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Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:10 Uhr: US-Repräsentantenhaus verabschiedete Haushalt

Das US-Repräsentantenhaus hat kurz vor Ablauf der Frist einen neuen Haushalt verabschiedet. Nun muss der Senat dem Etat von 1,1 Billionen Dollar (890 Mrd. Euro) noch zustimmen. Wie aus den Reihen der Republikaner am Donnerstag verlautete, wird das Repräsentantenhaus deshalb eine Verlängerung von zwei Tagen einräumen. Eigentlich muss der Etat bis Mitternacht (Ortzeit, 06.00 MEZ) verabschiedet sein, um einen Regierungsstillstand wie im Oktober 2013 zu vermeiden. Ein Szenario, das kaum ein Politiker in Washington angesichts der damaligen Welle aus Wut und Empörung in der Bevölkerung riskieren dürfte. Der Haushalt sieht die Freigabe von 1,1 Billionen Dollar zur Finanzierung der Bundeseinrichtungen bis September 2015 vor. Der Etat für das Heimatschutzministerium, das für Einwanderung und Grenzschutz zuständig ist, ist allerdings nur bis Ende Februar gesichert. Das gibt den oppositionellen Republikanern die Möglichkeit, die Umsetzung der von Präsident Barack Obama erlassenen Anordnung zur Unterstützung von Einwanderern zu verhindern.  

3:55 Uhr: US-Gericht hob Mordanklage gegen Ex-Todeskandidatin Debra Milke auf

Die in Berlin geborene ehemalige US-Todeskandidatin Debra Milke ist ihrem endgültigen Leben in Freiheit einen wichtigen Schritt näher. Ein Berufungsgericht im US-Staat Arizona ordnete am Donnerstag an, die Mordanklage gegen die 49-jährige Tochter einer Deutschen und eines Amerikaners fallenzulassen. Das Gericht folgte damit Milkes Anwälten. Diese hatten argumentiert, eine drohende Neuauflage des langen Prozesses verstoße gegen die US-Verfassung, weil niemand zweimal für dasselbe Verbrechen vor Gericht gestellt werden dürfe. Milke sei "begeistert, schockiert und sprachlos", sagte ihr Anwalt Michael Kimerer der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe die Entscheidung kaum fassen können. Beendet ist ihre lange Hängepartie allerdings noch nicht, da die Staatsanwaltschaft den Fall bis zum Obersten Gerichtshof von Arizona bringen will.

 

 

Bis zu dieser Entscheidung könnten laut Kimerer noch einmal drei bis vier Monate vergehen. Die heute in Phoenix lebende Milke war vor über 20 Jahren zum Tode verurteilt worden. Sie habe 1989 zwei Männer angestiftet, ihren vierjährigen Sohn zu töten, hieß es damals. Im Herbst 2013 erklärte ein Berufungsgericht das Urteil wegen mangelnder Beweise für ungültig. Milke kam auf Kaution und mit einigen Einschränkungen auf freien Fuß, nachdem sie 22 Jahre in der Todeszelle auf ihre Hinrichtung gewartet hatte. Der Fall habe Arizonas Justizsystem "schwer befleckt", schrieben die Richter am Donnerstag und sprachen von "ungeheurem staatsanwaltlichen Fehlverhalten". 

3:00 Uhr: Malala brach bei Anblick ihrer blutigen Schuluniform in Tränen aus

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai ist bei dem Anblick ihrer blutigen Schuluniform, die sie am Tag des Attentats der radikalislamischen Taliban getragen hatte, in Tränen ausgebrochen. Die 17-jährige Kinderrechtsaktivistin und der Inder Kailash Satyarthi eröffneten am Donnerstagabend gemeinsam im norwegischen Oslo eine Ausstellung. Die Exposition ist den beiden frisch gekürten Nobelpreisträgern gewidmet. In einem Glaskasten ist dort auch die Kleidung ausgestellt, die Malala damals trug. Noch immer zeugen dunkle Blutspuren auf der Hose, der Jacke und dem Tuch von dem schweren Anschlag, den Malala im Oktober 2012 wie durch ein Wunder überlebt hatte.

 

 

Der heute 17-Jährigen war aus nächster Nähe in den Kopf geschossen worden. Malala hatte sich damals schon seit Längerem für die Bildung von Frauen und Mädchen eingesetzt, weshalb sie zur Zielscheibe der Taliban wurde. Als die sonst so gefasst wirkende Jugendliche am Donnerstag ihre Schulkleidung von damals sah, brach sie in Tränen aus - ihr Begleiter Satyarthi nahm sie daraufhin in den Arm und küsste sie auf den Kopf. "Du bist so mutig", sagte der 60-Jährige nach Angaben der norwegischen Nachrichtenagentur NTB. 

