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Airbus-Absturz

 

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29 Tote aus Atlantik geborgen

Ein am Montag gefundenes Teil des Leitwerks vom Heck des verunglückten Airbus A330 könnte die Suchmannschaften derweil auf die Spur der Flugschreiber bringen, denn die sogenannten Black Boxes sind bei diesem Flugzeugtyp am Heck angebracht. Die Geräte werden in mehreren tausend Metern Tiefe auf dem Meeresgrund vermutet. Sie zeichnen während des Flugs Daten auf und könnten damit Rückschlüsse auf die Geschehnisse in den letzten Minuten vor dem Absturz ermöglichen.

Die Suche nach dem Flugschreiber habe für die brasilianische Marine keinen Vorrang, sagte ein Sprecher dieser Waffengattung. "Unsere Aufgabe und unsere Priorität ist vor allem, die Leichen und dann die Wrackteile zu bergen." Er verwies auf ein französisches Atom-U-Boot, das auf dem Weg in das Absturzgebiet im Atlantik ist.

29 Tote gefunden
Gut eine Woche nach dem Absturz einer Passagiermaschine der Air France über dem Atlantik haben die Suchmannschaften mindestens 29 Tote geborgen. Das teilten die französischen und brasilianischen Bergungshelfer in der Nacht zum Dienstag mit.

Der brasilianische Luftwaffensprecher Henry Munhoz sagte, seit Samstag seien 24 Opfer des Flugzeugabsturzes geborgen worden. Vertreter der französischen Seite teilten später mit, an Bord einer französischen Fregatte seien mindestens fünf weitere Leichname. 16 der Toten wurden per Schiff zur Insel Fernando de Noronha gebracht, wo sie Dienstag eintreffen sollten. Die Opfer sollten dann zur Identifizierung nach Recife auf dem brasilianischen Festland geflogen werden. Hier stehen Gerichtsmediziner bereit, um die Toten mit Hilfe von zahnärztlichen Dokumenten und DNA-Vergleichen zu identifizieren. Die übrigen Opfer würden "zu gegebener Zeit" ebenfalls nach Recife gebracht, teilte die Luftwaffe mit.

Alle geborgenen Leichen und Trümmerteile wurden in einer Gegend gefunden, die rund 70 Kilometer entfernt von der Stelle liegt, von der das letzte Funksignal der Maschine geschickt wurde. "Wir navigieren durch ein Meer von Trümmern", erklärte Kapitän Giucemar Tabosa Cardoso von der brasilianischen Marine.

plan Foto: (c) APA

Zur Katastrophe kam es rund 1.000 Kilometer vor der brasilianischen Küste. Unter den Passagieren, die von Rio de Janeiro nach Paris fliegen wollten, war auch eine 27-jährige Tirolerin. Es war unklar, ob sich ihre Leiche unter den bisher geborgenen Körpern befand.

Technische Probleme
Unterdessen wurden technische Probleme bekannt, die beim Absturz der Air-France-Maschine in der Nacht auf Pfingstmontag die entscheidende Rolle gespielt haben könnten: Das Unglücksflugzeug war mit Sensoren unterwegs, die in großer Höhe schnell vereisten und deswegen mehrfach widersprüchliche Informationen zur Fluggeschwindigkeit lieferten.

Die Fluggesellschaft Air France will nun binnen Tagen die restlichen umstrittenen Geschwindigkeitsmesser an den Airbus-Maschinen austauschen. Air France habe einen Zeitplan vorgelegt, um die alten Sensoren an allen Langstreckenmaschinen vom Typ A330 und A340 auszuwechseln. Laut Air France hat seit Montag jede A330 und A340 mindestens eine neue Sonde, neun von etwa 35 Maschinen wurden schon mit zwei neuen Sonden ausgestattet. Nach Angaben der Gewerkschaft Alter hat jedes Flugzeug drei Geschwindigkeitsmesser.

Der Flugzeugbauer Airbus hatte seinen Kunden empfohlen, bei allen Maschinen vom Typ A330 die Geschwindigkeitssensoren auszutauschen. Die Airbus-Empfehlung stammt vom letzten September, Air France begann nach eigenen Angaben aber erst Ende April, seine Maschinen umzurüsten. Laut dem französischen Ermittlungsleiter Paul-Louis Arslanian muss das Flugzeug trotz der mangelhaften Technik nicht unsicher gewesen sein.

Allerdings empfing die Maschine den Ermittlern zufolge widersprüchliche Geschwindigkeitsinformationen, als sie durch ein schweres Unwetter flog und abstürzte oder bereits in der Luft auseinanderbrach. Schon eine Abweichung um 50 Stundenkilometern reicht nach Einschätzung von Experten aus, um Flugzeuge unkontrollierbar zu machen.

fluegel Foto: (c) APA

Die französische Fluggesellschaft Air France dankte den brasilianischen und französischen Behörden für ihre Anstrengen bei der schwierigen Suche im Atlantik. Die Nachricht von der Entdeckung der Leichen sei von sehr großer Bedeutung. Den Familien und Angehörigen der Passagiere und Besatzung von Flug AF 447 sprach Air France Mitgefühl aus. Eine Bestätigung dafür, dass die gefundenen Gegenstände wie der Sitz aus der Unglücks-Maschine kommen, wollte ein Sprecher am Abend aber zunächst nicht geben.

Die Einsatzleitung in Recife schloss praktisch aus, dass nach dem Absturz noch Überlebende des Unglücks gefunden werden könnten. "Wir wollten Überlebende finden, vor allem in der ersten Phase (der Suchoperation), aber es war nicht möglich", sagte ein Sprecher. Die Maschine mit der Flugnummer AF 447 war am Pfingstmontag auf dem Flug von Rio nach Paris aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt. An Bord befand sich auch eine 27-jährige Tirolerin.

Atom-U-Boot unterwegs zum Wrack
An der Suche in dem Seegebiet rund 1200 Kilometer vor der brasilianischen Festlandküste sind fünf Schiffe und 14 Flugzeuge, darunter zwei französische beteiligt.

taucchgeraet Foto: (c) APA

Auch ein französisches Forschungsschiff mit Tauchgeräten, die noch aus 6000 Metern Tiefe Teile bergen können, wurde zur Absturzstelle geschickt. Außerdem hat Frankreich das Atom-U-Boot "Emeraude" mit seinen empfindlichen Horch-und Sonargeräten in Marsch gesetzt.

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