Aufstand gegen des Papstes Hermelinsaum

Protestaktion

 

Aufstand gegen des Papstes Hermelinsaum

Italienische Tierschützer protestieren mit einer Unterschriftenaktion gegen Papst Benedikt XVI. Der Hermelin-Saum auf seinem Winterumhang und am ,,Camauro" (Kopfbedeckung) seien mit Fellen besetzt. Die Tiere würden einzig wegen ihres Pelzes getötet. Der Tierschutz- und Umweltverband Aidaa sammelte in ganz Europa über 6.000 Unterschriften und legte dem Kirchenoberhaupt in einem offenen Brief diesen "Akt der Barmherzigkeit gegenüber den Tieren als Schöpfung Gottes" nahe, heiß es in einer Presseaussendung der Organisation.

Der weiße Mantel aus dem Winterfell des Hermelins wurde von Fürsten und hohen Geistlichen an Festtagen getragen. Niemand wolle, dass der Papst im Winter friere. Dafür müsse er aber keine mittelalterliche Kopfbedeckung tragen, an der das Blut unschuldiger Tiere klebe, meinten die Tierschhützer.

In der heutigen Zeit sei es sinnlos, Dutzende von Tieren für einen Winterumhang zu opfern. "Es handelt sich um Kreaturen, die brutal getötet werden und Schmerz empfinden. Tiere, die von Gott ein wunderschönes Fell bekommen haben, um sich vor der Kälte zu schützen, sollten nicht für das Ego der menschlichen Macht in all seinen Formen geopfert werden", sagte der Präsident von Aidaa, Lorenzo Croce.

Der Papst hatte sich im Dezember 2005 als erster Pontifex seit über 40 Jahren wieder mit dem Camauro in der Öffentlichkeit gezeigt. Zuletzt hatte Papst Johannes XXIII. in seiner von 1958 bis 1963 dauernden Amtszeit einen Camauro getragen. Johannes XXIII. soll die Mütze sogar so sehr geliebt haben, dass er sich mit dieser nicht liturgischen Kopfbedeckung bestatten ließ.

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