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Ansbacher Amokläufer - 100 Tote als Ziel

"Bin ein Gott"

Ansbacher Amokläufer - 100 Tote als Ziel

Der Ansbacher Amokläufer wollte laut einem Bericht des "Focus" mehr als 100 Menschen töten. Der 18-Jährige habe in einer Art Tagebuch, in Briefen an eine wahrscheinlich fiktive Brieffreundin namens "Summer", geschrieben, er träume vom "Töten im dreistelligen Bereich", berichtet das Magazin. Der Maturant habe die Welt demnach von "Unwürdigen säubern" wollen, zu denen er Mitschüler, Lehrer, sozial Schwache und "letztlich die gesamte Menschheit" zählte.

Selbstmord durch Tabak
Die Staatsanwaltschaft Ansbach kommentierte den Bericht am Freitag nicht und kündigte an, sich bis zum Ende der Ermittlungen nicht mehr zu äußern. Laut Meldung bezeichnet sich der Amokläufer in seinen Notizen als "überlegene Persönlichkeit, ein Gott". Nur sich selbst zu töten, hätte der 18-Jährige demnach als Kapitulation angesehen. Am Morgen seiner Tat habe der Amokläufer große Mengen Tabak geschluckt, um sich zu vergiften. Diesen habe er aber erbrochen, als er von der Polizei niedergeschossen wurde.

Opfer erholen sich
Die beiden schwer verletzten Opfer des Amokläufers befinden sich inzwischen auf "einem sehr guten Weg der Genesung", wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitteilte. Der Politiker hatte die Mädchen zuvor im Klinikum Nürnberg besucht.

Wirbel um "Scherze"
Am Freitag haben "Scherze" im Zusammenhang mit dem Amoklauf an mindestens zwei Schulen in Bayern Polizeieinsätze ausgelöst. An der Berufsschule 1 in Traunstein war ein 17-Jähriger mit einer Sturmhaube herumgelaufen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest, fand aber keine Hinweise auf eine geplante Gewalttat. Der Schüler gab demnach an, er habe nur Spaß machen wollen. Die Ermittler prüfen nun, ob er sich strafbar gemacht hat.

Angst in den Schulen
In Neu-Ulm lösten zwei 14-Jährige einen Alarm an ihrer Schule aus, wie die dortige Polizei mitteilte. Sie hatten bereits am Donnerstag eine Drohung auf Folien hinterlassen, die ein Lehrer im Klassenzimmer vergessen hatte. Am Freitag meldeten sie sich laut Polizei in Begleitung ihrer Eltern bei der Schulleitung und gestanden den Scherz. Den beiden Jugendlichen drohten nun schulische und strafrechtliche Sanktionen. Zusätzlich würden ihnen die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt.

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