Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:00 Uhr: Ebola-Seuche: Niederländische Ärzte entgingen Infektion

Der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung zweier niederländischer Ärzte hat sich zunächst nicht bestätigt. Die beiden hätten das Krankenhaus "in gutem gesundheitlichen Zustand" verlassen, teilte ihr Arbeitgeber Lion Heart am Montag mit. Dennoch hätten sich die beiden 31 und 39 Jahre alten Mediziner entschieden, freiwillig für die kommenden zwei Wochen an einem nicht benannten Ort unter Quarantäne zu bleiben. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da die beiden kein Risiko für ihre Umgebung darstellen wollten.

Ebola-Virus_APA_04341922.jpg © APA/EPA/Frederick A. Murphy / HA

Ebola-Virus wütet in Westafrika

Die Ärzte waren am Sonntag aus dem westafrikanischen Sierra Leone in ihre Heimat ausgeflogen worden. Zwar zeigten sie keine Ebola-Symptome, einer der beiden Ärzte sagte jedoch im niederländischen Fernsehen, er und sein Kollege seien in Kontakt mit Ebola-Patienten gekommen. In Sierra Leone hätten sie zwar in einem Krankenhaus gearbeitet, das vor allem Malaria-Fälle behandelt habe, ein dort tätiger Mediziner sei jedoch an Ebola gestorben.  

3:05 Uhr: Videodienst Netflix in Deutschland gestartet

Der US-Videodienst Netflix ist in Deutschland gestartet. Das Unternehmen schaltete in der Nacht zum Dienstag sein Angebot frei. Netflix bietet einen Videostreaming-Dienst an, bei dem Filme und Serien für eine monatliche Abo-Gebühr direkt aus dem Internet abgespielt werden. In Österreich startet Netflix ebenfalls diese Woche. In den USA ist Netflix der Überflieger in diesem Geschäft.

netflix_screenshot_inlay.jpg © Netflix

Screenshots verrieten Teile des Programms

In Deutschland trifft die kalifornische Firma auf mehrere etablierte Rivalen. Der Anbieter Maxdome aus dem TV-Konzern ProSiebenSat.1 gilt als die Nummer eins mit rund 35 Prozent Marktanteil. Netflix will unter anderem mit exklusiven Inhalten gegensteuern: So gibt es erstmals in Deutschland die vom Unternehmen selbst produzierte Serie "Orange is the New Black" über ein Frauengefängnis zu sehen.  

1:45 Uhr: Hurrikan "Odile": Luftwaffe fliegt gestrandete Touristen aus

Nach dem Durchzug des Hurrikans "Odile" im Westen Mexikos richten die Streitkräfte eine Luftbrücke für 30.000 gestrandete Touristen ein. Flugzeuge der Luftwaffe und der Marine sollen die Urlauber ab Dienstag aus San Jose del Cabo in der Region Baja California Sur ausfliegen, wie die Behörden am Montag mitteilten. Gebracht werden sollen sie nach Tijuana an der US-Grenze und Mazatlan im Bundesstaat Sinaloa. "Odile" war der schwerste Sturm der vergangenen Jahre in der Region. Wegen des langen Wochenendes vor dem mexikanischen Nationalfeiertag am Dienstag waren viele Touristen in der Region.

Mit der Luftbrücke sollen die 26.000 ausländischen und 4.000 mexikanischen Urlauber nun schnell in Sicherheit gebracht werden. Der Wirbelsturm der Kategorie 3 war am frühen Montagmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde auf die Südspitze von Baja California Sur getroffen. Der Hurrikan verursachte in Ferienorten schwere Schäden: Bäume wurden entwurzelt, Strommasten knickten um, Straßen wurden überschwemmt, und Fensterscheiben gingen zu Bruch. In Krankenhäusern wurden 135 Menschen behandelt. Todesopfer gab es zunächst nicht, wie der Zivilschutz mitteilte.  

0:50 Uhr: "Der Kampf beginnt": US-Jets greifen IS-Stellungen nahe Bagdad an

Fünf Tage nach der "Kriegsrede" von US-Präsidenten Barack Obama griffen US-Kampfjets erstmals Positionen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad an. Es handelt sich auch erstmals um "offensive Luftschläge", so der Sender NBC, zur Unterstützung irakischer Armeeeinheiten, die IS zurückdrängen wollen.

