Maskiert und gefährlich

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Amateur-Superheld macht Seattle unsicher

Ein Möchtegern-Superheld spaziert seit Jänner in martialischer Montur und Maske durch die Straßen der US-Stadt Seattle. Laut eigenen Angaben möchte der 23-jährige Mann, der sich "Phoenix Jones" nennt, für Recht und Ordnung sorgen.

Am Sonntag wurde der Möchtegern-Superheld jedoch von der Polizei verhaftet. Der Grund: Er soll mehrere Menschen mit Pfefferspray angegriffen haben.

Eine Gruppe junger Frauen und Männer hatte gegen 2.30 Uhr morgens einen Club verlassen, die Stimmung war ausgelassen. "Sie tanzten und waren gut drauf", sagte Jeff Kappel von der Polizei Seattle. Plötzlich sei Phoenix Jones aufgetaucht und habe die Gruppe mit Pfefferspray besprüht.

Ein Sprecher des ambitionierten Maskenmannes erzählte die Geschichte etwas anders: Jones hätte einen Kampf schlichten wollen - er habe auch ein Video seines "Einsatzes" gemacht. In dem Video sind jedoch keine Anzeichen für einen Kampf innerhalb der Gruppe erkennbar.

Phoenix Jones bezeichnet sich selbst als Anführer der "Rain-City-Superhelden-Bewegung". Doch die Polizei sieht Jones nicht so heldenhaft. Es habe schon mehrfach Berichte gegeben, dass der 23-Jährige Pfefferspray eingesetzt habe. Er bringe sich mit seinem plötzlichen und zumeist unerwarteten Einschreiten selbst in Gefahr, so die Polizei.

Jones selbst sagt, dass er sich der Risiken sehr wohl bewusst sei. "Jeder in meinem Team ist entweder militärisch ausgebildet oder er hat einen Kampfsport-Hintergrund", sagte der "Held" der Webseite seattlepi.com.

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