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Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:55 Uhr: Nach Vergewaltigung: Fahrdienst Uber kündigt strengere Background-Checks von Fahrern an

Nach einem mutmaßlichen Vergewaltigungsfall in Indien hat der Fahrdienst Uber stärkere Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Geplant ist vor allem eine gründlichere Prüfung der Fahrer, wie das US-Startup am Mittwoch erklärte. Zwar sei Uber davon überzeugt, "in 260 Städten weltweit" eine sichere Transportmöglichkeit eingerichtet zu haben, erklärte Sicherheitschef Philip Cardenas in einem Blog. "Aber wir haben noch mehr Arbeit vor uns und wir werden handeln." Geplant ist demnach auch, Kontaktmöglichkeiten für die Mitfahrer im Notfall einzurichten. Anfang Dezember hatte eine Kundin von Uber ausgesagt, in Neu Delhi von einem Fahrer des Dienstes vergewaltigt worden zu sein.

Die indische Polizei warf Uber vor, die Vergangenheit des Fahrers nicht überprüft und kein Ortungsgerät in dessen Auto installiert zu haben. Der Mann war demnach zum Zeitpunkt seiner Einstellung bei Uber wegen Körperverletzung, Raub und Vergewaltigung auf Bewährung frei. Die Behörden von Neu Delhi verboten den Fahrdienst nach dem mutmaßlichen Angriff. Der Vorfall war ein schwerer Schlag für das Unternehmen aus San Francisco, das nach eigenen Angaben der Kundensicherheit "oberste Priorität" beimisst. Uber bringt über eine Smartphone-App Fahrer und Mitfahrer zusammen. Die Preise für eine Fahrt liegen deutlich unter normalen Taxi-Tarifen.  

2:45 Uhr: Griechenland: SYRIZA führt in Umfragen vor regierender ND

Laut einer kurz vor der ersten Runde der Präsidentenwahl im griechische Parlament veröffentlichten Meinungsumfrage hat die linke Oppositionspartei SYRIZA 3,2 Prozent Vorsprung in der Wählergunst vor der regierenden Neuen Demokratie (ND). Das berichtete die Zeitung "Kathimerini" am Mittwoch in ihrer englischsprachigen Internetausgabe unter Berufung auf das Blatt "Efimerida ton Syntakton". Demnach würden derzeit 23,3 Prozent der Befragten ihre Stimme SYRIZA geben, gegenüber 20,1 Prozent, die die ND wählen würden. An dritter Stelle in der Wählergunst steht die neofaschistische "Goldene Morgenröte" (Chrysi Avgi) mit 6,1 Prozent, gefolgt von der Kommunistischen Partei (KKE) mit 4,9 Prozent und der zentristischen Potami mit 4,2 Prozent. Die mit der ND regierende sozialdemokratische PASOK würde mit 3,1 Prozent gerade noch den Einzug ins Parlament schaffen, im Gegensatz zu den rechtsgerichteten "Unabhängigen Griechen" und der Demokratischen Linken (DIMAR). SYRIZA-Chef Alexis Tsipras lehnt die Rettungspolitik von EU und IWF für Griechenland ab und pocht auf eine Ende des strikten Sparkurses. Sollte bis 29. Dezember das Parlament keinen neuen Staatspräsidenten wählen, müssen Neuwahlen abgehalten werden. Der erste Anlauf war am Mittwoch gescheitert, die nächste Runde ist für 23. Dezember geplant. Kandidat der Regierungskoalition ist der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas. 

1:35 Uhr: Laut US-Ermittlern Nordkorea hinter Hacker-Angriff auf Sony

US-Ermittler machen Nordkorea für eine Aufsehen erregende Cyberattacke auf das Hollywood-Studio Sony Pictures verantwortlich. Eine entsprechende Verlautbarung werde spätestens am Donnerstag erfolgen, erklärten Sicherheitsbeamte gegenüber dem US-Sender CNN am Mittwoch.

Angesichts der strikten Kontrollen des Internets in Nordkorea gingen US-Ermittler davon aus, dass die Hackerangriffe direkt von der Führung in Pjöngjang angeordnet wurden, hieß es.  

0:25 Uhr: Neuer Skandal in der NFL: San Francisco trennte sich nach Polizeibericht von Football-Spieler McDonald

Der National-Football-League-Club San Francisco 49ers hat sich am Mittwoch von Defensive End Ray McDonald getrennt. Der Verein reagierte damit umgehend auf einen Bericht der Polizeidirektion in San Jose, wonach Untersuchungen gegen McDonald wegen eines möglichen sexuellen Übergriffes eingeleitet worden waren. Trotz der Vorwürfe wurde McDonald vorerst nicht verhaftet.

 

 

Der Stammspieler, der seit seinem Liga-Debüt 2007 bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt kam, wurde am 31. August nach einem heftigen Streit mit seiner Verlobten von der Polizei festgenommen. Aufgrund von mangelnden Beweisen sowie der Weigerung des vermeintlichen Opfers, mit den Untersuchungsbehörden zu kooperieren, wurde von der Staatsanwaltschaft jedoch keine Anzeige erstattet. 