"Der Kampf beginnt", titelte der Sender in einem Web-Report. US-Bombardements im Nordirak dienten bisher eher zur Verteidigung von Städten wie Erbil oder strategischen Bauwerken wie dem Mosul-Damm.    

0:40 Uhr: Preisspanne erhöht: Alibaba-Börsengang wird noch riesiger 

Alibabas Mega-Börsengang wird noch größer als erwartet. Der chinesische Internetriese hat das obere Ende der Preisspanne für seine Aktien wegen der großen Nachfrage der Anleger von 66 auf 68 Dollar angehoben. Das teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) der US-Börsenaufsicht SEC mit. Damit könnte das Maximalvolumen des Börsengangs von 24,3 bis auf 25 Milliarden Dollar (19,3 Mrd. Euro) steigen. Noch nie hat ein Unternehmen bei seinem Aktiendebüt mehr Geld von Investoren einsammeln können. Alibaba macht laut eigenen Angaben mehr Umsatz als Amazon und eBay zusammen. Die Geschäftsmodelle sind aber nur begrenzt vergleichbar.  

0:10 Uhr: Hunderte auf der Flucht vor Feuer-Infernos in Kalifornien

Feuerwehrleute stemmen sich in dem von der Jahrhundert-Dürre ausgetrockneten US-Staat Kalifornien gleich gegen mehrere gefährliche Waldbrände: Beim südlichen Eintritt zum Yosemite-Nationalpark mussten 900 Menschen evakuiert werden. Die Brandbekämpfer errichteten im schroffen Gelände Barrieren gegen das Inferno. Der Brand zerstörte bisher 21 Strukturen, 20 davon Wohnhäuser. Das Feuer brach aus beim Ort Oakhurst und breitete sich zum populären Urlaubsort "Bass Lake" aus.

 

 

Ein weiterer Waldbrand 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Sacramento löste die Evakuierung von 133 Häusern aus. Südöstlich von L.A. brachten die Feuerwehren wenigstens das "Silverado Fire" nach mehreren Tagen weitgehend unter Kontrolle. Der Brand wurde ausgelöst durch die Reflexionen von Sonnenstrahlen durch eine Metallplatte im Garten eines Hausbesitzers. Sechs Feuerwehrleute wurden leicht verletzt, die meisten durch Hitzschläge. 

23:35 Uhr: Skandal: Modekette "Urban Outfitters" verkauft "Blut-Sweater" von Universität, wo 1970 Studenten niedergeschossen wurden

Shitstorm gegen die Mode-Marke wegen des Verkaufs besonders geschmackloser Bekleidungsstücke: "Urban Outfitters" bietet um 129 Dollar Vintage-Sweater mit dem Aufdruck "Kent State University" an, deren rote, ausgewaschen Flecken wie Blutreste aussehen. Die Designer wollen dabei auf makabere und kaltblütige Weise offenbar eine Tragödie vermarkten.

 

 

Denn der Uni-Campus wurde zu einem der blutigsten Schauplätze der Studentenproteste gegen den Vietnamkrieg: Am  4. Mai 1970 eröffneten Soldaten der Ohio-Nationalgarde auf dem Universitätsgelände das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten, vier starben im Kugelhagel, neun wurden verletzt. Proteste kamen nun von der Kent-Uni selbst: Die Firma würde "den großen Schmerz" für Publizität und Profite missbrauchen, so ein Statement.  

23:20 Uhr: Grauen in Philadelphia: Auch Baby von niedergeschossener Hochschwangerer nun gestorben

Eine 25 Jahre alte Schwangere ist in der US-Metropole Philadelphia auf offener Straße erschossen worden. Anscheinend geriet die Frau versehentlich ins Schussfeuer eines bisher unbekannten Täters, der auf ein vorbeifahrendes Auto zielte, wie die Polizei am Montag mitteilte. Einem Bericht des TV-Senders CBS zufolge war die Frau sehr weit entfernt, als die Kugel sie ins Gesicht traf.

