Berlusconis Sohn mit Heiratsanträgen überhäuft

Italien

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Berlusconis Sohn mit Heiratsanträgen überhäuft

Junge Italienerinnen sollen Millionäre heiraten, dann seien all ihre Probleme mit unsicheren Jobs gelöst. Das riet Medienfürst und Oppositionschef Silvio Berlusconi den jungen Damen via TV. Dieser Rat hatte jedoch Auswirkungen, mit denen Silvio sicher nicht gerechnet hatte: Sein 38-jähriger Sohn, der unverheiratete Piersilvio, kann sich jetzt vor Heiratsanträgen kaum mehr retten.

360 Heiratsanträge per SMS
"Mein Sohn hat per SMS 360 Heiratsanträge erhalten. Eine Frau hat ihm sogar ihr Foto geschickt, in dem sie mit einem Brautkleid zu sehen ist", berichtete Berlusconi. Berlusconis ältester Sohn ist unverheiratet und leitet die Mediengesellschaft des Konzerns Mediaset.

"Mit Ihrem Lächeln können Sie es sich leisten"
Der TV-Zar und Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten hatte vergangene Woche entrüstete Reaktionen ausgelöst, als er als Gast bei einer Politshow einer jungen Frau geraten hatte, sich einen reichen Mann zu angeln. Auf die Frage einer Studentin bei der vom Sender RAI 2 gesendeten Politshow "Punto di Vista", wie junge Paare ohne sichere Jobs in Italien eine Familie gründen könnten, antwortete Berlusconi lächelnd. "Als Vater rate ich Ihnen, einen Sohn Berlusconis oder jemanden Ähnlichen zu heiraten. Mit Ihrem Lächeln können Sie es sich leisten", sagte Berlusconi, der danach die Vorschläge seiner "Partei der Freiheit" zur Unterstützung junger Paare auflistete.

Der Studentin Perla Pavoncelli bot Berlusconi eine Kandidatur in den Listen seiner Partei der Freiheit an. Die junge Frau, die Berlusconis Rat als "witzig" bezeichnete, lehnte das Angebot ab.

"Schäme mich für Berlusconis Worte"
Die Worte Berlusconis sorgten für Empörung im Lager seines politischen Rivalen Walter Veltroni. "Als Italiener schäme ich mich für Berlusconis Worte. Angesichts der Hunderttausenden Jugendlichen, die die Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes für ihre Zukunft als beeinträchtigend erleben, sind Berlusconis Worte eine unannehmbare Beleidigung. Berlusconi sollte sich entschuldigen", sagte Veltronis "rechte Hand" Dario Franceschini.

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