Amokläufer von Winnenden übte am PC

Ego-Shooter-Spiele

© AP

Amokläufer von Winnenden übte am PC

Vor dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen hat sich der Todesschütze Tim K. über ähnliche Taten im Internet informiert. Dies geht aus einem am Freitag von der Polizei und Staatsanwaltschaft in Waiblingen veröffentlichten Ermittlungsbericht hervor.

Eine Auswertung der Internetaktivitäten brachte Erkenntnisse, dass der Täter zu Amoktaten in den USA an der Columbine High School und in Deutschland am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt recherchierte. Tim K. verbrachte den Ermittlern zufolge viel Zeit am Computer. Dort spielte er unter anderem Ego-Shooter-Spiele.

15 Menschen erschossen
Aufgrund der Computerauswertung gehen die Ermittler davon aus, dass er zuletzt am 8. März ein Ego-Shooter-Spiel zu Hause spielte. Bei dem Amoklauf am 11. März erschoss der 17-jährige Tim K. dann an der Albertville-Realschule in Winnenden und in einem Autohaus in Wendlingen insgesamt 15 Menschen und sich selbst.

Nach Angaben der Ermittler stand Tim K. nicht unter Drogen-, Alkohol oder Medikamenteneinfluss. Ob der Todesschütze psychisch krank war, steht noch nicht abschließend fest. Entsprechende Krankenunterlagen müssten noch ausgewertet werden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Weil die Waffe nicht ordnungsgemäß aufbewahrt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen den Vater des Amokläufers. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Das Verfahren soll bis zum Herbst abgeschlossen werden.

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