Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:00 Uhr: Mexikanischer Drogenboss Hector Beltran Leyva gefasst

Mexikanische Behörden haben offenbar den seit Jahren flüchtigen Anführer des Drogenkartells Beltran Leyva gefasst. Zwar würde die Polizei noch Tests durchführen, um die Identität Hector Beltran Leyvas zweifelsfrei zu klären, die Behörden wären jedoch überzeugt, dass es sich bei dem Festgenommenen, um den Drogenboss handle, hieß es am späten Mittwoch (Ortszeit) aus dem Innenministerium.

 

 

Das Beltran Leyva-Kartell ging 2008 aus einer Abspaltung vom Sinaloa-Kartell hervor und operiert vor allem im Zentrum des Landes. Im Kampf gegen das Sinaloa-Kartell schmiedete die Organisation eine Allianz mit dem Drogenkartell Los Zetas. Zuletzt hatte das Beltran Leyva-Kartell an Einfluss verloren, nachdem mehrere Führungsmitglieder festgenommen oder getötet worden waren.  

3:10 Uhr: 35.000 Walrosse flüchten wegen Eisschmelze auf Alaska-Strand

Unglaubliche und bestürzende Bilder aus dem US-Staat Alaska: Luftaufnahmen zeigen zehntausende Walrosse, die sich dicht gedrängt auf einen Strand aus Erschöpfung zurückgezogen haben. Der Grund für den Massenandrang: Der Klimawandel. Normalerweise rasten die Tiere auf Eisschollen, der neuerliche Rückzug des arktischen Seeeis diesen Sommer nimmt den Walrossen den natürlichen Lebensraum.

 

 

"Was wir hier sehen ist eine Katastrophe in Zeitlupe", sagt Lou Leonard vom "World Wildlife Fund" (WWF). Die Eisschmelze bringe die jährlichen Migrationen zahlreicher Tierarten durcheinander.  

2:40 Uhr: Mila Kunis bringt Tochter zur Welt

Mila Kunis und Verlobter Ashton Kutcher sind frischgebackene Eltern: Die Schauspielerin entband laut dem Webdienst TMZ ein Mädchen. Das Schauspielerpaar kam Dienstagabend um 18 Uhr im "Cedars Sinai"-Spital in Los Angeles an.

 

 

Kunis wurde sofort in die Geburtenstation aufgenommen. Sie kamen alleine, ohne Familie oder Entourage. Das Kind kam "pünktlich" zum jüdischen Neujahr zur Welt. "Mazel Tov", gratulierte der Webdienst.  

2:25 Uhr: ISIS setzt Vormarsch auf Kobane fort

Trotz der US-geführten Luftangriffe setzen die Jihadisten des "Islamischen Staates" (IS) ihren Vormarsch auf die syrische Stadt Kobane (Ayn al-Arab) an der Grenze zur Türkei fort. Der IS dringe im Südosten und Westen weiter vor, die kurdischen Kämpfer hätten sich inzwischen von der Westfront zurückgezogen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am frühen Donnerstag mit. Die Sorge sei groß, dass die Jihadisten schon bald in die Stadt eindringen werden. Die Beobachtungsstelle sprach von den heftigsten Kämpfen seit Beginn der IS-Offensive auf die Grenzstadt vor rund zwei Wochen. Demnach bereiteten sich kurdische Kräfte im Stadtinneren bereits auf Straßenkämpfe vor, sollte es dem IS gelingen, die letzten Verteidigungslinien zu durchbrechen. Den tausenden mit modernsten Waffen und Panzern ausgerüsteten Jihadisten stehen nur wenige hundert schlecht ausgerüstete kurdische Kämpfer entgegen.

 

 

Unterdessen stieg die Zahl der Opfer eines Doppelanschlags auf eine Schule der zentralsyrischen Stadt Homs weiter an. Laut der Beobachtungsstelle wurden insgesamt 48 Menschen getötet, darunter 41 Schulkinder. Die Schule liegt in einem überwiegend von Alawiten bewohnten Viertel von Homs - eine schiitische Glaubensgemeinschaft, der auch Machthaber Bashar al-Assad angehört. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, doch ist das Viertel häufiges Ziel von Angriffen radikalislamischer Gruppierungen oder laizistischer Rebellen.  

