Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Anti-EU-Partei UKIP gewann ersten Unterhaus-Sitz bei britischer Nachwahl 

Die rechtspopulistische Partei UKIP hat erstmals einen gewählten Abgeordneten im britischen Unterhaus. Bei einer Nachwahl im Wahlkreis Clacton setzte sich der UKIP-Kandidat Douglas Carswell gegen die Konkurrenten von Konservativen und Labour-Partei durch. "Es gibt nichts, was wir nicht erreichen können", sagte Carswell laut Rundfunksender BBC am frühen Freitagmorgen in seiner Siegesrede. Der 43-Jährige war erst vor wenigen Wochen aus der konservativen Tory-Partei von Premierminister David Cameron ausgetreten und hatte sich UKIP angeschlossen. Weil er sein Mandat niedergelegt hatte, wurde die Nachwahl erforderlich. UKIP erhofft sich durch die Präsenz im Parlament Aufschwung für die Unterhauswahlen im Mai kommenden Jahres.  

3:40 Uhr: Aufruf zu neuen Protestmärschen nach Absage der Gespräche in Hongkong

Nach der Absage der Gespräche mit den Studenten durch die Regierung in Hongkong ist es in der Nacht zum Freitag zunächst nicht zu neuen Protesten gekommen. Doch haben die Studenten zu einer großen Demonstration am Freitagabend aufgerufen. Tausende hatten sich bereits spontan am Donnerstagabend versammelt. Auch campierten während der Nacht weiter einige hundert an den beiden Hauptprotestorten in Admiralty auf der Insel Hongkong und im belebten Geschäftsviertel Mong Kok auf Kowloon. Doch blieb die Lage ruhig.

 

 

Überraschend hatte die Regierung die für Freitag geplante erste Dialogrunde über Auswege aus der bisher größten Krise in der chinesischen Sonderverwaltungsregion abgesagt. Hintergrund waren die Pläne der Studenten, die Gespräche mit Demonstrationen begleiten zu wollen, um Druck auf die Regierung auszuüben. Verwaltungschefin Carrie Lam kritisierte auch, dass die Studenten eine Abschaffung der Wahlreform forderten, die Chinas Volkskongress beschlossen hatte.  

2:40 Uhr: Verschwundene Studenten in Mexiko: Neuerlich Massengräber entdeckt

Rund drei Wochen nach dem Verschwinden von 43 Studenten haben die mexikanischen Ermittlungsbehörden erneut vier geheime Gräber entdeckt. Das berichtete der Justizminister, Jesus Murillo Karam, am Donnerstag, ohne jedoch die genaue Zahl der Leichen zu nennen. Der Fundort liege nahe der anderen Massengräber, unweit des Orts Iguala. Dorten hatten die Ermittler 28 zum Teil verbrannte Leichen entdeckt.

 

 

Vier neue Verdächtige hätten die Ermittler zu den Gräbern geführt, teilte der Minister auf einer Pressekonferenz mit. "Sie behaupten, dort würden sterbliche Überreste der Studenten liegen", berichtete Murrillo Karam weiter. Die vier Mitglieder der Verbrecherorganisation "Guerreros Unidos" wurden festgenommen. Die vier Gräber liegen demnach in der Nähe der anderen Massengräber, in denen vergangenes Wochenende 28 Leichen gefunden worden waren. Ob es sich bei den Toten tatsächlich um die seit 26. September vermissten Studenten handelt, ist bisher unklar. Die Identifizierung der Leichen soll nach Angaben der Behörden mindestens zwei Wochen dauern.  

1:55 Uhr: Astronaut fotografiert Monstersturm "Vongfang"

"Ich habe viele Wirbelstürme von hier oben gesehen, aber keinen wie diesen", schrieb Astronaut Reid Wiseman an Bord der Raumstation ISS zu einem Tweet mit einem spektakulären Foto des gigantischen Super-Taifun Vongfang.

 

 

Der Sturm, der aus den All schaurig schön aussieht, wütet auf der Erde: In der intensivsten Phase wurden Winde bis 329 km/h gemessen, 15 Meter hohe Wellen im Pazifik aufgepeitscht. Der stärkste Wirbelsturm des Jahres 2014 soll am Wochenende den Süden Japans treffen. 

1:05 Uhr: Rentiere in Norwegen 28 Jahre nach Tschernobyl weiter verstrahlt

Noch 28 Jahre nach dem Atomunglück von Tschernobyl in der Ukraine sind die Rentiere in Norwegen wegen der hohen atomaren Verstrahlung nicht zum Verzehr geeignet. Die aktuellen Verstrahlungswerte lägen "weit über den für den Abschuss festgelegten Grenzwerten", sagte Inger Margrethe Eikelmann von der staatlichen Aufsichtsbehörde am Donnerstag. Es seien Cäsium-137-Werte von bis zu 8200 Becquerel gemessen worden, während der Grenzwert bei 3.000 Becquerel liege. Auf die traditionellen Rentier-Jagd im September wurde in den betroffenen Gebieten im Zentrum Norwegens wegen der Strahlenbelastung verzichtet.

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AKW-Ruine Tschernobyl: Verstrahlung

In dieser Gegend hatte sich die Verstrahlung aus der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 besonders stark niedergeschlagen. Die erhöhte Belastung der Rentiere in diesem Jahr wird von den Wissenschaftlern darauf zurückgeführt, dass Rentiere gerne Pilze fressen, in denen sich die Verstrahlung anreichert. Das warme und feuchte Wetter in den Sommermonaten führte offenbar dazu, dass es besonders viele atomar belastete Pilze gibt.  

