Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:00 Uhr: Wieder Krawalle in St. Louis nach Tod von Teenager: "Paramilitärische" Polizeikräfte verwandeln Ort in Kriegszone

Die Polizei will die tagelangen Demonstrationen nach den Todesschüssen eines Polizisten auf den unbewaffneten Studenten Michael Brown offenbar mit Brachialgewalt beenden. Polizei-Einheiten mit Helmen und Maschinenpistolen schwärmten im Ort Ferguson, wo Brown erschossen wurde, aus. Demonstranten hoben demonstrativ die Hände, als SWAT-Teams die Waffen anlegten.

Gepanzerte Polizei-Fahrzeuge blockierten die Straßen. Die Bezirke wirkten wie eine Kriegszone, Einwohner protestierten auf Twitter, ob gerade das "Kriegsrecht" ausgerufen wurde. Die Behörde FAA verhängte sogar ein Flugverbot über dem Ort. 

2:20 Uhr: Hollywood-Legende Lauren Bacall im Alter von 89 Jahren gestorben

Die Hollywood-Legende Lauren Bacall ist tot. Das bestätigte die Familie ihres verstorbenen Ehemannes Humphrey Bogart am Dienstag (Ortszeit) im Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter. Laut der Nachrichten-Website TMZ starb Bacall im Alter von 89 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.

Bacall gehörte zu den Stars des "goldenen Zeitalters" von Hollywood und spielte in zahlreichen Filmen mit, darunter Klassiker wie "Tote schlafen fest", "Wie angelt man sich einen Millionär?" und "Mord im Orient-Express". An der Seite ihres späteren Ehemanns Humphrey Bogart feierte sie 1944 in "Haben und Nichthaben" ihren ersten Leinwanderfolg. Für ihre Rolle in dem Barbra-Streisand-Film "Liebe hat zwei Gesichter" wurde sie 1997 für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. 2009 erhielt sie einen Oscar für ihr Lebenswerk.  

2:10 Uhr: Berühmter "Bounty Hunter" jagt Kampfsportler, der Pornostar fast totprügelte

Die Fotos entsetzten Amerika: Pornostar Christy Mack (23) wurde von Kampfsportler Jon Koppenhaver, der unter dem Namen "War Machine" in den Ring steigt, übel zugerichtet. Ihre Lippe ist aufgeplatzt, das Gesicht und die Augen verschwollen, sie erlitt 18 Knochenbrüche und einen Leberriss. 

Der Prügler tauchte jedoch unter, die Polizei tappt im Dunklen. Jetzt heuerte Macks Familie Amerikas berühmtesten Fahnder nach Flüchtigen, "Dog the Bounty Hunter", berichtete TMZ. Der stellte Koppenhaver gleich ein Ultimatum, sich zu stellen.

1:10 Uhr: USA bestätigen Entsendung von weiteren 100 Militärberatern in den Irak: Wird Amerika schleichend in Krieg gezogen?

Die USA schicken rund 130 weitere Militärberater in den Irak. Sie sollen feststellen, welche weiteren Schritte beim humanitären Einsatz zum Schutz der Yeziden (Jesiden) unternommen werden können, bestätigte das Pentagon am Dienstagabend (Ortszeit) einen CNN-Bericht. Zehntausende Anhänger dieser religiösen Minderheit befinden sich auf der lebensgefährlichen Flucht vor IS-Extremisten. "Diese Kräfte werden an keiner Kampfhandlung teilnehmen", hieß es. Sie sollten "vorübergehend" ins Land geschickt werden und sich dabei mit dem US-Außenministerium und der Hilfsorganisation USAID abstimmen, um die Pläne auch mit internationalen Partnern zu koordinieren.

