Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

3:50 Uhr: USA rufen zu Einigung im Griechenland-Schuldenstreit auf

Die USA haben Griechenland und die anderen Euroländer erneut zu einer Einigung im Schuldenstreit gedrängt. "Die Botschaft geht parallel an Deutschland und Griechenland und andere in Europa", sagte ein ranghoher Vertreter des Finanzministeriums in Washington am Donnerstag. "Es ist wichtig für den Euro und die globale Wirtschaft, eine Einigung zu erreichen." Beide Seiten müssten bereit sein, Kompromisse einzugehen. Die Finanzminister der Eurozone kommen am Freitag zum dritten Mal in zehn Tagen zusammen, um im Schuldenstreit eine Lösung zu finden. Athen hatte am Donnerstag einen schriftlichen Vorschlag für die Verlängerung der Finanzhilfen vorgelegt, will aber weiter eine Lockerung der Spar- und Reformauflagen. Während die EU-Kommission den Brief begrüßte, lehnte ihn der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) als unzureichend ab. Griechenlands derzeitiges Hilfsprogramm läuft Ende Februar aus. Ohne weitere Unterstützung droht dem Land in den kommenden Monaten der Staatsbankrott. Die USA warnten vor einem Scheitern der Gespräche. Griechenland würde die wirtschaftlichen Folgen "unmittelbar" spüren, sagte der Vertreter des Finanzministeriums. Außerdem würde sich die Unsicherheit für Eurozone und auch für die Weltwirtschaft erhöhen. 

3:00 Uhr: Doppeltreffer: Zwei Zyklone erreichten Australien

Gleich zwei Wirbelstürme haben Australien am Freitag erreicht. Zyklon "Marcia" traf am Morgen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 295 Kilometer pro Stunde bei Yeppoon im Teilstaat Queensland im Nordosten auf Land, berichteten die Medien. Kurz zuvor hatte bereits der Sturm "Lam" den Teilstaat Northern Territory erreicht. Die Behörden warnten vor Sturmfluten, Hochwasser und Sturmwinden. In Queensland wurden sicherheitshalber 134 Schulen und 43 Kindertagesstätten geschlossen.

 

 

In mehreren Orten wurden Aufnahmezentren eingerichtet. Auch die Behörden in Northern Territory hatten umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Zunächst wurden aus beiden Regionen kleine Zwischenfälle gemeldet. Meteorologen stuften "Lam" nach seinem Auftreffen an die Küste um drei Stufen auf Kategorie 2 herab, während "Marcia" weiterhin in der höchsten Kategorie 5 blieb. 

2:20 Uhr: "iCar": Apple plant E-Auto für 2020

Apple könnte bereits in etwa fünf Jahren den Markt für Elektroautos aufmischen. Der iPhone-Konzern dränge sein Entwicklerteam, die Produktion schon 2020 zu starten, berichtete der Finanzdienst Bloomberg in der Nacht auf Freitag unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Der Zeitrahmen zeige, dass Apple mit dem Projekt ehrgeizige Ziele verfolge - normalerweise liege die Entwicklungszeit für neue Fahrzeuge bei fünf bis sieben Jahren. Die Klage eines Spezialisten für Elektroauto-Batterien hatte zuvor einen weiteren Hinweis auf Ambitionen von Apple im Fahrzeugmarkt geliefert.

 

 

Der US-Hersteller A123 zog nach dem Wechsel von fünf Mitarbeitern zu Apple vor Gericht. Das Unternehmen wirft Apple unter anderem vor, systematisch High-Tech-Experten abzuwerben, was den Betrieb von A123 behindere. Apple baue eine große konkurrierende Sparte auf, vermutet der Batterie-Hersteller. Auch fünf ehemalige Mitarbeiter wurden verklagt. Am Wochenende hatten das "Wall Street Journal" und Bloomberg berichtet, Apple entwickele in einer geheimen Abteilung mit mehreren hundert Mitarbeitern ein Auto mit Elektroantrieb. Das war der bisherige Höhepunkt tagelanger Spekulationen über Apples Pläne im Autogeschäft. Bekannt ist auch, dass führende Mitarbeiter unter anderem von Daimler und vom Autozulieferer Autoliv zum iPhone-Konzern wechselten. 