23:25 Uhr: Hacker zwingen "Sony Pictures" in die Knie: Film "The Interview" kommt nicht ins Kino

Das Filmstudio "Sony Pictures" sagte den für 25. Dezember geplanten Start der kruden Komödie, in der zwei Reporter (Seth Rogen, James Franco) von der CIA mit der Ermordung von Nordkorea-Führer Kim Jong-un beauftragt werden, in den US-Kinos ab. Der drastische Schritt folgt einem in der Firmengeschichte einmaligen Großangriff von Hackern: Die Cybergangster, die sich "Guardians of Peace" nennen und hinter denen Pjöngjang stecken dürfte, stahlen zuerst brisante Firmendaten, veröffentlichten dann peinliche Emails zwischen Stars, Managern und Produzenten in Hollywood, zuletzt wurde sogar Kinogehern mit Terroranschlägen gedroht. Kinoketten hatten daraufhin die Ausstrahlung des Streifens verweigert, Sony gab Stunden später mit der Absage nach.

 

 

Für Sony ist es wohl das größte Debakel aller Zeiten, für die mutmaßliche Hacker-Armee von Kim Jong-un hingegen ein Triumph.

23:10 Uhr: Annäherung Kuba-USA - Lateinamerika atmet auf

Die überraschende Annäherung zwischen den USA und Kuba hat in Lateinamerika auch unter US-Kritikern euphorische Zustimmung ausgelöst. Venezuelas linkspopulistischer Staatschef Nicolas Maduro gratulierte am Mittwoch zuallererst der Führung des sozialistischen Bruderstaates für einen "historischen Sieg". Aber der vehemente USA-Kritiker räumte auch ein: "Man muss die Geste von (US-Präsident) Barack Obama anerkennen, eine mutige Geste, der vielleicht wichtigste Schritt in seiner Präsidentschaft." Maduro erreichte die Nachricht vom diplomatischen Neustart zwischen den USA und Kuba in Parana in Argentinien, wo er mit mehreren Staatschefs der Region am Mercosur-Gipfel teilnahm. Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff zeigte sich dort begeistert von der Entwicklung. "Ich beglückwünsche (Kubas) Präsidenten Raul Castro und Präsident Barack Obama und besonders Papst Franziskus", der entscheidend zu der Annäherung beigetragen habe, so die Brasilianerin, die von einer Kehrtwende in der Geschichte der Zivilisation sprach. "Wir haben uns nie vorgestellt, diesen Moment zwischen den USA und Kuba zu erleben." Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto sprach von einem "entscheidenden und historischen" Schritt. Mexiko habe Kuba, als einem Bruderland, gleichbleibend beigestanden, damit es die gleichen Bedingungen und Rechte wie andere Länder habe. Chiles Außenminister Heraldo Munoz erklärte: "Das ist der Anfang vom Ende des Kalten Krieges in unserer Hemisphäre, und deshalb ist diese Nachricht, (...), nicht nur gut für die beiden Länder, sondern für die ganze Region." 

22:45 Uhr: Obama plaudert über Erfahrungen als Schwarzer: Verwechselt als "Valet" und Kellner

US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle Obama öffneten sich erstmals in einem Interview mit dem Magazin "People" über generelle Vorurteile und Alltagsrassismus, den sie vor dem Einzug ins White House – wie so viele Afroamerikaner auch – erdulden mussten. Eine der Erfahrungen: Obama kam während seiner Zeit als Anwalt in Chicago aus einem Restaurant und Gäste verwechselten ihn prompt mit dem "Valet", einem Helfer, der die Autos der Gäste in die Garage fährt. "Mir wurden die Autoschlüssel in die Hand gedrückt", sagte Obama.

 

 

Ein anderes Mal hielten ihn ignorante Restaurantbesucher für den Kellner. Obama trug einen Smoking und eine Masche, als er einen festlichen Empfang besuchte. Prompt fragte ihn jemand, ob er eine Tasse Kaffe bringen könnte... Michelle Obama wiederum war als First Lady im Jahr 2011 bereits seit Jahren im White House, als sie eine Kundin beim Shopping in einem "Target"-Laden nicht erkannte und für eine Hilfskraft hielt, erzählte Mrs. Obama dem Magazin: "Sie fragte mich, ob ich ihr helfen kann, etwas aus dem Regal zu nehmen".  

22:35 Uhr: Frau von John Lennons Killers besucht Häftling für Sex und Pizza

Mark David Chapman (59) erschoss am 8. Dezember 1980 Beatles-Legende John Lennon vor seinem Apartmentgebäude in New York, er wurde zu einem der meistgehassten Mörder des letzten Jahrhunderts: Seine Frau hingegen, die er 18 Monate vor der Bluttat heiratete, hielt zu ihm - bis heute. "Unsere Liebe ist gewachsen", sagte Gloria Chapman (63) in einem Interview mit der britischen "Daily Mail". Die Frau lebt in Hawaii, immer wieder macht sie sich auf die 8000 Kilometer lange Reise in die Haftanstalt im US-Staat New York, in der der Lennon-Killer seine lebenslange Haftstrafe absitzt.

 

 

Bei ihren "Familienbesuchen" darf sie mit Chapman 44 Stunden lang alleine in einem Trailer verbringen – ohne anwesende Wächter und Überwachungskameras. Dabei hätten sie Sex, sagt sie. Das Paar würde sich stärken mit Pizza, die sie mitbringe. Am liebsten mag der Mörder darauf Salami. im TV guckten sie gerne beim Klassiker "Wheel of Fortune" zu. Manchmal würden sie auch über John Lennon reden, sagt Gloria: "Wir sprachen darüber bei meiner letzten Visite im September, wir beteten für Yoko Ono, ich bin selbst eine Ehefrau und kann mich in ihre Lage hineinversetzen, meine Gedanken gelten ihr". 

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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