0:55 Uhr: Explosion in Sprengstoff-Fabrik in Bulgarien: Mindestens zehn Tote

Bei einer Explosion in einer Sprengstoff-Fabrik in Bulgarien sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Drei Frauen wurden außerhalb der Fabrik verletzt, wie die Nachrichtenagentur BGNES am Mittwochabend meldete. Die Behörden befürchteten, dass die bisher nur inoffiziell genannte Zahl der Toten noch steigen könne. Zum Zeitpunkt der Explosion am späten Nachmittag hielten sich bis zu 16 Mitarbeiter in der Fabrik bei Gorni Lom im Nordwesten des Landes auf. Rettungsteams könnten erst nach 24 Stunden eingesetzt werden, da es weitere Explosionen geben könnte, meldete BGNES. In der Fabrik werden Sprengstoffe für zivile Zwecke hergestellt sowie Munition verschrottet.  

0:20 Uhr: Von Mutter nach Mexiko entführtes Mädchen nach 12 Jahren gerettet

Ein Familiendrama fesselt Amerika: Sabrina Allen, die im Jahr 2002 als Vierjährige von ihrer Mutter aus den USA nach Mexiko verschleppt wurde, konnte gerettet werden. Bei einer gemeinsamen Fahndung des FBI, der US-Marshalls und mexikanischen Bundesbehörden wurde der Teenager in einem Versteck 100 Kilometer südöstlich von Mexiko City entdeckt.

 

 

Die Mutter Dara Llorens konnte verhaftet werden. Das Mädchen wurde mit ihrem Vater Greg Allen in Austin (US-Staat Texas) wiedervereinigt. Ihre Mutter hatte vor 12 Jahren während eines Sorgerechtsstreits eine Gerichtsanordnung missachtet und floh bei einem Besuch mit dem Kleinkind über die Grenze. "Jetzt ist sie endlich zu Hause", sagt der Vater. Es sei ihm bewusst, dass in all den Jahren eine "große Entfremdung" passierte, so Allen: "Wir haben einen langen Weg vor uns..."  

0:05 Uhr: Florida: Weißer verurteilt, der schwarzen Teenager wegen lauter Musik erschoss

Ein US-Gericht in Florida hat einen weißen Amerikaner wegen Mordes verurteilt, weil er einen schwarzen Teenager nach einem Streit über zu laute Musik erschossen hat. Eine Geschworenenjury in Jacksonville fällte das Urteil nach kurzer Beratung am Mittwoch. Wie der lokale TV-Sender WJXT weiter berichtete, droht dem Verurteilten Michael Dunn (47) lebenslange Haft. Das Strafmaß werde aber erst später verkündet. Dunn habe bei der Urteilverkündigung keinerlei Regung gezeigt, hieß es.

Der Tod des 17-Jährigen Jordan Davis im November 2012 hatte in den USA für Aufsehen erregt. Oft war der Verdacht geäußert worden, es seien rassistische Gründe im Spiel gewesen. Dunn hatte seinerzeit mehrfach auf das Auto gefeuert, in dem der Jugendliche und drei weitere junge Männer saßen. Er hatte ausgesagt, er habe sich bedroht gefühlt und in Notwehr gehandelt. Die Jury widersprach der Behauptung des Angeklagten, er habe aus Notwehr geschossen. Noch kurz vor dem Urteil hatte Staatsanwalt Erin Wolfson in einem letzten Plädoyer schwere Vorwürfe erhoben. "Er hat nicht auf die Reifen geschossen ... Er hat geschossen, um zu töten. Er zielte auf Jordan Davis."  

23:20 Uhr: Nach schwerem Verkehrsunfall: Komiker Tracy Morgan immer noch im Rollstuhl

Wird er nie wieder gehen können? Der berühmte US-Komiker Tracy Morgan (45) wurde im Juni bei einer Kollision seiner Limo mit einem LKW der Supermarktkette Walmart schwer verletzt, sein bester Freund, Komiker-Kollege James McNair kam ums Leben. Mittwoch wurde Morgan vor einem New Yorker Spital gesehen, als er im Rollstuhl zu einem Wagen geschoben wurde. Wegen seinen schweren Verletzungen wird er wahrscheinlich "nie mehr gehen können ohne Hilfe", berichtete der Webdienst TMZ.

 

 

Der Walmart-Fahrer war mit erhöhtem Tempo unterwegs und am Steuer eingenickt. Walmart jedoch beschuldigte in einer zynischen Gerichtsklage, dass Morgan selbst schuld an seinen Verletzungen sei - da er auf den Sicherheitsgurt verzichtete...

