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Im Zwielicht

Anzeige gegen "Arche de Zoé"

Ein französisches Paar hat Anzeige gegen die umstrittene Hilfsorganisation "Arche de Zoé" erstattet, die durch die eigenmächtig geplante "Rettung" afrikanischer Kinder in Verruf geraten ist. Sie hätten 2400 Euro an die Organisation gezahlt, um als Gastfamilie ein afrikanisches Kind aufnehmen zu dürfen, sagten die beiden im Gespräch mit der französischen Tageszeitung "L'Indépendant" vom Freitag. In letzter Minute habe "Arche de Zoé" ihnen dann mitgeteilt, dass sie nicht in die engere Auswahl gekommen seien. "Sie haben uns von A bis Z angelogen", sagte das Ehepaar, das aus Angst vor möglichem Druck seinen Namen nicht angeben wollte.

Die französische Organisation, die seit Monaten im Tschad tätig war, habe "alles getan", um sie "psychologisch zu schwächen" und einen Skandal zu verhindern, sagten die Frau und der Mann aus Südfrankreich der Zeitung. Sie hätten ein Kind aus Afrika bei sich aufnehmen und "retten" wollen; das Kind zu adoptieren, hätten sie nicht geplant, zumal sie eigene Kinder hätten, betonten die beiden. Sie hätten Arche de Zoé nun wegen Betruges angezeigt.

Die von einem Feuerwehrmann aus Argenteuil gegründete Organisation hatte am Donnerstag vergangener Woche 103 afrikanische Kinder aus dem Tschad ausfliegen wollen, um sie "vor dem sicheren Tod zu retten". Nach ihrer Darstellung handelte es sich um Waisenkinder aus dem Sudan. Die tschadische Polizei nahm die Franzosen fest, die Justiz erhob Anklage wegen Entführung Minderjähriger und Betruges. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das UNO-Flüchtlingshochkommissariat und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF ermittelten, dass die wenigsten Kinder tatsächlich Waisen sind.

Der tschadische Präsident Idriss Deby hatte von Kinderraub und sogar von pädophilen Hintergründen der Affäre gesprochen. Neben sechs Mitarbeitern von Arche de Zoé und drei französischen Journalisten nahmen die tschadischen Behörden auch die sieben spanischen Besatzungsmitglieder des Flugzeuges fest, das die Kinder nach Europa bringen sollte. Auch der aus Belgien stammende Pilot wurde inhaftiert und muss sich als "Mittäter" verantworten

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