1:55 Uhr: Ausschuss im US-Senat genehmigte Obamas Krieg gegen IS-Extremisten

Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben Mitglieder des US-Kongresses über den ausgedehnten Militäreinsatz abgestimmt. Der auswärtige Ausschuss im Senat stimmte am Donnerstag mit zehn zu acht Stimmen dafür, den Kampf gegen die Extremisten für bis zu drei Jahre zu genehmigen. Einsätze von US-Kampftruppen am Boden sollen mit Ausnahme von "festgelegten Fällen" ausgeschlossen sein, teilte der Ausschussvorsitzende Robert Menendez mit.

4. November 2014 © EPA

Obama: Ersuchte Kongress um Kriegs-Genehmigung

Präsident Barack Obama hatte den Kongress gebeten, den Anfang August im Irak begonnenen und später auf Syrien ausgeweiteten Kampfeinsatz zu autorisieren. Bisher stützt Obama sich immer noch auf die Kriegsvollmachten, auf die sich bereits sein Vorgänger George W. Bush nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 berufen hatte. Obama hatte den Kongress nach den Wahlen am 4. November um die Genehmigung gebeten. Zuvor hatte er lediglich gesagt, dass er die Rückendeckung des Kongresses als Signal lediglich begrüßen würde. Die neue Kriegsvollmacht sieht vor, dass Obama nach 60 Tagen eine umfassende Strategie des Einsatzes vorlegt. Zudem würde sie die 2001 zum Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida verabschiedete Vollmacht beenden. Menendez rief den Senat auf, ebenfalls abzustimmen.

1:05 Uhr: Anna Wintour auf der Flucht vor Ratten im neuen "World Trade Center"

Die Angestellten des Medienriesen Conde Nast machten sich nach dem Einzug ins neue World Trade Center Anfangs eher Sorgen wegen der Terrorgefahren in dem ikonischen Skyscraper. Stattdessen sorgt eine Rattenplage für helle Aufregung: Die Nager sollen die Etagen des kühnen Glasstahl-Gebäudes überrennen, in das die ersten 900 Mitarbeiter des Konzerns bereits einzogen. Besonders erzürnt soll die exzentrische Vogue-Chefin Anna Wintour sein, die nun am liebsten ihrem neuen Arbeitsplatz auf "Ground Zero" fern bleiben würde, wie Vanity-Fair-Chef Graydon Carter der "Daily News" anvertraute.

 

 

Wie schlimm ist die Plage? Ein Gruppe an Ratten soll ein Loch in die Decke genagt haben, die Tiere stürzten auf den Schreibtisch eines Sport-Redakteurs und hinterließen Kot auf der Computer-Tastatur.   

0:25 Uhr: Senatorin widerspricht Aussagen von CIA-Chef zu Folterbericht

Noch während der CIA-Direktor John Brennan vor der Presse seine Sicht auf den verheerenden Senatsbericht zur Folter darlegte, hat die Senatorin Dianne Feinstein auf Twitter seine Darstellung Aussage für Aussage widersprochen. Brennan sagte vor der Presse am Donnerstag etwa, man könne nicht wissen, ob Agenten wichtige Informationen gefolterter Häftlinge auch durch andere Methoden erhalten hätten. Feinstein schrieb daraufhin auf dem Kurzmitteilungsdienst: "Studie zeigt, man KANN es wissen. CIA hatte Info vor Folter. #Lies den Bericht." Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, der am Dienstag trotz des Widerstands der CIA den Bericht zu den Folterpraktiken unter Präsident George W. Bush vorgelegt hatte, widersprach auch der Darstellung Brennans, die CIA habe die Öffentlichkeit oder Abgeordnete nicht angelogen. Ihr Ausschuss sei erst vier Jahre nach Beginn des Verhörprogramms informiert worden - wenige Stunden vor seiner Aufdeckung, schrieb Feinstein.

 

 

Laut ihrem Büro schaute die Senatorin den Presseauftritt live im Fernsehen, während ihre Mitarbeiter die rund zwei Dutzend Tweets verschickten. Die Demokratin konterte auch Brennans Darstellung, dass die sogenannten erweiterten Verhörmethoden - abgekürzt EIT - ermöglicht hätten, den Al-Kaida-Führer Osama bin Laden zu finden. "Die Studie zeigt eindeutig, dass die EIT nicht zu bin Laden führten. Seite 378", hieß es in einem Tweet. Feinstein wies auch den Vorwurf zurück, die veröffentlichte Zusammenfassung greife nur die kritischen Punkte heraus. "500-seitige Zusammenfassung ist nur kleiner Teil von 6700-Seiten-Bericht. Keine Rosinenpickerei. Alles ist mit 38.000 Fußnoten dokumentiert. #Lies den Bericht", schrieb die Senatorin. 

