Biber wütet im Englischen Garten

München

© dpa/dpaweb/dpa/Frank Leonhardt

Biber wütet im Englischen Garten

Das Tier hat sich in der Parkanlage heimisch gemacht und schon zahlreiche Bäume beschädigt. Seit Weihnachten sei der Biber im Park unterwegs, habe jedoch bisher nur an Weiden genagt, sagte Parkverwalter Thomas Köster am Freitag. Er sei mit einem Halbstarken zu vergleichen, der sich nun austoben müsse, sagte Köster.

Eigenes Revier für Jung-Biber
"Aber wenn er jetzt auch noch die Edelhölzer anknabbert, dann wird es kritisch", sagte Köster. Dann müsse das Jungtier eingefangen werden. Es ginge dabei nicht nur um den Schutz der Natur, sondern auch um Spaziergänger, die durch umstürzende Bäume verletzt werden könnten. Der Biber stamme wahrscheinlich aus dem nördlichen Isarbereich und hat sich nun von seiner Familie getrennt, um ein eigenes Revier zu finden.

Keine Seltenheit in der Stadt
Der Bund Naturschutz in Bayern hat sich noch nicht näher mit dem Fall beschäftigt, denn Biber in Stadtgebieten seien keine Seltenheit, so eine Sprecherin des Vereins. Am Ufer der Museumsinsel in München lebe schon seit Jahren eine Biberfamilie. Bei Problemen kümmere sich ein Biber-Berater um die fleißigen Nager. So gebe es Drahthosen für Bäume oder auch spezielle Anstriche, die dem Biber nicht schmecken. Einfangen oder gar Töten sei dabei nur der letzte Ausweg, zumal das Tier unter Artenschutz steht.

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