Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

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Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Wutwelle in den USA nach Freispruch von Polizisten, der Schwarzen Eric Garner mit Würgegriff umbrachte

New York erlebt die größte Demonstrationen seit Jahren, nachdem eine Grand-Jury in Staten Island (New York) jenen Polizisten "freisprach", der im Sommer den Schwarzen Eric Garner bei einer Verhaftung in den Würgegriff nahm und tötete.

Zehntausende Demonstranten zogen durch die Straßen der Metropole, der West Street Highway, eine der wichtigsten Hauptverkehrsadern wurde blockiert, der Columbus Circle am Central Park lahmgelegt. Die Metropole versank im Verkehrschaos. 

Die Polizei hielt sich weitgehend zurück, es wurden vorerst 17 Verhaftungen gemeldet. Die Wutwelle schwappte über das ganze Land: Aktivisten blockierten Straßen in Los Angeles, San Francisco und Seattle.

3:05 Uhr: US-Justizminister kündigte Ermittlung wegen Todes eines Schwarzen an

Nach dem Verzicht auf eine Anklage gegen einen weißen Polizisten wegen des Todes eines Schwarzen in New York hat Justizminister Eric Holder nationale Ermittlungen angekündigt. Nachdem die Untersuchungen vor Ort abgeschlossen seien, solle nun auf Bundesebene geprüft werden, ob im Todesfall Eric Garner Bürgerrechte verletzt worden seien, sagte Holder am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten. Holder versprach eine "unabhängige, tiefgründige, gerechte und schnelle" Untersuchung. Zuvor hatten die Geschworenen einer sogenannten Grand Jury in New York auf eine Anklage gegen einen Polizeibeamten verzichtet, der den schwarzen Familienvater Garner bei einer Festnahme in den Würgegriff genommen hatte. Der an Asthma leidende Mann beschwerte sich dabei mehrmals, keine Luft zu bekommen, bevor er das Bewusstsein verlor. Im Krankenhaus wurde er später für tot erklärt.

 

 

Der Tod des Schwarzen sei "tragisch" und er könne die Wut vieler Menschen angesichts der Entscheidung der Grand Jury verstehen, sagte Holder. Er rief vor diesem Hintergrund zur Ruhe auf. In New York und in Washington kam es nach dem Bekanntwerden der Entscheidung der Grand Jury am Mittwochabend zu Protesten. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot vor Ort, in New York gab es mehrere Festnahmen. Erst in der vergangenen Woche hatte die Entscheidung einer Grand Jury im Bundesstaat Missouri für Empörung gesorgt, die von einer Anklage gegen den weißen Polizisten Darren Wilson absah. Wilson hatte Anfang August bei einem Einsatz in der Kleinstadt Ferguson den schwarzen Teenager Michael Brown erschossen.

1:55 Uhr: Pentagon: Getrennte Einsatzgebiete von Iran und USA im Irak

Der Iran und die USA sind nach Angaben aus Washington im Irak in getrennten Gebieten im Einsatz. Iranische Kampfjets hätten am vergangenen Wochenende in der östlichen Provinz Dijala Ziele angegriffen, sagte ein Pentagonsprecher am Mittwoch. Dort seien die USA "nicht aktiv", fügte Steven Warren vor Journalisten hinzu. Dem US-Verteidigungsministerium zufolge arbeiteten Militärberater Teherans und Washingtons im Irak ein Konzept verschiedener Interventionsgebiete aus.

 

 

Ein weiterer Vertreter der US-Verteidigung, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Iran und die USA wollten Konfrontationen vermeiden. Es gebe eine Art "stillschweigende Vereinbarung", dass die USA nicht in demselben Gebiet wie der Iran im Einsatz seien. Im Gegenzug greife der Iran die US-Kräfte nicht an. Der Iran gehört der internationalen Koalition im Kampf gegen den IS nicht an. Das Pentagon hatte indes am Dienstag erklärt, es habe Hinweise auf Angriffe iranischer Kampfjets auf IS-Stellungen. Teheran bestätigte das zunächst nicht.

1:05 Uhr: Terminator-Fans verzückt: Erster Trailer-Teaser für Arnies Comeback als Kampfmaschine

Es sind nur 15 Sekunden und bloß eine Szene, doch der erste Teaser des neuen Terminator-Streifens "Terminator Genisys" sorgt für einen Hype im Internet. Zu sehen ist Arnold Schwarzenegger in seiner Leibrolle als Kampfroboter aus der Zukunft, wie er seinen Roboterarm aus Stahl begutachtet.

 

 

Donnerstag soll der Trailer in voller Länger veröffentlicht werden. Der berühmteste Satz der Filmgeschichte durfte bei der Bewerbung des Filmes nicht fehlen: "I´ll be back".   

0:40 Uhr: US-General: Jihadisten besitzen Ausbildungslager in Libyen

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) besitzt nach Angaben aus den USA mittlerweile auch Ausbildungslager in Libyen. Die Trainingscamps im Osten des nordafrikanischen Landes seien "im Entstehen" begriffen und das US-Militär beobachte deren Entwicklung sehr genau, sagte der US-General David Rodriguez am Mittwoch vor Journalisten. Rodriguez leitet das Afrika-Kommando der USA.

 

 

Den Worten des US-Generals zufolge befinden sich in den Lagern derzeit rund 200 Jiahdisten. Die Aktivitäten der Kämpfer in Libyen beschrieb er als noch "sehr klein". Die Extremistenorganisation kontrolliert weite Teile in Syrien und im Irak. Eine internationale Militärkoalition geht in beiden Ländern derzeit gegen die IS-Kämpfer vor. 

