Bauer Rudi wohl doch nicht zerstückelt

Leiche entdeckt

© Polizei

Bauer Rudi wohl doch nicht zerstückelt

Am 13. Oktober 2001 verschwand Landwirt Rudolf Rupp. Wenig später gestand die Familie des Bayern ihn ermordert, zerstückelt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen zu haben. Am 10. März diesen Jahres fand man eine Leiche aus der Donau. Zur Überraschung der Ermittler handelt es sich um die unversehrte Leiche von Bauer Rudi. Sie stehen vor einem Rätsel.

Zerstückelt
Jetzt dürfte der Fall neu aufgerollt werden, schließlich sitzen die mutmaßlichen Täter seit acht Jahren im Gefängnis - was wenig verwunderlich ist, schließlich haben sie gestanden Bauer Rudi getötet zu haben. Bisher nahm man an, dass Witwe Hermine Rupp, die beiden Töchter und Matthias E., der Verlobte der älteren Tochter, Rudi am 13. Oktober 2001 nach einem feuchtfröhlichen Abend auf dem Hof aufgelauert haben. Der 17-jährige Verlobte soll mit einem 70 Zentimeter langen Holzprügel auf den 52-Jährigen eingeschlagen haben. Die drei Frauen standen daneben und feuerten den Jugendlichen lauthals an. Als sich Rudi nicht mehr rührte, schleppten sie den leblosen Körper in den Keller des Hauses. Als sein Fuß plötzlich wieder zuckte, wurde ihm mit einem Hammer die Schläfe eingeschlagen.

Anschließend wurde die Leiche zerstückelt und den Hofhunden (ein Schäferhund, fünf Dobermänner und ein Bullterrier) zum Fraß vorgeworfen. So und mit zahlreichen Details ausgeschmückt schilderten die vier Verurteilten die Mordnacht. Sie hielten an ihren Aussagen fest, obwohl am Hof nicht der kleinste Beweis für die geschilderten blutigen Vorgänge gefunden wurde. Erst kurz vor Prozessbeginn wurden die Geständnisse widerrufen.

Mysteriöser Fund
Der Widerruf nutzte nichts. Das Gericht entschied, dass Bauer Rudi durch Schläge gegen Kopf und Schläfe starb, obwohl keine Leiche gefunden wurde. Hermine Rupp und Matthias E. wurden zu achteinhalb Jahren verurteilt. Der mysteriöse Leichenfund wirft jetzt ein anderes Licht auf den Fall. Bauer Rudis Körper weißt keinerlei Gewaltspuren auf, er ist "völlig unverletzt".

Der Anwalt von Hermine Rupp pocht nun auf eine Wiederaufnahme des Verfahrens, schließlich sei offensichtlich, dass die Geständnisse der Beschuldigten falsch waren. Verwunderlich bleibt aber, wieso sich die vier Beschuldigten die blutige Tatnacht ausgedacht und so lange an ihrer Version der Dinge festgehalten haben.

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