des Gefangenenaustausches an die die Öffentlichkeit gelangen. 
 
Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.
Autor: Herbert Bauernebel
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