Angeblicher Sprengstofffund war reguläre Lieferung

Falscher Alarm

Angeblicher Sprengstofffund war reguläre Lieferung

Türkische Grenzpolizisten haben bei der Kontrolle eines Autos aus Deutschland 510 Kilogramm Sprengstoff gefunden. Zwei Schweizer Staatsbürger hätten versucht, die Chemikalie von Bulgarien aus einzuschmuggeln, berichteten türkische Medien am Freitag. Sie seien am Grenzübergang Kulekapi aufgefallen. Bei einer Durchsuchung ihres Kleinbusses seien 17 Behälter mit jeweils 30 Kilogramm Nitropenta (PETN) entdeckt worden. Nach dem Fund einer Autobombe am Dienstag in Ankara sind die türkischen Behörden zusätzlich alarmiert.

Falscher Alarm
Später stellte es sich heraus, dass der Sprengstoff für ein türkisches Rüstungsunternehmen bestimmt war. Die Lieferung sei wegen unklarer Papiere falsch zugeordnet worden, zitierte der türkische Fernsehsender NTV einen Sprecher des Unternehmens MKE.

Der Kleinlastwagen gehört einer Transportfirma mit Hauptsitz im niedersächsischen Twistringen, die nach eigenen Angaben regelmäßig für die Industrie und für militärische Zwecke Sprengstoff transportiert. "Auch in diesem Fall handelt es sich um einen regulären Auftrag", sagte der Firmenchef der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Transport sollte von Schweden nach Ankara gehen. "Aus irgendwelchen Gründen hat es an der Grenze aber Probleme mit den Papieren gegeben."

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