Jesiden Irak © Reuters

Bilder flüchtender Jesiden schocken die Welt

Präsident Barack Obama habe die Entscheidung auf Empfehlung von Verteidigungsminister Chuck Hagel getroffen. Derzeit befinden sich bereits mehr als 800 US-Soldaten im Irak. Obama hatte zuvor bereits rund 300 Soldaten in das Land geschickt, um irakische Sicherheitskräfte zu unterstützen und die große US-Botschaft in Bagdad zu schützen. Einen Kampfeinsatz bewaffneter Bodentruppen hatte er mehrfach ausgeschlossen. Beobachter fürchten jedoch, dass die USA erneut in den Irak-Krieg hineingezogen werden könnten, den Obama vor mehr als zweieinhalb Jahren für beendet erklärt  

0:20 Uhr: Obama mahnt nach Polizei-Todesschüssen auf unbewaffneten Schwarzen zur Ruhe

Nach den tödlichen Schüssen eines jungen unbewaffneten Schwarzen durch einen US-Polizisten in Missouri hat US-Präsident Barack Obama zur Ruhe gemahnt. Der Tod des 18-jährigen Michael Brown sei schmerzlich. Seine Frau Michelle und er sprächen Browns Familie ihr Beileid aus, erklärte Obama am Dienstag (Ortszeit). Der Todesfall habe "starke Emotionen ausgelöst", erklärte der US-Präsident mit Blick auf nächtliche Krawalle nach den Todesschüssen in der Stadt Ferguson.

Nun sei es an der Zeit für einen Dialog. "Wir sollten einander trösten und auf beruhigende und nicht verletzende Art miteinander reden", betonte Obama. Der 18-jährige Michael Brown war am Samstag von einem Polizisten erschossen worden. Die Angaben zum Tod des 18-Jährigen gingen auseinander. Nach Polizeiangaben handelte der schießende Beamte aus Notwehr. Der Jugendliche habe den Polizisten attackiert und nach seiner Waffe gegriffen, sagte der örtliche Polizeichef Jon Belmar. Ein Zeuge berichtete hingegen, der Polizist habe ihn und Brown angesprochen und sich ihnen dann mit vorgehaltener Waffe genähert. Brown habe sich mit erhobenen Händen umgedreht und sei dann mit mehreren Schüssen niedergestreckt worden.  

23:40 Uhr: Erdbeben der Stärke 5,1 erschüttert Ecuador-Hauptstadt Quito

Ecuadors Hauptstadt Quito ist am Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 5,1 erschüttert worden, berichtete die US-Behörde Geological Survey. Die Gebäude zitterten mehr als 20 Sekunden lang. Es handle sich um ein moderates Beben, das Epizentrum befinde sich 22,5 Kilometer nordöstlich der 1,6-Millionen-Einwohner-Stadt.

Mehrere Hochhäuser im Norden der Stadt wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert. Zunächst meldete die Feuerwehr weder Opfer noch Schäden. Der Flugverkehr am Flughafen wurde nach Angaben der Polizei ausgesetzt.  

22:55 Uhr: Rätsel um weiße Fahnen auf der Brooklyn Bridge gelöst? Deutsche Künstler sollen hinter der Schock-Aktion stehen  

Zwei deutsche Künstler behaupten, sie hätten am 22. Juli die zwei weißen Flaggen auf den Brückenpfeilern der Brooklyn Bridge gehisst. Die sonst flatternden US-Fahnen waren davor abgenommen worden. Der Stunt hatte eine Debatte über die Terrorsicherheit im Big Apple ausgelöst, der am 11. September 2001 schwer getroffen wurde. Die Polizei fahndete bisher vergeblich nach den Tätern, deren Konturen auf Videoaufnahmen sichtbar waren. Jetzt meldeten sich die Deutschen Mischa Leinkauf und Matthias Wernke, die wieder in Berlin sind, bei der "New York Times".