1:40 Uhr: Pentagon: Irak plant im Frühjahr Offensive gegen Mossul

Irakische und kurdische Einheiten planen nach Angaben von US-Militärs im April oder Mai eine Offensive auf die Stadt Mossul, die seit Monaten von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrscht wird. An der Offensive sollten bis zu 25.000 Soldaten teilnehmen, sagte ein Sprecher des Oberkommandos CENTCOM in Tampa (Florida) der Nachrichtenagentur dpa.

 

 

Die Kämpfer würden teilweise von US-Militärs trainiert und ausgebildet. Mossul ist die zweitgrößte Stadt des Iraks und wegen seiner Ölraffinerien von strategischer Bedeutung. In Bagdad wird schon seit längerem über eine großangelegte Bodenoffensive auf Mossul spekuliert. 

0:55 Uhr: Kampf um das Leben von Bobbi Kristina: Ärzte führen Luftröhren-OP durch

Seit drei Wochen liegt die Whitney-Houston-Tochter im Koma nachdem Bobbi Kristina (21) bewusstlos in der vollen Badewanne ihres Hause in Atlanta (Georgia) gefunden wurde. Jetzt entfernten Chirurgen bei einem Eingriff den Beatmungsschlauch, ein Luftröhrenschnitt wurde durchgeführt.

 

 

Der Eingriff ist üblich bei Patienten, die längere Zeit an lebenserhaltenden Maschine hängen. Es gibt weiter kaum Hoffnung auf eine Genesung, so US-Medien.

0:35 Uhr: Nach Militärskandalen: Mexikos Präsident verteidigt Soldaten 

Nach einer Reihe schwerer Vorwürfe hat der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto die Streitkräfte des Landes verteidigt. Die Soldaten würden in verschiedenen Teilen Mexikos für Sicherheit und Frieden sorgen, sagte der Staatschef am Donnerstag. Ihre Ehrbarkeit sei über jeden Zweifel erhaben. Der Einsatz der Soldaten im sogenannten Drogenkrieg wird von Menschenrechtsaktivisten kritisiert. Derzeit wird sieben Soldaten der Prozess gemacht, weil sie im vergangenen Jahr mehrere Verdächtige in Tlatlaya erschossen haben sollen, nachdem sich diese bereits ergeben hatten. Angehörige der in Iguala verschleppten Studenten werfen den Streitkräften zudem vor, nicht eingegriffen zu haben, als Polizisten die jungen Leute entführten und einer kriminellen Bande auslieferten. Während Präsident Pena Nieto am Donnerstag in Mexiko-Stadt mit Soldaten und Offizieren den Tag der Streitkräfte feierte, griffen Demonstranten in der Stadt Chilpancingo eine Kaserne an. Sie schleuderten Steine und Feuerwerkskörper auf das Gebäude und forderten Aufklärung über das Schicksal der 43 Studenten. Die Generalstaatsanwaltschaft hat die jungen Leute trotz Zweifeln an den Ermittlungsergebnissen bereits für tot erklärt. 

23:45 Uhr: Hollywood-Star Julia Roberts trauert um ihre Mutter

Die Mutter der Oscar-Gewinnerin Julia Roberts, Betty Lou Bredemus, ist Donnerstagmorgen in L.A. gestoben. Sie wurde 80. Die ehemalige Leiterin einer Schauspielerschule litt an Lungenkrebs, sie hatte vier Kinder.

Julia Roberts hatte in Interviews oftmalig über die enge Beziehung zu ihrer Mutter gesprochen. Der Tod ist ein schwerer Schicksalsschlag.  

23:35 Uhr: Snowden-Papier: NSA und GCHQ stahlen Schlüssel zu SIM-Karten

Der US-Abhördienst NSA und sein britischer Gegenpart GCHQ haben laut der neuesten Snowden-Enthüllung in großem Stil Verschlüsselungscodes für Handy-SIM-Karten gestohlen. Laut geheimen Unterlagen aus dem Jahr 2010 sei der Kartenhersteller Gemalto ins Visier genommen worden, berichtete die Enthüllungs-Website "The Intercept" am Donnerstag. Die mit Hacker-Methoden erbeuteten Schlüssel zu den SIM-Karten ermöglichten es, unauffällig die Kommunikation von Nutzern zu überwachen. Gemalto, Hersteller von rund zwei Milliarden SIM-Karten im Jahr, zeigte sich sehr besorgt.

