Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Krieg gegen IS-Terrormiliz: Parlament in Paris für Ausreiseverbot für Jihadisten

Die Abgeordneten des französischen Parlaments haben sich am Dienstagabend auf ein Ausreiseverbot für potenzielle Jihadisten geeinigt. Die Maßnahme ist Teil eines Anti-Jihadisten-Gesetzes, das in der Nationalversammlung debattiert wurde. Der Text zum Reiseverbot sieht bei der begründeten Annahme, dass sich französische Staatsbürger ins Ausland begeben, um sich an "Terroraktivitäten oder Kriegsverbrechen" zu beteiligen, den Einzug von Personalausweisen und Reisepässen vor. Das Ausreiseverbot kann demnach sechs Monate lang bestehen bleiben und um bis zu zwei Jahre verlängert werden. Die Betroffenen könnten dagegen Rechtsmittel einlegen, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve im Parlament. Indes drohen bei Missachtung des Reiseverbots bis zu drei Jahre Gefängnis und empfindliche Geldstrafen. Über den Text soll am Mittwoch formell im Parlament abgestimmt werden.  

3:15 Uhr: Ukraine-Krise: Klitschko lobt Assoziierungsabkommen mit EU

Der ukrainische Politiker Vitali Klitschko hat das besiegelte Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU als "historischen Moment" gewürdigt. Für Millionen Ukrainer sei mit der Verabschiedung des Abkommens am Dienstag ein Traum in Erfüllung gegangen, schrieb der Kiewer Bürgermeister in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung vom Mittwoch. Fast ein Jahr lang hätten die Bürger seines Landes darum gekämpft, viele seien gestorben, schrieb der frühere Profiboxer in Anspielung auf monatelange Proteste und den aktuellen Konflikt in der Ostukraine.

Vitali Klitschko © Getty Images

Klitschko: "Traum ging Erfüllung"

Die Anbindung der Ukraine an den Westen könne nun nicht mehr gestoppt werden, schrieb Klitschko weiter. Die Parlamente der Ukraine und der EU hatten das Assoziierungsabkommen am Dienstag mit großen Mehrheiten nahezu zeitgleich verabschiedet. Eigentlich hatte das Abkommen bereits Ende vergangenen Jahres unterzeichnet werden sollen, der damalige ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch stoppte den Prozess aber und wandte sich stattdessen Russland zu. In der Folge gab es heftige Proteste, die in den aktuellen gewaltsamen Konflikt mündeten.  

2:20 Uhr: Wieder Polizei-Brutalität in Missouri: Teenager nach Taser-Attacke im Koma

Der Bundesstaat Missouri kommt nicht zur Ruhe: Der 17-Jährige High-School-Schüler Bryce Masters war am Sonntag von der Polizei am Steuer eines Wagens in der Stadt Idependece angehalten worden. Die Nummerntafel blinkte im Polizeisystem auf: Ein Haftbefehl stand im Zusammenhang mit dem Kennzeichen, allerdings für eine junge Frau. Polizist Tim Runnels gab später an, dass der Teenager unkooperativ gewesen sei und nicht aus dem Wagen steigen wollte.

Der Cop feuerte die Taser-Waffe ab, als Masters noch im Wagen war. Der Schüler stieg noch aus, doch stürzte zu Boden. Die Stromstöße des Tasers hatten ihn nahe des Herzens getroffen. Nach der Einlieferung ins Spital wurde Masters in ein künstliches Koma versetzt. Die Familie befürchtet schwere Gehirnschäden. Ein gespenstisches Amateurvideo zeigt, wie das Opfer regungslos am Boden neben dem Polizeiwagen liegt.

1:35 Uhr: Opferbilanz bei Einsturz von Kirche in Lagos stark gestiegen

Die Opferzahl beim Einsturz eines Kirchengebäudes in der nigerianischen Küstenmetropole Lagos ist deutlich gestiegen. Südafrikas Präsident Jacob Zuma teilte am Dienstag mit, allein 67 Südafrikaner seien unter den Opfern des Unglücks vom Freitag. Dutzende weitere seien verletzt worden. Die nigerianischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, die Opferzahl sei von 40 auf 62 gestiegen. Es wurde jedoch befürchtet, dass noch mehr Menschen unter den Trümmern des Gasthauses einer beliebten Megakirche begraben liegen. In dem Gebäude waren einheimische und ausländische Gäste der Synagogue Church of All Nations (Scoan) des populären Fernsehpredigers T.B.