22:55 Uhr: Ebola in den USA: Opfer identifiziert, 18 Personen bisher in Quarantäne 

Nach Bekanntwerden des ersten Falles an Ebola in den USA beginnt das Zittern, ob sich die Todesseuche jetzt im US-Staat Texas ausbreiten könnte. Genau kontrolliert werde vor allem eine Person, die besonders engen Kontakt mit dem aus Liberia eingereisten Mann hatte. "Es gibt möglicherweise einen zweiten Fall", schlug Zachary Thompson, Direktor der Gesundheitsbehörde des Bezirkes Dallas, Alarm. Die Gefahr einer Ausbreitung sei "real", so der Offizielle: Bisher hoffen die Behörden jedoch, dass mögliche Ansteckungen im engen Familien- und Freundeskreis bleiben. "Patient Null", der erste bestätigte Fall von Ebola außerhalb von Afrika, wurde unterdessen als Thomas Eric Duncan identifiziert. Bekannt ist nun auch, wie er sich ansteckte: Der Mann um die Mitte 40 aus Monrovia (Liberia) hatte am 15. September der Familie seines Vermieters geholfen, deren todkranke Tochter Marthalene Williams (19) in ein Spital zu bringen.

 

 

Sie war neun Monate schwanger und übergab sich. Die Frau wurde von dem Spital wegen Bettenmangel abgewiesen. Sie starb am nächsten Tag. Wenige Tage später flog Duncan in die USA. Texas-Gouverneur Rick Perry gab bekannt, dass der Mann auch mit fünf Kindern in Kontakt kam. Insgesamt sollen bis zu 18 Personen dem Kranken nahe gekommen sein. Unglaublich: Am Freitag wurde Duncan im "Texas Health Presbyterian Hospitals" in Dallas abgewiesen und mit Schmerzmitteln und Antibiotika nach Hause geschickt. Skandalös: Laut seiner Schwester Mai Wureh hätte er dem Personal mitgeteilt, dass aus Liberia, dem "Ground Zero" der Ebola-Epidemie in Afrika, eingereist war. Die Information wäre am Dienstweg "verloren gegangen", entschuldigte sich das Spital. Erst Sonntag landete Duncan im gleichen Krankenhaus auf der Isolierstation. Laut einem Bericht der New York Times arbeitete der Mann bis vor kurzem für ein Schifffahrtsunternehmen in Monrovia, doch kündigte als er ein Visa für den Besuch in den USA erhielt. Die bisher 18 identifizierten Personen müssen 21 Tage lang in Quarantäne bleiben und täglich Fiebermessen. In der Gruppe sind auch auch drei Fahrer und Sanitäter der Ambulanz, die Duncan Sonntag ins Spital brachte. Der Zustand des Ebola-Patienten sei "kritisch", so Reports.  

22:30 Uhr: Studenten in Hongkong drohen mit Besetzung von Gebäuden

Bei den Protesten für mehr Demokratie in Hongkong haben Studentenführer mit der Besetzung von Regierungsgebäuden gedroht, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Hongkongs Regierungschef Leung Chun-ying müsse bis Donnerstag zurücktreten, verlangte am Mittwoch Lester Shum, Vizegeneralsekretär der Studentenvereinigung. "Da die Regierung die Polizei angewiesen hat, 87 Geschosse mit Tränengas bei den Protesten abzufeuern, gibt es keinen Raum für Dialog", sagte Shum über Leung. "Wenn er bis morgen nicht zurückgetreten ist, werden wir unsere Aktionen verschärfen, wie etwa mehrere wichtige Regierungsgebäude besetzen." Von ihren früheren Drohungen, einen Arbeiterstreik auszurufen oder die Proteste auszuweiten, schienen die Studenten eher wieder abzurücken.

 

 

Der österreichische Handelsdelegierte in Hongkong, Christian Schierer, glaubt unterdessen nicht, dass sich die Demonstranten mit ihrer Forderung nach einem Rücktritt von Regierungschef Leung durchsetzen werden. "Aus heutiger Sicht ist das undenkbar", sagte er am Mittwochabend in der ZiB2 des ORF-Fernsehens. Leung habe nämlich die "absolute Unterstützung der Zentralregierung in Peking". Sowohl Demonstranten als auch Sicherheitskräfte seien bemüht, die Lage nicht eskalieren zu lassen. "Man geht behutsam miteinander um, von beiden Seiten", betonte Schierer. Derzeit gebe es drei Szenarien. Entweder gebe es innerhalb einer Woche wieder Normalität, eine Eskalation oder Verhandlungen über eine Direktwahl des Hongkonger Regierungschefs im Jahr 2020. Die Proteste hatten sich an der Weigerung Pekings entzündet, im Jahr 2017 eine direkte Wahl des Regierungschefs der früheren britischen Kolonie zuzulassen. Die 230 österreichischen Unternehmen in Hongkong hätten sich in einer Blitzumfrage "nicht begeistert" über die Proteste geäußert, zeigten aber auch Verständnis, sagte Schierer. Man beobachte die Lage mit "Gelassenheit" und gehe davon aus, "dass es vorbeigehen wird".  

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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