16 Tote bei Sturm in Südamerika

Verheerend

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16 Tote bei Sturm in Südamerika

Mindestens 16 Menschen sind bei einem verheerenden Sturm in Argentinien und Brasilien ums Leben gekommen. Weit über 100 Menschen wurden bei den Unwettern mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde und Regenfällen zum Teil schwer verletzt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Die Unwetter waren über die Grenzregion beider Länder - Nordostargentinien und Südbrasilien - gezogen.

Bild des Schreckens
Die am stärksten betroffene Region um die argentinische Stadt San Pedro in der Provinz Misiones bot ein Bild des Schreckens. Nach der Beschreibung eines Feuerwehrmannes hingen tote Menschen und Nutztiere in den Resten von Baumriesen. Von Holzhäusern waren nur noch die Fundamente übrig. Ein Baby sei gestorben, als es vom Sturm aus den Armen der Mutter gerissen und in einen Baum geschleudert wurde. Ein anderes Kleinkind sei mehr als 100 Meter durch die Luft gewirbelt worden, habe aber wie durch ein Wunder überlebt.

"Wie im Horrorfilm"
In der Stadt Guaraciaba im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina starben vier Menschen. "Wer das gesehen hat, glaubt nicht, dass es überhaupt Überlebende gab", sagte Bürgermeister Ademir Zimmermann. "Die Stadt gleicht einer Szene aus einem Horror-Film." In São Paulo wurden am Dienstag die stärksten Regenfälle seit mehr als vier Jahrzehnten gemessen. Bei Erdrutschen starben dort drei Menschen, darunter zwei Kinder im Alter von zwei und acht Jahren.

Ob es sich bei dem Unwetter um einen Tornado handelte, konnten die Wetterexperten noch nicht sagen. Die Gewalt des Windes und die Art der Zerstörungen deuteten jedoch darauf hin. Viele Bäume wirkten nicht geknickt, sondern wie abgedreht, sagte ein argentinischer Meteorologe im Fernsehen.

Misiones liegt mehr als 1.000 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Buenos Aires in einer subtropischen Region. Wegen des meist heißen und schwülen Klimas sind die Häuser sehr leicht gebaut.

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