0:05 Uhr: UN-Klimakonferenz: Jährliche Ausgaben von bis zu 650 Milliarden Dollar

Weltweit fließen jährlich etwa zwischen 340 und 650 Milliarden Dollar (523,18 Mrd. Euro) in den Klimaschutz. Das geht aus einem Zweijahresbericht des Finanzkomitees des UN-Klimasekretariats für die Jahre 2011 und 2012 hervor, der am Mittwoch bei der UN-Konferenz in Lima vorgestellt wurde. Die Ausgaben umfassen private und staatliche Ausgaben. Doch sind die Subventionen für Öl und Gas und Investitionen in fossile Brennstoffträger demnach fast doppelt so hoch. Die Differenz zwischen Mindest- und Höchstbetrag ergibt sich aus unterschiedlichen Ansätzen, welche Ausgaben als klimaschutzrelevant angerechnet werden. Die Unterstützung der Industrieländer für die Entwicklungsländer wird auf jährlich 35 bis 50 Milliarden US-Dollar beziffert. Enthalten sind auch staatliche Entwicklungshilfe und Mittel von Entwicklungsbanken. Die Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, sagte, die Finanzierung sei entscheidend für das Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.

23:35 Uhr: Anwältin von Cosby-Opfern verlangt 100 Millionen Dollar Entschädigung

Staranwältin Gloria Allred, die nun bereits drei vermeintliche Opfer von Vergewaltigungen durch TV-Legende Bill Cosby vertritt, verlangte in einer Pressekonferenz eine Entschädigung für die Frauen in der Höhe von 100 Millionen Dollar. Allred gab zu, dass sie wegen der Verjährung der Fälle vor Jahrzehnten vor Gericht keine Chance hätte. Doch sie appellierte – mit drei Cosby-Opfern an ihrer Seite – an den TV-Star, er solle sich den Vorwürfen stellen.

 

 

Die drei Opfer berichteten alle, dass Cosby sie einst mit einem Drink betäubte und dann klatschte: "Wacht auf für Pappa!" Dann seien sei vergewaltigt worden. 

22:55 Uhr: Obama nennt Putins Politik "nationalistisch und rückwärtsgewandt"

US-Präsident Barack Obama erwartet kein baldiges Einlenken des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine-Krise. Die Eskalation des vergangenen Jahres habe Putin seinem Eindruck nach überrascht, sagte Obama am Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern in Washington. Seitdem improvisiere er mit einer "nationalistischen und rückwärtsgewandten" Politik. Diese verängstige Russlands Nachbarn und schade der Wirtschaft enorm. Von seinem Kurs werde Putin erst abrücken, wenn der Wirtschaftsabschwung dies erzwinge, argumentierte der US-Präsident.

 

 

Putin hält am Donnerstag (10.00 Uhr MEZ) seine jährliche Rede zur Lage der Nation. Es wird erwartet, dass der Kremlchef in der etwa einstündigen Ansprache Stellung nimmt zum Konflikt zwischen Russland und dem Westen sowie zum Bürgerkrieg in der benachbarten Ukraine. Zudem dürfte sich der Präsident auch zur schweren Wirtschaftskrise seines Landes äußern, die durch Sanktionen des Westens und den niedrigen Ölpreis ausgelöst wurde. 

22:45 Uhr: Droht neues Ferguson? Polizist, der Schwarzen erwürgte, wird nicht angeklagt

Hochspannung in New York nach der Entscheidung einer Geschworenen-Grand-Jury, den Polizisten Daniel Pantaleo nicht wegen des Todes eines Afroamerikaners anzuklagen. Der Cop hatte beim Versuch einer Festnahme Eric Garner in den Schwitzkasten genommen. Der Schwarze keuche: "Ich kriege keine Luft! Ich kriege keine Luft!" Doch der Polizist ließ nicht locker, Garner starb. Bürgermeister Bill de Blasio nannte den Tod "tragisch", doch rief zur Ruhe auf.

 

 

In New York wurde aus Furcht vor Ausschreitungen die Polizei-Präsenz erhöht. Der Freispruch des Polizisten kommt nach den Unruhen in Ferguson (US-Staat Missouri), wo eine Anklage gegen Polizisten Darren Wilson, der Teenager Michael Brown erschoss, ebenfalls fallengelassen worden war.  

22:25 Uhr: Hillary Hype? Ex-Außenministerin Hillary Clinton redet vor leeren Sitzreihen...

Macht sich in den USA bereits Ermüdung bemerkbar wegen dem Medientrommelfeuer über die erwartete Kandidatur der Ex-Außenministerin für das Oval Office? Jüngstes Beispiel: Hillary Clinton hielt Mittwoch eine Rede an der "Georgetown University" über Sicherheitsfragen und "Leadership", doch überraschend blieben viele Sitzreihen leer. Die blamablen Fotos zirkulierten vor allem auf konservativen Websites als "Beweis" für Clintons sinkende Popularität.

 

 

Berichtet wird nun auch immer öfter, dass seitens der Ex-First-Lady eine gewisse Hesitation zu beobachten sei. Ihr Kalender ist weiterhin mit Terminen für bezahlte Reden gefüllt, ein Indiz, dass sie ihre Entscheidung über eine 2016-Kandidatur später als erwartet verkünden könnte, berichtete "Politico". Und die "Washington Post" findet, dass "Hillary 2016" gar keine so ausgemachte Sache sei, wie allgemein vermutet wird. Bekommt die berühmteste Politikerin der Erde im letzten Moment noch klare Füße?   

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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