Auschwitz-Schild gestohlen - 3 Jahre Haft

"Arbeit macht frei"

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Auschwitz-Schild gestohlen - 3 Jahre Haft

Wegen seiner Verwicklung in den Diebstahl des Schriftzugs "Arbeit macht frei" aus dem früheren Konzentrationslager Auschwitz muss ein schwedischer Rechtsextremist knapp drei Jahre hinter Gitter. Nachdem Anders Högström sich in den Ermittlungen noch für unschuldig erklärt hatte, habe er "seine Schuld" vor einem schwedischen Gericht eingestanden, sagte der polnische Staatsanwalt Robert Parys. Er habe sich mit dem Gericht auf eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten geeinigt. Högström werde die Strafe in Schweden absitzen, sagte Parys.

Gründer der "Nationalsozialistischen Front"

In Polen hätten dem schwedischen Neonazi wegen des Vorwurfs, den Diebstahl in Auftrag gegeben zu haben, zehn Jahre Haft gedroht. Högström, der in den 90er Jahren in Schweden die Nationalsozialistische Front gegründet und sich später aber von ihr distanziert hatte, war im Februar auf Grundlage eines von Polen ausgestellten Haftbefehls in Stockholm festgenommen worden. Högström sagte schwedischen Medien, lediglich als Mittelsmann fungiert zu haben. Er sei nur damit betraut gewesen, das Schild in Empfang zu nehmen und es zu verkaufen. Er habe der polnischen Polizei die Hintermänner des Diebstahls genannt.

Weltweite Empörung in jüdischen Gemeinden
Der berüchtigte Schriftzug "Arbeit macht frei" war im Dezember gestohlen worden. Wenige Tage später fand die Polizei ihn in drei Teile zerlegt im Norden Polens und nahm fünf polnische Verdächtige fest. Drei von ihnen wurden mittlerweile zu Haftstrafen verurteilt. Die beiden anderen Verdächtigen sollen sich noch vor Gericht verantworten. Ende Jänner erhielt das Auschwitz-Museum den Schriftzug zurück. Der Diebstahl hatte in Polen, Deutschland, Israel und in jüdischen Gemeinden in aller Welt Empörung hervorgerufen. Im NS-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurden zwischen 1940 und 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet, davon eine Million Juden.
 

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