 

 

Jetzt sei das Wichtigste zu verstehen, wie der Angriff passieren konnte, um eine Wiederholung zu verhindern, sagte Gemalto-Manager Paul Beverly "The Intercept". Die Website "The Intercept" wertet die Unterlagen aus, die der Informant Edward Snowden bei der NSA herunterlud. Er hatte die Dateien im Juni 2013 den Journalisten um den Enthüllungsreporter Glenn Greenwald übergeben; seitdem werden sie häppchenweise veröffentlicht.

22:55 Uhr: Verhafteter Rapper Vanilla Ice: "Es war alles ein Missverständnis..."

Die ehemalige Rapper-Sensation Vanilla Ice ("Ice Ice Baby...") war in Florida verhaftet worden, nachdem er aus einem fremden Haus in Lake Worth (Florida) mit seiner Film-Crew Möbel und Geräte wegschaffte. Der Verhaftete verteidigte sich nun: Er hätte geglaubt, die Gegenstände wären wertloses Gerümpel, das niemand mehr brauche. Deshalb hätte er auch die Cops angelogen, als er fälschlicherweise behauptete, Eigentümer des Hauses zu sein.

Die Ausrede kauft ihm freilich kaum wer ab: Unter dem Diebesgut befindet sich ein Pool-Heizgerät in Wert von 3000 Dollar, ein Gartentisch mit Glasplatte (450 Dollar), Gartensesseln (1000 Dollar), ein Sofa (1000 Dollar), zwei Fahrräder (400 Dollar) und ein großer Spiegel (500 Dollar).

22:45 Uhr: Shooting-Star Scott Walker hängt in Republikaner-Rennen Jeb Bush ab

Im US-Staat Iowa, wo nächsten Jänner die Vorwahlen des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 starten, liegt Wisconsin-Gouverneur Scott Walker laut einer jüngsten Umfrage mit 24 Prozent überraschend deutlich in Führung. Vor einem Monat führte noch Mitt Romney das Feld an, der inzwischen jedoch seine Kandidatur absagte.

Der erzkonservative Walker, der in einem Showdown Lehrer- und Beamten-Gewerkschaften in Wisconsin bezwang, liegt deutlich vor Jeb Bush (10 %), dem Darling des Partei-Establishments und bisherigen Favoriten im Republikaner-Rennen zur Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten. Insgesamt Favoritin für das Rennen um die Obama-Nachfolge bleibt aber die Demokratin Hillary Clinton: Die Ex-Außenministerin schlägt im direkten Vergleich in der Umfrage Walker, Bush & Co deutlich.

22:35 Uhr: "Sibirischer Express": Kälteste Temperaturen in Teilen der USA seit 100 Jahren

Die "Polar Vortex"-Kältewellen des Vorjahres erscheinen mild verglichen mit einem Wetterphänomen, das weite Teile der Ost-USA eine historische Kältewelle beschert: Wettersysteme im Pazifik schaufeln klirrend kalte Luft aus Sibirien über Alaska und Kanada bis tief in den Süden der USA, Wetterfrösche im TV reden vom "sibirischen Express". Meteorologen warnen vor den tiefsten Werten seit einem Jahrhundert: Im Ort Paducah (Kentucky) sank Donnerstag die Quecksilbersäule auf minus 22 Grad, der kältesten Temperatur seit 120 Jahren.

Prekär ist die Lage auch in Tennessee, wo 30.000 Haushalte bei bitterer Kälte keinen Strom haben. Selbst im Sonnenschein-Staat Florida, für Millionen Amerikaner Fluchtort vor dem Winter, sanken die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. In Chicago wurden Parks entlang des Lake Michigan gesperrt, nachdem gewaltige Eisbrocken an Land geschoben wurden. Wegen Schneefällen wurden 84 Flüge gestrichen, 522 waren verspätet. Freitag erreicht die Kältewelle die Metropolen der Ostküste: Für Washington DC und New York sind Frühwerte von minus 16 Grad vorhergesagt.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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