Sonderthema:
Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:55 Uhr: Flug MH17: Neue Wrackteile und Leichen in der Ukraine gefunden

Mehr als eine Woche nach dem Absturz des Malaysia-Airlines-Flugzeugs in der Ostukraine haben Ermittler nach australischen Medienberichten ein neues großes Wrackteil sowie weitere Leichen gefunden. Sie beriefen sich auf Sprecher der OSZE, die unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet hatten.

Der Fundort sei unweit der anderen Wrackteile. Die Ermittler - darunter zwei australische Diplomaten und ein Forensiker - seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen, berichteten der Fernsehsender ABC und die Zeitung "Sydney Morning Herald" am Freitag. Bei dem Wrackteil handelt es sich demnach um ein Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren.  

3:10 Uhr: Dramatische Eskalation: Artilleriebeschuss ukrainischer Truppen aus Russland

Die USA behaupteten am Donnerstag, dass ukrainische Streitkräfte von russischem Territorium aus unter Feuer geraten. Moskau greife mit dem Artillerie-Beschuss damit direkter denn je in den Krieg in der Ostukraine zwischen pro-russischen Rebellen und ukrainischen Truppen ein.

 

 

Die USA besitze auch Beweise, wonach Russland weiter schwere Waffen an die Aufständischen liefert, die für den Abschuss von Flug MH17 verantwortlich gemacht werden, darunter weitere Raketen-Systeme, so die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf. Sie bezog sich auf Geheimdienst-Berichte als Quelle des alarmierenden Reports. Moskau beteuerte bis jetzt, sich in der Ostukraine nicht einzumischen. 

3:05 Uhr: Gazakrieg: Lufthansa hält trotz US-Entwarnung an Flugverbot nach Tel Aviv fest

Trotz Entwarnung der europäischen und US-Behörden fliegt die Lufthansa den Flughafen von Tel Aviv vorerst weiter nicht an. Das Unternehmen habe nach einer "Risikoanalyse" und "intensiver Beratung" entschieden, den Flugbetrieb dorthin auch am Freitag auszusetzen, teilte die Lufthansa am Donnerstagabend mit. Mehrere US-Fluglinien nahmen die Verbindungen nach Israel dagegen wieder auf. Nach der US-Luftfahrtbehörde hatte auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) ihre Warnung wegen drohenden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen aufgehoben. Allerdings riet die EASA, "die Risiken in Bezug auf die Sicherheit von Flügen" sollten weiter "genau beobachtet werden". Die US-Gesellschaften Delta, United Airlines und US Airways nahmen den Flugbetrieb nach Israel daraufhin wieder auf. Nach intensiven Beratungen mit der US-Regierung sei entschieden worden, den Flugstopp zu beenden, sagte eine Sprecherin von United Airlines. Auch die europäischen Fluglinien Iberia, Alitalia und SAS steuerten wieder den Flughafen von Tel Aviv an.

Lufthansa erklärte unterdessen, die "immensen Bemühungen des Staates Israel" anzuerkennen, den Flughafen Ben Gurion bestmöglich mit dem Raketenabwehrsystem "Eiserne Kuppel" zu schützen. "Sobald der Schutz nachweislich gewährleistet ist, werden wir den Flugbetrieb wieder aufnehmen", hieß es. Der Flugstopp gilt "für alle Flüge von Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines am Freitag, 25. Juli 2014".  

2:10 Uhr: Ein Toter und zwei Verletzte bei Schießerei in US-Psychiatrie

Bei einer Schießerei in einem Krankenhaus im US-Staat Philadelphia hat ein Psychiatrie-Patient eine Fürsorgerin getötet und einen Arzt verletzt. Der angeschossene Psychiater zog darauf nach ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft selbst eine Waffe, schoss zurück und verletzte den Angreifer schwer. Ein Polizist sagte nach dem Vorfall am Donnerstag (Ortszeit) in Darby, der Arzt habe mit seiner schnellen Reaktion "zweifelsfrei Leben gerettet", wie die Lokalzeitung "Philadelphia Daily News" berichtete.

Einzelheiten seien noch unklar, hieß es. Der Schwerverletzte sei operiert worden. Unklar sei auch, ob Ärzte in der Klinik Waffen tragen dürfen.  

