KZ-Gedenken

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"Arbeit-macht-frei"-Aufschrift gefunden

Die berüchtigte Inschrift "Arbeit macht frei" vom Eingangstor des früheren NS-Konzentrationslagers Auschwitz ist wiedergefunden worden. Bei Torun (Thorn) im Norden Polens wurden fünf Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren festgenommen. Ihr Motiv für die Tat ist noch unklar, sie wurden zu Verhören nach Krakau gebracht. Die Inschrift ist in drei Stücke geteilt gefunden worden.

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(C) Reuters

Diebe sind keine Neonazis
Die Polizei ist unterdessen so weit sagen zu können, dass das Relikt nicht von Neonazis gestohlen wurde. Die fünf Verdächtigen haben aber zweifelsfrei aus kriminellen Motiven gehandelt. Möglicherweise sind die Männer im Alter zwischen 20 und 39 Jahren zu der Tat angestiftet worden.

Nun kommt das Original wieder an seinen Platz. Vorher sind aber Restaurationsarbeiten erforderlich. Auch werden die Sicherheitsvorkehrungen verbessert. Derzeit hängt über dem KZ-Tor eine Kopie.

Belohnung von 27.500 Euro
Der aus Eisen geformte Schriftzug war am frühen Freitagmorgen von der heutigen Gedenkstätte entwendet worden. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Das Auschwitz-Museum, die Polizei und anonyme Spender setzten eine Belohnung von rund 27.500 Euro für Hinweise zur Wiederbeschaffung des Schriftzuges aus.

Der Diebstahl hatte u.a. in Polen, Israel und Deutschland Empörung ausgelöst. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu forderte Polen am Sonntag auf, alles zur Ergreifung der Diebe zu tun. Die "Kriminellen" müssten gefasst werden, erklärte er in Jerusalem.

Den Schriftzug aus Eisen fertigten Gefangene des Lagers auf Befehl der Nazis an. Er hing am Eingang des sogenannten Stammlagers in Auschwitz. Die Nationalsozialisten erbauten das Lager neun Monate nach dem Einmarsch in Polen 1939, um polnische Widerstandskämpfer zu inhaftieren. Später wurde das Lager um das drei Kilometer entfernte Vernichtungslager Birkenau erweitert.

Im NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden zwischen 1940 und 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen, davon eine Million Juden aus Osteuropa, systematisch umgebracht. Die zynische Inschrift "Arbeit macht frei" versinnbildlicht die menschenverachtende Ideologie der Nazis. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum bezeichnete den Schriftzug als "das prägende Symbol des Holocausts". Auschwitz wurde im Jänner 1945 von der sowjetischen Armee befreit.

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