Beresowski klagt Abramowitsch

Milliardärs-Schlacht

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Beresowski klagt Abramowitsch

Der im britischen Exil lebende russische Milliardär Boris Beresowski hat seinen ebenfalls milliardenschweren Landsmann Roman Abramowitsch verklagt. Beresowski wirft Abramowitsch vor, sich illegal und mit Unterstützung des Kreml Aktienanteile aus seinen Unternehmen angeeignet zu haben.

Beresowski bestätigte am Donnerstag, er habe dem Besitzer des Londoner Fußballclubs FC Chelsea die Klageschrift am Samstag persönlich überreicht - wie es das britische Gesetz verlangt. Er habe Abramowitsch in einem Geschäft in London abgepasst und ihm die Dokumente gegeben, die er bereits seit einem halben Jahr mit sich führe. Die Klage reichte Berezowski nach eigenen Angaben bereits im Mai bei einem britischen Gericht ein.

Abramowitsch habe zu seiner Zeit in Moskau mit Unterstützung des Kremls Druck auf ihn ausgeübt, um sich "mein Eigentum anzueignen", sagte Beresowski. Unter diesem Druck habe er zu einem zu niedrigen Preis Anteile seines Fernsehsenders ORT, des Ölkonzerns Sibneft und des Aluminiumproduzenten Russki Alumini an Abramowitsch verkaufen müssen. Den Wert dieser Aktienanteile schätzte Beresowski auf umgerechnet 7,1 Milliarden Euro. Ein Sprecher von Abramowitsch wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern.

Beresowski galt unter Präsident Boris Jelzin als graue Eminenz des Kreml, nach dem Amtsantritt von Wladimir Putin fiel er in Ungnade. 2003 wurde er in Großbritannien als politischer Flüchtling anerkannt. Auch der kremlfreundliche Abramowitsch lebt in Großbritannien, er ist nach dem indischen Geschäftsmann Lakshmi Mittal der zweitreichste Bewohner des Vereinten Königsreichs.

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