30 Menschen in Gewalt von Bankräubern in Venezuela

Geiseldrama

© AP Photo/Johny de Panissi, Diario El Nacionalista

30 Menschen in Gewalt von Bankräubern in Venezuela

Vier schwer bewaffnete Bankräuber haben in Venezuela mehr als 30 Menschen in ihre Gewalt gebracht. Wie örtliche Medien am Dienstag berichteten, waren die Täter bereits am Montagmittag (Ortszeit) mit Pistolen und einer Granate in eine Bank in der Ortschaft Altagracia de Orituco im Staat Guarico gestürmt.

Bis Dienstagmittag seien alle Versuche der Behörden gescheitert, die Geiseln durch Verhandlungen freizubekommen, hieß es. Unter den Opfern seien mindestens drei Kinder, ein Baby und eine schwangere Frau.

Angehörige fordern Vermittlung durch Chavez
Verzweifelte Angehörige der Geiseln forderten unterdessen, dass Staatschef Hugo Chavez vermitteln solle. Die Polizei wolle vorerst keine Details der Verhandlungen verraten, berichtete der Fernseh-Nachrichtensender Globovisión. Medien versicherten jedoch, die Räuber hätten einen Krankenwagen als Fluchtfahrzeug gefordert. Sie wollten außerdem das in der Bank erbeutete Geld behalten und zum eigenen Schutz vier der Geiseln auf die Flucht mitnehmen, wurde berichtet.

Täter verbarrikadierten sich mit Geiseln in der Bank
Die Täter hatten sich mit Angestellten und Kunden in der Bank verbarrikadiert, nachdem plötzlich eine Polizeistreife vorgefahren war. Vier Frauen wurden noch am Montag freigelassen. In der Nacht konnten dann ein Mitglied des Wachpersonals sowie ein Angestellter fliehen.

Sonderkommando bewacht den Tatort
Die Lage am Tatort etwa 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Caracas war unterdessen am Dienstag nach Angaben eines Reporters von Union Radio sehr gespannt. Die Bank werde von einem Sonderkommando und mehreren Hubschraubern bewacht. Trotz der Polizeiabsperrung verfolgten Dutzende Journalisten und Schaulustige aus nächster Nähe das Drama. Laut Medien verhandeln auch Angehörige der Geiseln per Handy mit den Verbrechern. Ein Polizist meinte, die Verbrecher seien Anfänger und sehr nervös. Ihnen sei deshalb alles zuzutrauen.

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