Joshua untergebracht. Nach Angaben von Rettungskräften war das Gebäude wohl durch den Bau zusätzlicher Stockwerke überlastet. Die Behörden warfen Joshua vor, das Ausmaß des Unglücks vertuscht zu haben. Der ebenso beliebte wie umstrittene Prediger schrieb am Dienstag im Internetdienst Twitter: "Harte Zeiten prüfen mich, aber zerstören mich nicht." Joshua, der nach eigenen Angaben wiederholt Wunder verübt hat, zählt eine Reihe von Regierungschefs und Präsidenten zu seinen Anhängern, was ihm erheblichen politischen Einfluss verleiht. Südafrikas Präsident Zuma erklärte am Dienstag, in der jüngeren Geschichte des Landes seien niemals so viele Bürger auf einmal bei einem Unglück im Ausland ums Leben gekommen. "Die ganze Nation teilt den Schmerz der Mütter, Väter, Töchter und Söhne, die ihre Geliebten verloren haben", erklärte Zuma.  

0:05 Uhr: Schottland-Referendum: Unabhängigkeitsanhänger legen in Umfragen zu

Das Lager der Befürworter einer Unabhängigkeit Schottlands erhält kurz vor dem Referendum über eine Abspaltung von Großbritannien Zulauf. In einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Zeitung "Scotsman" sprachen sich 48 Prozent für eine Unabhängigkeit aus, drei Punkte mehr als vor einem Monat. In der Umfrage des "Daily Telegraph" waren es ebenfalls 48 Prozent, ein Punkt mehr als noch am Wochenende. Gegen eine Loslösung sprachen sich jeweils 52 Prozent der Befragten aus.  

23:40 Uhr: Obama: Stoppt Ebola-Epidemie bevor Hunderttausende infiziert sind

US-Präsident Barack Obama hat die Weltgemeinschaft zum raschen Handeln gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika gedrängt, bevor "Hunderttausende" infiziert sind. "Das ist eine potenzielle Gefahr für die globale Sicherheit", sagte Obama am Dienstag bei einem Besuch im Zentrum zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (CDC) in Atlanta, bei dem er einen US-Aktionsplan gegen die Epidemie vorstellte. Demnach werden die USA 3.000 Militärangehörige nach Westafrika schicken, um beim Aufbau von Gesundheitszentren zur Bekämpfung der tödlichen Seuche zu helfen.

obama_ap.jpg © AP

Obama: Führt USA in Kampf gegen Ebola

"Hier ist die harte Wahrheit: In Westafrika ist Ebola inzwischen eine Epidemie, wie wir sie noch nicht gesehen haben", sagte Obama. "Sie gerät außer Kontrolle. Es wird schlimmer. Sie breitet sich schneller und exponentiell aus. Heute sind tausende Menschen in Westafrika infiziert. Diese Zahl kann rasch auf Zehntausende anwachsen." Wenn die Epidemie nicht gestoppt werde, könnten sich gar Hunderttausende Menschen infizieren. Dies hätte tiefgreifende politische, ökonomische und sicherheitspolitische Konsequenzen, warnte der US-Präsident. Aus US-Regierungskreisen war zuvor verlautet, dass die US-Militäreinheiten in Westafrika insgesamt 17 Behandlungszentren mit je 100 Betten für Ebola-Patienten errichten sollen. Im Zentrum der Bemühungen steht demnach das am schlimmsten betroffene Liberia. In der dortigen Hauptstadt Monrovia soll eine Kommandozentrale geschaffen werden, um den Einsatz zu koordinieren. Zudem soll in Liberia ein Ausbildungszentrum eingerichtet werden, in dem mindestens ein halbes Jahr lang wöchentlich 500 Ortskräfte im Umgang mit Ebola-Patienten geschult werden sollen.  

23:25 Uhr: Pennsylvania: "Sniper" wollte Massaker verüben

Der Verdächtige Eric Matthew Frein (31) hatte in einem Hinterhalt an einem Highway im US-Staat Pennsylvania zwei State-Tropper niedergeschossen: Bryan Dickinson (†38) wurde getötet, seine Kollege Alex Douglass (31) überlebte das Attentat. Der Killer ist seither auf der Flucht, eine Großfahndung nach dem "Sniper" läuft.