Die 25-Jährige war im neunten Monat schwanger und kam umgehend ins Krankenhaus, damit ihr Baby entbunden werden konnte. Sie starb wenige Stunden nach den Schüssen am Sonntagmittag. Auch ihr Neugeborenes überlebte nicht - es starb in der Nacht zum Montag. Die Mutter hinterlässt den Berichten zufolge zwei kleine Kinder. Die Polizei fahndet weiter nach dem Täter.  

23:00 Uhr: Chemiekonzern DuPont wegen fehlender Warnungen vor Unkrautmittel zu Milliardenstrafe verdonnert

Der US-Chemiekonzern DuPont muss für die unzureichende Warnung vor Nebenwirkungen eines Unkrautvernichtungsmittels fast 1,9 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Die US-Umweltschutzbehörde EPA hatte dem BASF-Rivalen bereits den Verkauf des Mittels Imprelis verboten. Zuvor waren bei der EPA vor allem aus dem Mittleren Westen der USA mehr als 7.000 Beschwerden eingegangen, dass der Einsatz von Imprelis massiv Bäume schädige. DuPont verkaufte das Mittel zur Vernichtung von Pflanzen wie Löwenzahn auf privaten und öffentlichen Rasenflächen. DuPont erklärte, mit der Vereinbarung zur Strafzahlung sei kein Schuldeingeständnis verbunden.  

22:45 Uhr: Lindsay Lohan log über "Leichentransport" von Whitney Houston

Skandal-Aktrice Lindsay Lohan (28) hatte in einem Interview mit dem Briten-Blatt "The Telegraph" schwadroniert, dass sie bei ihrem Sozialdienst wegen ihrer Bewährungsauflagen in der Gerichtspathologie in L.A. den "Leichensack von Whitney Houston" herumschieben hätte müssen. Sie führte die bizarre Tätigkeit als Bespiel an, wie sie von der US-Justiz schikaniert worden wäre.

Doch Lohan dürfte es wieder einmal mit der Wahrheit nicht so genau genommen haben. Sie arbeitete zwar in der Zeit des Badewannen-Todes der Sängerinnen-Legende im Februar 2012 mehrere Stunden pro Woche in der Gerichtsmedizin, doch mit Houstons Leiche sei sie niemals in Berührung gekommen, so Verantwortliche dort zu TMZ. Und: Houston wäre auch gar nicht in einem Leichensack aufbewahrt gewesen. Zusammengefasst: Lindsay Lohan log.     

22:30 Uhr: Hurrikan "Odile" zog mit sintflutartigem Regen und Windböen über Promi-Ressort Cabo San Lucas

Hurrikan Odile traf das Luxus-Ressort Cabo San Lucas in Baja California (Mexiko), wo Hollywoodstars wie George Clooney und Jennifer Aniston gerne urlauben, mit Winden von 200 Stundenkilometern (Kategorie 3) in der Nacht auf Montag. Es war der schlimmste Hurrikan-Treffer von Baja, der idyllischen Halbinsel voller Urlauber-Ressorts, aller Zeiten. Zeugen berichten von „totaler Zerstörung“ und dramatischen Szenen, so der Sender NBC. Storm Chaser Josh Morgerman aus Kalifornien berichtete auf Twitter, dass die Lobby seines Hotels regelrecht "explodiert" sei, es blieben nichts als Trümmer zurück. Er wäre der Wucht des Sturmes "kriechend, huschend und laufend" entkommen.

Eine Krankenschwester aus Alabama, Chelsea Ballenberger, musste in die Dusche flüchten, als durch die Windböen die Fenster ihres Hotelzimmers barsten. "Wir hören die heulenden Winde", schrieb sie auf Facebook. Die mexikanischen Behörden hatten vor dem Einstreffen von Odile 30.000 Menschen aus küstennahen Orten evakuiert. Meteorologen berichten von unvorstellbaren Regenmengen von 270 Millimetern in nur einer Stunde - fast die gesamte Niederschlagsmenge in einem Jahr. Das Auge des Sturmes traf die 200.000-Einwohner-Stadt La Paz um 5:30 Uhr Ortszeit, Montag. Mit 922 Millibar Tiefdruck zählt Odile zu den 15 stärksten jemals im Ostpazifik registrierten Wirbelstürmen, so der Wetterdienst Wunderground

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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