1:35 Uhr: Chaos in der Westbank: Drei Tote bei Zusammenstößen bei Jerusalem

Bei Zusammenstößen im Westjordanland nahe Jerusalem sind einem Medienbericht zufolge drei Palästinenser getötet und rund 100 weitere verletzt worden. Wie die israelische Zeitung "Haaretz" in der Nacht auf Freitag online berichtete, zogen Tausende Palästinenser von Ramallah im Westjordanland zum Kontrollposten Kalandia bei Jerusalem. Dort kam es zu Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften.

Die israelischen Streitkräfte greifen seit mehr als zwei Wochen Ziele im Gazastreifen an. Mehr als 800 Palästinenser kamen dabei bisher ums Leben. Am Freitag ist Al-Quds-Tag, ein vom Iran ins Leben gerufener alljährlicher Solidaritätstag mit den Palästinensern.  

0:55 Uhr: "Golden Boy": Facebooks Zuckerberg nun reicher als die Google-Gründer

Der Aktienhöhenflug nach dem Traumquartal (Umsatzplus von 61 %) machte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (30) um 1,6 Milliarden Dollar reicher - an nur einem Tag. Damit ist Mr. Facebook mit einem 33,3-Milliarden-Dollar-Vermögen reicher als die Google-Bosse Sergey Brin und Larry Page.

facebook_zuckerberg_logo_62.jpg © AFP/Getty Images (Montage)

Zuckerberg: 1,6 Milliarden Dollar reicher in einem Tag

Auf dem Milliardärs-Index von "Bloomberg News" überholte er auch Amazon-Gründer Jeff Bezos. Zuckerberg nimmt nun Rang 16 der Top-Milliardäre ein. "Das ist nur der Anfang", sagt David Kirkpatrick, Autor des Buches "The Facebook Effect": "Er wird der reichste Mensch der Erde werden...", ist er überzeugt.

0:20 Uhr: Insider: Kreml-Herscher Wladimir Putin scheut Technologie, lebt "einsames, miserables Leben…”

Seit dem Abschuss vom Flug MH17 (298 Tote) kanalisiert sich die Wut der Welt auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Doch wie tickt der Mann, der weltweit am Pranger steht? Das US-Magazin "Newsweek" zitiert Quellen aus dem innersten Kreis des Ex-KGB-Agenten - und die zeichnen ein tristes Bild des zunehmend isolierten Hardliners. Putin etwa scheue moderne Technologie, sagte Newsweek-Autor Ben Judah zum Sender CBS: Er lässt sich von seinem Stab alle Unterlagen in Papierform übergeben, vertraut nur alten Festnetz-Telefonen aus der Sowjetzeit. "Er redet wenig", wurde Judah erzählt: "Er sieht keine Notwendigkeit, zu lächeln".

Kopie von Vladimir Putin © EPA/MIKHAIL METZEL

Wladimir Putin: Isoliert

Berater würden ein "eigenartiges. miserables, finsteres und einsames Leben" des Russen-Führers beschreiben, so Judah: "Er ist extrem isoliert". Er sei jedoch besessen davon, wie die Welt über ihn denke. Nachdem er das Internet scheue, unterbreiten Helfer Mappen mit Zeitungsabschnitten. Mitunter werden ihm Video-Clips aus dem Internet gezeigt mit beißenden Parodien. "Er muss wissen, wie er verrissen wird", so Berater. Putin verabscheue US-Präsidenten Barack Obama und andere Westführer. Bei internationalen Gipfeln lasse er sich sein eigenes Essen zubereiten.  

23:35 Uhr: Kalifornien: Polizei jagt Tuberkulose-Patienten

Gegen Eduardo Rosa Cruz (25) wurde Donnerstag ein Haftbefehl erlassen: Der an der hochinfektiösen, bakteriellen Erkrankung leidende Immigrant hatte jegliche Behandlung verweigert. Der Kranke hatte such zuerst in der Notaufnahme des "San Joaquin General Hospital"gemeldet. Es wurde Tuberkulose diagnostiziert.