0:25 Uhr: Kampfsport-Star konnte erst nach drei Stunden Belagerung durch SWAT-Team verhaftet werden

Der "Mixed Martial Arts"-Kämpfer und ehemalige MTV-Reality-TV-Moderator Jason "Mayhem" Miller hatte sich Donnerstag in seinem Haus verbarrikadiert, als ihn Polizisten wegen eines Haftbefehls nach Vorwürfen von häuslicher Gewalt und Stalking festnehmen wollten. Als die Beamten an die Türe seines Hauses im Bezirk "Orange County" südlich von L.A. klopften, zog er sich ins Innere des Hauses zurück und verweigerte die Aufgabe.

 

 

Stattdessen twitterte Miller über den Showdown mit dem SWAT-Team. Erst als die Cops die Türe aufbrachen, ergab sich der Kampfsportler. In einem Tweet beschwerte er sich: "Es ist lächerlich, die sind bewaffnet wie beim Bin-Laden-Kommando". Miller wurde bereits 2012 verhaftet, als er in ein Kirchengebäude eindrang und nackt auf der Couch schlief.     

23:45 Uhr: Chef des Juarez-Drogenkartells in Mexiko verhaftet

Die mexikanische Polizei hat den Chef des Drogenkartells von Juarez gefasst. Vicente Carrillo Fuentes sei in der Stadt Torreon im Bundesstaat Coahuila im Norden des Landes ins Netz gegangen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag aus Sicherheitskreisen. Das US-Außenministerium hatte ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (knapp vier Millionen Euro) auf Carrillo Fuentes ausgesetzt.

 

 

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft bot 30 Millionen Pesos (1,8 Millionen Euro) für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen. Carrillo Fuentes hatte das Juarez-Kartell 1997 übernommen, nachdem sein Bruder Amado bei einer plastischen Operation ums Leben gekommen war. Zuletzt war das einst mächtige Verbrechersyndikat durch rivalisierende Kartelle erheblich unter Druck geraten.  

23:00 Uhr: Auch IT-Sicherheitsfirma Symantec prüft Abspaltung

Nach Ebay und Hewlett-Packard will sich auch der Sicherheitssoftware-Anbieter Symantec in zwei unabhängige Firmen aufspalten. In eine solle das aktuelle Kerngeschäft mit Sicherheitssoftware kommen, die zweite vor allem Datenspeicher-Dienste anbieten, kündigte der US-Konzern am Donnerstag an. Damit bestätigte sich ein Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg vom Vortag. Die beiden Bereiche stünden vor unterschiedlichen Herausforderungen und benötigten daher verschiedene Strategien sowie eine bessere Fokussierung, erklärte der aktuelle Konzernchef Michael Brown. Er soll das neue Unternehmen Symantec mit der Sicherheitssoftware führen. Der Kernbereich kommt auf einen Jahresumsatz von 4,2 Milliarden Dollar (3,32 Mrd. Euro), die Datendienste auf etwa 2,5 Milliarden Dollar. Die Trennung soll bis Ende 2015 durch die Ausgabe neuer Aktien an bestehende Anteilseigner über die Bühne gehen.  

22:45 Uhr: Die schrecklich netten Palins: Party-Prügelei im Vormonat führte zu blutigen Gesichtern und zerrissenen T-Shirts

Berichte über eine wilde Schlägerei der Kinder der ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidatin und Gouverneurin Sarah Palin hatten bereits vor Wochen Alaskas ehemalige "First Family" blamiert. Doch jetzt enthüllte der Webdienst TMZ, dass alles noch viel schlimmer war. Der Krawall begann, als Bristol Palin eine junge Frau anschubste, die ihre Schwester Willow belästigte. Laut Bristols Angaben im Polizeireport hätte sie daraufhin der Sohn des Hausbesitzers, Koren Klingenmeyer, an den Haaren über den Rasen geschleift und sie als Schlampe beschimpft.

 

 

Zeugen sahen es jedoch ganz anders: Laut ihnen hätte Bristol ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Erst nach fünf Treffern ergriff er ihre Hand und stieß sie zu Boden. Dann brach eine Massenschlägerei aus, in der alle drei Palin-Kinder und Vater Todd verwickelt waren. Palin-Spross Track zog mit einem blutenden Mund und zerrissenem T-Shirt ab. Und Sarah Palin? Sie saß draußen vor dem Haus in der Limo.... 

22:30 Uhr: Die Angst wächst in den USA über die Ausbreitung von Ebola außerhalb Afrikas

Nach immer mehr Zwischenfällen und Alarmen wächst der Druck seitens der US-Bevölkerung auf Präsidenten Barack Obama, strengere Einreisebestimmungen für Flugpassagiere aus West-Afrika nach Amerika zu verhängen. In New York streikten 200 Putzkräfte, die für die Reinigung von Jumbojets verantwortlich sind. Kongress-Abgeordnete fordern ein Einreiseverbot für Einwohner von Liberia, Sierra Leone und Guinea, wo die Todesseuche (fast 4000 Tote) am schlimmsten wütet. "Die Nation hat Angst vor dieser Krankheit, die Menschen haben Angst vor Ebola", gab selbst die Regierungsverantwortliche für die Seuchenbekämpfung, Sylvia Burwell, zu.

 

 

Die Obama-Regierung beklagt die vielen verbreiteten Fehlinformation über die Ansteckungsgefahren. Reinigungsarbeiter für Fluglinien beschwerten sich aber bei der Streik-Aktion, dass sie bei ihrer Arbeit mit Kot und Müll in Kontakt kämen – ohne Schutzkleidung. 26 Abgeordnete unterschrieben einen Appell an das White House, Bürgern aus Westafrika keine US-Visa mehr zu erteilen. Samstag soll bei Reisenden aus der Region auf fünf US-Flughäfen erstmals die Körpertemperatur gemessen werden.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

Autor: Herbert Bauernebel
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