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Opfer: Dickinson (l.) wurde getötet, Douglass verletzt

Feins Vater, ein pensionierter Armee-Major, sagte jetzt zur Polizei, dass sein Sohn ein ausgebildeter Scharfschütze und fanatischer "Survivalist" sei, der lange Zeit überleben könne ohne Hilfe. Der Vater vermisse auch zwei Waffen: Eine Gewehr (Kaliber 0,308) mit Zielfernrohr und ein AK-47-Sturmgewehr. Frein hätte vor dem Amoklauf angedeutet, dass er Vertreter der Staatsgewalt töten wollte. Freins Vater gab an, dass er seinem Sohn das Schießen beigebracht hatte. "Er schießt kaum daneben", warnte er.

22:55 Uhr: Rapper Diddy blättert 40 Millionen Dollar für Mega-Mansion hin

Hip-Hop-Mogul Sean Combs, besser bekannt unter dem Künstlernamen "Diddy", leistete eine Anzahlung auf eine der luxuriösesten Immobilen der Metropole L.A.. Diddys neues Zuhause - eine Riesenvilla im "europäischen Stil", so der Webdienst TMZ - liegt im Nobelbezirk Holmby Hills, nahe dem Chateau, in dem 2009 Michael Jackson starb.

Auf 1500 Quadratmetern Wohnfläche hat Diddy in acht Schlafräumen und elf Badezimmern genügend Auslauf. Das Gästehaus allein ist fast 300 Quadratmeter groß. 

22:45 Uhr: Star-Power: Leonardo DiCaprio wird neuer UN-Friedens- und Klimabotschafter

UN-General Ban Ki-moon ernannte Hollywoodstar Leonardo DiCaprio (39, "Wolf of Wall Street") zum neuen Friedens-Sonderbotschafter. Der Schauspieler soll auch bei der Aufklärung vor den Gefahren des Klimawandels rund um die Welt helfen. Ban schwärmte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, dass DiCaprio nicht nur einer "der berühmtesten Schauspieler" sei, sondern auch sein "Leben in den Dienst von Projekten für den Klimaschutz" gestellt habe, so der UN-Chef.

Leonardo DiCaprio & Toni Garrn relaxen in St. Tropez © Photo Press Service, www.photopress.at

DiCaprio: Neuer UN-Sonderbotschafter

DiCaprio wurde damit in den illustren Kreis berühmter UN-Botschafter aufgenommen, darunter Michael Douglas oder George Clooney.    

22:30 Uhr: Hitzehölle in Kalifornien: Feuerinferno, Stromausfälle

Eine brutale Hitzewelle gepaart mit der Jahrhundert-Dürre führt zum Notstand in Kalifornien. Elf Waldbrände lodern in dem US-Staat. In der Nacht auf Dienstag radierte ein sich explosiv ausbreitendes Feuerinferno in Nordkalifornien einen ganzen Bezirk des Ortes Weed (3000 Einwohner) aus: Windböen von 60 km/h bliesen die Flammenwalzen binnen Minuten in die Kleinstadt, 100 Häuser, darunter eine Kirche und eine Sägemühle, der wichtigste Arbeitgeber des Ortes, wurden ein Raub der Flammen. 1500 Menschen waren auf der Flucht. "Es waren Szenen wie aus einem Albtraum", sagte Einwohner Shelagh Price zu NBC: "Menschen wussten zunächst gar nicht, in welche Richtung sie laufen sollten". Es kam zu dramatischen Momenten, als eine Schule inmitten des beißenden Rauches der näherrückenden Flammen evakuiert werden musste.

Wirbelsturm Odile. der Baja California verwüstete, bringt keinen Regen nach Kalifornien, sondern nur starke Winde, die neue Brände entfachen könnten. Wegen der Hitzewelle verloren 4000 Kunden in der Metropole Los Angeles den Strom, die Temperaturen näherten sich Dienstag wieder der 40-Grad-Marke im Landesinneren. Die Stromfirmen meldeten Montag einen Rekordverbrauch wegen der Hitze, so die Los Angeles Times

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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