Cruz wurde angewiesen, in einem Motel in Stockton zu bleiben, wo ihm die Medikamente verabreicht würden. Dock er lüchtete. Der Kranke stammt aus einer Region in Mexiko, wo eine gegen Antibiotika resistente Art vom Tuberkulose verbreitet ist. Da die Krankheit leicht übertrag bar ist, wird eine Seuche befürchtet. 

23:00 Uhr: OSZE: Ermittler gehen von Raketentreffer beim Absturz von MH17 aus

In der Ostukraine gehen die malaysischen Ermittler am Absturzort der Boeing nach OSZE-Angaben von einem Raketentreffer als Ursache für die Katastrophe aus. Dafür sprächen stark durchlöcherte Wrackteile. "Es geht um drei Teile der Außenhaut. Auch die Malaysier gehen davon aus, dass es Metallsplitter, Schrapnelle einer Rakete waren", sagte Michael Bociurkiw von der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag dem ZDF.

Der Sender zeigte Aufnahmen eines an der Absturzstelle gefundenen Wrackteils der Maschine der Malaysia Airlines. Das stark durchlöcherte Trümmerstück sei auch eine Woche nach der Katastrophe noch immer nicht sichergestellt worden. Die USA und die ukrainische Regierung haben prorussische Aufständische in der Ostukraine beschuldigt, die Boeing 777 mit insgesamt 298 Menschen an Bord abgeschossen zu haben. Die Rebellen bestreiten dies. Eindeutige Beweise für die Täterschaft wurden bisher nicht vorgelegt.  

22:55 Uhr: Pro-russische Rebellen halten CNN-Reporter fest

Ein ukrainischer Journalist, der für den US-Nachrichtensender CNN arbeitete, ist in der Ostukraine nahe der Absturzstelle von "Malaysia Airlines"-Flug MH17 von bewaffneten Milizen der ausgerufenen "Donetsk-Volksrepublik" verhaftet worden. 

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Reporter Skiba: Verschwunden

Anton Skiba ist seither unauffindbar, sein Handy ist abgestellt, teilte der Sender am Donnerstag mit. CNN appellierte an den selbsternannten Premierminister Alexander Borodai, den Reporter, der einen Tag lang mit der CNN-Crew zusammenarbeitete, freizulassen. Die Rebellen werfen ihm angeblich "Terrorismus" vor, nachdem er "Rebellen-feindliches Material" auf seiner Facebook-Page gepostet haben soll.

22:45 Uhr: Nach Horror-Hinrichtung: Neue Debatte über Todesstrafe in den USA?

Die Gouverneurin von Arizona, Jan Brewer, ordnete eine Untersuchung der verpfuschten Giftspritzen-Hinrichtung des Doppelmörders Joseph Wood an, der am Mittwoch erst nach 117 Minuten Todeskampf verstarb. Seine Anwälte berichteten über Röcheln und Schnarchgeräusche. Wood soll einen qualvollen Tod gestorben sein, so Zeugen: Er schnappte 600 mal nach Luft. Doch die Untersuchung über den Gift-Murks soll von der Gefängnisverwaltung selbst durchgeführt werden, eine unabhängige Kommission ist nicht vorgesehen. Die Leiche soll jedoch von einem unabhängigen Gerichtsmediziner obduziert werden, so der Sender NBC.

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Joseph Wood: 600 mal nach Luft geschnappt 

Seit den US-Henkern der Vorrat an erprobten Präparaten für die Giftinjektionen ausgegangen ist (wegen Rechtsproblemen und Liefer-Boykotten aus Europa), wird mit neuen Mixturen herumexperimentiert. Die Pannen häufen sch: Im April starb im US-Staat Missouri der Verurteilte Clayton Lockett nach 46 Minuten Horror. Die Vene, in die die Infusionsnadel eingeführt worden war, "explodierte". Lockett starb am Ende an einem Herzinfarkt. US-Präsident Barack Obama ordnete damals eine Untersuchung durch das Justizministerium an. Mehr als ein Monat lang kam es zu keinen Exekutionen. Doch seither wurden bereits wieder fünf Delinquenten ins Jenseits befördert, drei davon innerhalb von 24 Stunden. Das US-Höchstgericht genehmigt Hinrichtungen weiterhin, obwohl die meisten US-Staaten ihre neuen Gift-Rezepturen geheimhalten.   

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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