23:35 Uhr: Kerry warnt bei Klima-Gipfel: "Die Zeit wird knapp"

US-Außenminister John Kerry hat die Verantwortung der Industrieländer für den Klimawandel anerkannt, Entwicklungsländer aber im Kampf gegen die Erderwärmung mit in die Pflicht genommen. Der Klimawandel sei menschengemacht und könne von Menschen aufgehalten werden, sagte er am Donnerstag in Lima bei der UN-Klimakonferenz. "Jedes Land hat die Verantwortung, seinen Teil zu tun", sagte Kerry. Die Industriestaaten müssten den schwachen Staaten helfen. Aber über 50 Prozent der Treibhausgase kämen aus Entwicklungsländern. Notwendig sei deshalb eine globale Lösung.

 

 

Ein Weltklimaabkommen Ende 2015 in Paris sei deshalb nicht nur eine Option, sondern eine "dringende Notwendigkeit". "Tatsache ist, die Zeit läuft uns davon", warnte Kerry. Das Zeitfenster, um den Klimawandel aufzuhalten, schließe sich schnell. Skeptisch äußerte sich Kerry mit Blick auf fossile Brennstoffe. Kurzfristig erschienen Kohle und Öl die billigere Option zu sein. "Aber wir müssen die echten Kosten berechnen", forderte der Amerikaner mit Verweis auf die Milliardenschäden durch Naturkatastrophen, Krankheiten und Zerstörung.  

22:50 Uhr: "Sony"-Hacker-Gate: Miese Scherze über Präsidenten Barack Obama enttarnt...

Der Skandal um von Hackern enthüllte Emails zwischen "Sony"-Managerin Amy Pascal und Produzenten Scott Rudin weitet sich aus. Nun veröffentlichte die Website Buzzfeed einen Email-Austausch, wo in stereotypischer, klischeebeladener und an Rassismus grenzender Manier über Obama gewitzelt wurde. In der Email-Abfolge will sich Pascal auf ein Fundraiser-Treffen mit Obama vorbereiten und erkundigt sich bei Rudin über mögliche Themen zum Small-Talk. "Soll ich ihn fragen, wie ihm Django gefiel?", verweist sie auf Quentin Tarantinos Sklavenwestern: "Oder 12 Years a Slave", steuert Rudin einen weiteren Sklavenfilm bei.

 

 

Rudin scherzt am Ende des peinlichen Email-Austausches zwischen zwei Schlüsselfiguren in Hollywood, dass Obama sicher auf den schwarzen Komiker Kevin Hart abfahre. Rudin hat sich nun für die Emails entschuldigt. 

22:45 Uhr: Ex-Supermodel Beverly Johnson: "Bill Cosby wollte mich mit Medikamenten betäuben.."

Das Model fügte ihren Namen in einem Interview mit "Vamity Fair" zu einer langen Liste an Frauen, die bisher sexuelle Übergriffe oder Betäubungen mit Medikamenten oder Drogen durch TV-Komikerlegende Bill Cosby enthüllten. Beverly Johnson erzählte dem Magazin, dass sie Cosby in den Achtzigern mehrmals traf, um mögliche Rollen in der  Cosby Show mit ihm zu besprechen.

 

 

Einmal servierte er ihr einen Cappuccino. Beim zweiten Schluck bemerkte sie, dass ein Betäubungsmittel dem Getränk beigemischt sein musste. Sie konnte sich erfolgreich zur Wehr setzen, als sie Cosby in ein Taxi zerren wollte, so Johnson.

22:30 Uhr: Stromausfälle in San Francisco durch Monstersturm

Nach Eintreffen des schlimmsten Küstensturmes in Kalifornien seit sechs Jahren wurden bis Donnerstagmittag Stromausfälle bei 150.000 Haushalten und Geschäften in der San Francisco Bay gemeldet, 94.000 davon In der Stadt selbst, berichtete der Sender CNN. Heftige Niederschläge wurden verzeichnet, darunter eine Rekordregenmenge von 370 Millimetern im "Petrified Forrest".

 

 

Im  Weingebiet des Napa Valley herrscht wegen steigender Flusspegel Hochwasseralarm. In San Francisco schlossen zahlreiche Schulen, wegen Windböen von fast 100 km/h wurden Fährverbindungen eingestellt. 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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