 

 

Sie behaupten, dass sie die Flaggen am Pfeiler tauschten. Sie wollten mit der Aktion die Schönheit des "öffentlichen Raumes" hervorkehren - und den deutsch-stämmigen Chefingenieur des weltberühmten Bauwerkes, John Roebling, an seinem Todestag ehren. Die Künstler posteten auf einer Faecbook-Site Fotos der Brooklyn Bridge mit den weißen Fahnen. Einen eindeutigen Beweis, dass das Duo tatsächlich die Brücke neu beflaggte, bringen die Bilder jedoch nicht.   

22:45 Uhr: Krieg der Worte zwischen Barack Obama und Hillary Clinton heizt sich auf: Jetzt schlägt Obama-Berater zurück

Die harrsche Kritik von Ex-Außenministerin Hillary Clinton an Präsidenten Barack Obama sorgt weiter für Zündstoff. Clinton hatte vor allem Obamas Syrien-Politik bemängelt und das allgemeine Fehlen einer Vision für die US-Außenpolitik beklagt. "Mach nur bloß keine dumme Sachen" könne nicht das Leitmotiv Amerikas in der Welt sein, ätzte Clinton.

Hillary-Clinton_AFP_Was8658.jpg © AFP

Hillary Clinton: Stänkerte gegen Ex-Boxx Obama...

Obama schimpfte - leicht irritiert - zurück: Clintons Kritik sie "Pferdescheiße", rutschte es dem sonst besonnenen Obama heraus. Jetzt legt Obama-Berater David Axelrod nach: Sarkastisch fragte er auf Twitter, ob Hillary "so dumme Sachen" wie Bushs Irakkrieg meine, dem sie 2002 als Senatorin zustimmte. Clinton soll unterdessen mit Obama telefoniert haben, um ihre Kommentare zu erklären. 

22:30 Uhr: Robin Williams: Ikone versuchte vor Erhängen, sich die Pulsadern zu öffnen  

Neue schockierende Details über den Tod von Oscar-Preisträger Robin Williams, der Montag nach einem Selbstmord tot in seinem Haus in Nord-Kalifornien aufgefunden wurde. Bei einer Pressekonferenz enthüllte der Vize-Gerichtsmediziner des "Marine County", Keith Boyd, ein Protokoll der dramatischen und tragischen Ereignisse: Williams Ehefrau Susan Schneider hätte ihn zuletzt in einem Zimmer des riesigen Hauses in Tiburon gegen 22 Uhr Sonntagabend gesehen, dann ging sie schlafen. Unklar ist: Wann und ob er sich zur Ruhe setzte. Offenbar schlief das Ehepaar in getrennten Schlafzimmern. Am Morgen verließ sie gegen 10 Uhr das Haus, im Glauben, Williams würde noch schlafen. Nach 11 Uhr klopfte sein persönlicher Assistent an die Tür, er meldete sich nicht.

Der Assistent trat ein. Er fand Williams teilweise gekleidet, in einer Sitzposition, einen Gürtel um den Hals, der in der geschlossenen Türe eines Kastens befestigt war. Williams hing am Gürtel knapp über dem Boden. Er hatte offenbar versucht, sich vorher die Pulsadern zu öffnen. Am Handgelenk des linken Armes wurden Schnittwunden gefunden, am Boden lag ein Taschenmesser. Darauf: Getrocknetes Blut, Tests sollen zeigen, ob es von ihm ist. Williams war bereits kalt. “Rigor Mortis” (Totenstarre) wurde festgestellt, so die Polizei. Um 11:55 Uhr rief der Assistent "aufgeregt", so Boyd, den 911-Notruf. Die Notärzte bestätigten die Leichenstarre. Die Gerichtsmedizin geht bei einem vorläufigen Ergebnis einer ersten Untersuchung von einem Selbstmord durch Ersticken aus. Ergebnisse toxikologischer Tests, die den Konsum von Alk, Drogen oder Medikamenten bestätigen könnten, werden in zwei Wochen erwartet. Die Polizei wollte nicht sagen, ob es einen Abschiedsbrief gab.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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